Upul Joseph Fernando


TrincoHarbour

Wird Trincomalee zu Mahindas Waterloo?

Von Upul Joseph Fernando vom 6. August 2014

Colombo – Oppositionsführer Ranil Wickremesinghe stellte vor kurzem im Parlament eine Frage an den Minister für Auswärtige Angelegenheiten, Prof. G.L. Peiris. Er wollte wissen, ob die Rajapaksa-Regierung einem chinesischen Unternehmen die Erlaubnis gegeben hat, ein Flugzeug Service-Projekt in Trincomalee zu starten. Ranil wies darauf hin, dass das Projekt ein Problem für  Indien darstelle, da es das Indo-Lanka Friedensabkommen aus dem Jahr 1987 verletze, das der ermordete ehemaligen Außenminister Lakshman Kadirgamar unterzeichnete, der seinerzeit, am 12. Oktober 2003, damals noch als Oppositionsabgeordneter, eine ganz ähnliche Frage im Parlament gestellt hatte.

„Wir müssen uns speziell auf die Bedürfnisse von Indien konzentrieren. Ich möchte Sie an das Indo-Lanka Friedensabkommen erinnern. Demnach hat Indien das Recht, besorgt über den Hafen von Trincomalee und der territorialen Integrität von Sri Lanka zu sein.“ Kadiragamars Worte damals bedeuteten heute wie damals das selbe.

Kadirgamar wies darauf hin, dass die neuen errichteten Militärlager der LTTE um Trincomalee eine Bedrohung für die Sicherheit des Hafens darstellten. Der damalige Oppositionsführer Mahinda Rajapakse zollte Beifall für Kadirgamar, als er diese Frage aufbrachte. Nicht nur das, er verlangte von der damaligen vom Ranil Wickremesinghe Regierung einen Hubschrauber, um nach Trincomalee zu reisen, um vor Ort die Wahrheit zu suchen. Ranil gewährte ihm einen Hubschrauber, während der damalige Sekretär des Verteidigungsministeriums, Austin Fernando, dagegen war. Mahinda reiste mit dem Hubschrauber wie gewünscht hin und traf die Marinechefs, die verantwortlich für Trincomalee waren.

Der ehemalige Marine-Kommandant Wasantha Karannagoda war damals der Kommandant im Osten und er freundete sich mit Mahinda bei diesem Besuch an. Wasantha übergab Mahinda einen Bericht über die Bedrohung des Trincomalee Hafens – von der LTTE. Dieser Bericht kam in die Hände des damaligen Präsidenten Chandrika Bandaranaike, und er wurde schließlich veröffentlicht. Indien erhielt auch eine Kopie davon. Chandriak übernahm nach und nach drei Ministerien – einschließlich des Verteidigungsministeriums im November 2003.

Als sie  das Verteidigungsministerium übernahm, zitierte Chandrika die Bedrohung des Trincomalee-Ports als Hauptgrund der Übernahme. Chandrika übernahm die drei Ministerien schließlich ganz am 4. November 2003. Einen Monat zuvor, schrieb Chandrika einen Brief an Ranil, in dem unter anderem stand, dass der Hafen von Trincomalee unter LTTE-Bedrohung stehe – laut  lokalen wie ausländischen Marineberichten.

Nach ihrer Ministerien-Übernahme, in einer Rede an die Nation, sprach sie auch von dieser Bedrohung. Ihre Berater und  Außenminister Kadirgamar wiederholte seine Worte in Sri Lanka, aber auch vor dem indischen Außenminister in Indien, dass nämlich die Frage des Hafens von Trincomalee entscheidend sei für Indien. Austin Fernando, der Verteidigungsstaatssekretär unter der Regierung Ranil Wickremesinghe, schrieb später in einem Buch, dass es einen „versteckten indische Arm hinter der Übernahme der Ministerien und dem Sturz von Ranil und dessen Herrschaft“ gegeben habe.

Darüber hinaus berichteten die Medien, dass der damalige indische Hochkommissar in Sri Lanka, Nirupam Sen, es war, der maßgeblich an der Versöhnung der Sri Lanka Freedom Party (SLFP) und der Janatha Vimukthi Peamuna (JVP) gearbeitet hatte. Es wurde berichtet, dass die beiden Parteien sich in der offiziellen Residenz des indischen Hochkommissar trafen. Das Ende Ranils nahte mit der Verbrüderung.

Ranils Argument, dass ein chinesisches Flugzeugwartungs-Projekt in Trincomalee ein Problem für Indien und dessen Besorgnis über die LTTE Bedrohungen für Trincomalee sein werde, war richtig. Ranil und Kadirgamar argumentierten, dass Indien das Recht habe, Angelegenheiten von Trincomalee laut dem Indo-Lanka Friedensabkommen einzusehen. Laut einem  Schreiben des damaligen srilankischen Präsidenten J.R. Jayewardene und dem indische Premierminister Rajiv Gandhi, das dem Indo-Lanka Friedensabkommens als Anhang beigefügt ist, verpflichtet sich Sri Lanka dazu, weder den Hafen von Trincomalee, noch einen anderen Hafen der Insel, einem fremden Land – weder für militärische noch für nicht-militärische Angelegenheiten – anzubieten, das eine Bedrohung für Indien darstellen könnten.

In der Tat war es der Hafen von Trincomalee, der die Ursache für das Indo-Lanka Friedensabkommen war. Indien hatte heimlich tamilische Jugendliche bewaffnet und ausgebildet, um J.R. Jayewardenes Regierung zu stürzen, denn Indien hatte aus einem geheimen Bericht erfahren, dass Sri Lanka plante, die Erdöllagertanks in Trincomalee an die USA zu leasen. Indien wollte J.R. nach Hause schicken, aber J.R. gab schließlich Indien klein bei, um seine Präsidentschaft zu retten.

Wenn man all diese Punkte beachten, wird überdeutlich, dass Trincomalee ein neuralgisches Nervenzentrum ist, das durchaus in der Lage ist, Regierungen zu stürzen. J.R. kroch IN dien gegenüber auf allen Vieren in der Folge der Übergabe der Öltanks in Trincomalee an die Amerikaner. Ranil verlor seine Regierung als Folge der Bedrohung Trincomalees durch die LTTE.

Nun hat Mahinda Rajapaksa, der sich durch unmässige Kredite stark abhängig gemacht hat, China erlaubt, sich in Trincomalee einzuschleichen, Sri Lanka zum Teil der Perlenketten-Strategie des Roten Riesen werden lassen.

Wir können noch nicht vorhersagen, ob Mahinda das gleiche passiert, wie Ranil Wickremesinghe. Doch während der Zeit von J.R. betrachtete Indien die USA als Feind, weil unter den Gandhis Indien pro-UdSSR war. Indien bekam es schlicht mit der Angst zu tun, als die Nachricht, dass die USA sich in Trinco einnisten, sie erreichte.

Nach der Ermordung von Rajiv Gandhi durch die LTTE, wurden die Tamil Tiger zu Indiens Feinden.

Indien machte Angst, dass die LTTE zur Stärkung ihre Befestigungen um Trincomalee ausbauten. Heute gilt China zwar nicht als Feind von Indien. Aber Indien ist stets auf der Hut und traditionell diplomatisch sehr vorsichtig.

Wenn Mahinda Rajapaksa es China erlaubt, sich in Trincomalee einzuschleichen, wird es das Ende seines Regimes sein.

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