Malin Abeyatunge


Wird Norwegen sein Adoptivkind LTTE verstossen?

Vom 28. Mai 2011

Melbourne – Vielleicht haben es sich die srilankischen Regierungen oder irgendeine andere der weltweiten, gegen die LTTE gerichteten Organisationen nur deshalb nicht einfallen lassen, sich für das Verbot der LTTE in Norwegen stark zu machen – weil sie wussten, dass Norwegen das Adoptivheim der LTTE ist. Ich mag Unrecht haben, aber ich erinnere mich nicht, dass ich je irgendeine Forderung gesehen oder gelesen zu haben, die LTTE in Norwegen zu verbieten, obwohl eine riesige Anzahl von Briefen und Artikeln geschrieben wurden, die sich gegen Norwegen und Eric Solheim wegen ihrer herzlichen Beziehung zur LTTE richten.

Aber es wurde als selbstverständlich angenommen, dass es nicht den Hauch einer Chance dafür gebe, dass die LTTE in Norwegen verboten wird. Warum? Man denke nur an Eric Solheim, der als Friedens-Vermittler von Anfang an die LTTE beschwichtigte, an das militärische Training, das den LTTE Kadern vermittelt wurde, an die Millionen von Kronen an das Kätzchen LTTE und andere LTTE-Tarnorganisationen. Sogar in den letzten Tagen des Krieges hat Eric Solheim, der norwegische Minister, zusammen mit den UNO-Beamten Holmes und Nambiar und „K.P.“ gewetteifert, die LTTE und deren Führer Prabhakaran und dessen Familie zu retten, damit diese nicht von den srilankischen Streitkräften getötet oder gefangen genommen werden können.

Der letzte Beleg für Norwegens enger Beziehung zur LTTE kam in einer norwegische Zeitung mit Namen “Aftenposten”, die enthüllte, dass die norwegische Botschaft in Sri Lanka damit zu tun habe, einer Gruppe von 12 aktiven LTTE-Kadern Flüge und Visas zu beschaffen und sie sogar zum Flughafen zu begleiten, damit sie nach Norwegen entkommen und so ihrer Verhaftunge entgehen konnten.

Die SL-Regierungen waren über die Jahre erfolgreich: Sie erreichten, dass die LTTE in den USA, in Großbritannien, Kanada, den EU Staaten, Indien, Malaysia verboten wurde. Alle, außer Norwegen und Australien, haben sich für ein Verbot ausgesprochen und danach gehandelt. Dies geschah nach zahlreichen Konsultationen, Verhandlungen und Bitten, Treffen mit den Führern der respektiven Länder. Anti-LTTE-Organisationen weltweit spielten ebenso eine größere Rolle dabei, dass erreicht werden konnte, dass die LTTE in jenen Ländern verboten wurde. Da Norwegen der sicherste Hafen für die LTTE war (und immer noch ist) und die LTTE den Schutz und die Förderung der norwegischen Regierungen genoss, hätte man denken können, dass sogar die bloße Bitte um ein Verbot der LTTE in Norwegen einer Beledigung des Staates gleichgekommen wäre.

Sei es wie es sei: Perinpanayagam Sivaparan alias Nediyawan, der LTTE-Führer in Norwegen, gelang alles in diesem Land einfach und leicht, da die LTTE in Norwegen keine verbotene terroristische Organisation ist, bis ihn die niederländische Polizei aufsuchte, um ihn wegen der möglichen Finanzierung der LTTE von den Niederlanden aus zu befragen. Er wurde vor ein Osloer Distriktgericht zitiert und vorübergehen festgesetzt.

Es ist jetzt interessant zu sehen, dass nach nur ein paar Jahrzehnten Dämmerschlaf der Vorsitzende der norwegischen Kommission für Verteidigung und Sicherheit von der oppositionellen Konservativen Partei, Peter Gitmark, die Büchse der Pandora in Norwegen geöffnet hat. Nach Berichten der BBC sagt er nun, dass es falsch sei, den Tigern zu erlauben, von Norwegen aus zu operieren. Man sagt auch, er würde hoffen, dass auch die norwegische Polizei den Nediyawan befragen und damit Licht auf die LTTE-Aktivitäten in Norwegen bringen könnten.

Gitmark: “Ich denke, es ist nicht im Interesse des Volkes von Sri Lanka, dass die LTTE in Norwegen und an anderen Orten Geld sammelt, um ihren gewalttätigen Kampf gegen die Regierung von Sri Lanka zu erneuern.” Gitmarks Einsichten kommen spät, das Kind ist schon in den Brunnen gefallen – aber man sagt ja auch, für wichtige Entscheidungen sei es ist nie zu spät.

Gitmark sollte Erik Solheim Fragen stellen, ein Minister, dessen Karriere in der norwegischen Politik eng verbunden mit der LTTE ist. Dies würde seine Kommentare ernsthafter erscheinen lassen. Norwegen ist eines der Länder, das die LTTE-Terroristen genährt hat, die vor illegalen Operationen der LTTE nicht nur ein Auge zugedrückt hat (Spendensammlungen, Erpressungen, Drogenhandel, Waffenhandel), Norwegen hat, mit anderen Worten, die LTTE-Maschinerie gut geölt.

Aber obwohl es spät ist, Hundertausende von Leben zu spät, ist es dennoch nicht zu spät für den Abgeordneten Gitmark in diesem Fall zu kämpfen, solange, bis die LTTE als terroristische Organisation in Norwegen verboten wird. Die LTTE-Überreste unter den tamilischen Auswanderern in Norwegen bringen weiterhin bereitwillig Gelder für die LTTE auf – aber auch, und das mit steigender Tendez, unfreiwillig durch Erpressung, Drogen- und Menschenschmuggel – und das geht weiter, bis sie ihr „Eelam“ erreicht haben. Und natürlich ist dies nur ein dummer Tagtraum.

Gitmark braucht die uneingeschränkte Unterstützung der srilankischen Regierung bei seiner Bemühung, Norwegen dazu zu bewegen, die LTTE als terroristische Organisation zu verbieten, indem diese den EU-Standpunkt annimmt, so dass man die illegalen Aktivitäten der LTTE in Norwegen überwachen kann. Und so warten wir mit Spannung: wird Norwegen jemals sein Adoptivkind LTTE verbieten und verstossen?

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