D. R. Senanayake


Schachmatt, Rajapaksa!

Von Darini Rajasingham Senanayake vom 9. Juni 2011

Der bewegliche Finger schreibt, und als er geschrieben hat, bewegt er sich weiter und

weder Deine Frömmigkeit noch Dein Verstand 
löschen auch nur eine halbe Zeile,

noch könnten alle deine Tränen auch nur ein Wort davon wieder wegwaschen

„Das Rubaiyat von Omar Khayvam“

Vieles traf in der internationalen Arena zusammen, um gemeinsam einen Schatten zu werfen auf die zweite Jahrestagsfeier der Regierung Sri Lankas anläßlich des Sieges über die LTTE, nach drei Jahrzehnten des Krieges am 19. Mai 2011. Die Vereinten Nationen veröffentlichten kürzlich einen halbamtlichen Bericht über mutmaßliche Kriegsverbrechen der beiden im Krieg verwickelt Parteien und legten damit den Grundstein für künftige Maßnahmen gegen die Regierung von Sri Lanka und was von den Liberation Tigers of Tamil Eelam (LTTE) übrigblieb. In benachbarten Tamil Nadu, in Indien, drängt die neu gewählte Ministerpräsident Jayalalitha Jeyaram die Zentralregierung in Delhi dazu, einen Kriegsverbrecherprozess gegen Mahinda Rajapakse, dem Präsident von Sri Lanka, einzuleiten und anschließend verabschiedete sie eine Resolution für besondere wirtschaftliche Sanktionen gegen das srilankische Regime.

In Den Haag hat der Internationale Strafgerichtshof Haftbefehle gegen den libysche Staatschef Gaddafi sowie auf sein Sohn wegen Verbrechen gegen die Menschlichkeit ausgestellt. Beide wurden von der im entstehen begriffenen Rajapakse-Dynastie von Sri Lanka gehegt und gepflegt, beider Vermögenswerte wurden eingefroren. Unterdessen eskalieren im Land Proteste aufgrund der steigenden Lebenshaltungskosten und dem dumpfen Gefühl, dass die Friedensdividende die arbeitenden Klassen, die sie am meisten verdient hätten, nicht erreicht, was widerum ein Signal ist dafür, dass die erweiterten Flitterwochen der südlichen (singhalesich-nationalen) Gesellschaft mit dem Rajapakse Regimeabnehmenden wegen der Beendigung des Kriegs mit der LTTE sich einem raschen Ende zuneigen. Die Todesschüsse der Polizei auf einen protestierenden Arbeiter in der Katunayaka Freihandels-Zone, die ihre Legitimität aus der noch immer in Kraft befindlichen Notstands-Verordnung bezieht, verfestigt die öffentliche Unzufriedenheit. Die Tötung und die anschließende Übernahme des Freihandel-Zone durch das Militär unterstreichen die Erosion des demokratischen Raum durch die laufende Militarisierung der Gesellschaft.

Schachmatt im Schach und anderen Chaturanga-Brettspielen tritt auf, wenn der König eines Spielers mit Gefangenschaft bedroht ist (Schach), oder unter direktem Angriff steht: Der Spieler, der schachmatt ist, verliert das Spiel. Wenn ein König angegriffen wird, aber die Bedrohung abgewendet werden kann, dann steht der König in Schach, ist aber nicht schachmatt. Wenn ein Spieler nicht im Schach ist, hat auch aber keine Bewegung mehr machen kann, ohne in Schach zu geraten ist das Ergebnis des Spiels ein Patt und das Spiel endet unentschieden, tatsächlich aber ist es ein Verlust für die Patt-Spieler, dessen König sichnicht mehr bewegen kann. In der Praxis geben die meisten Spieler auf, bevor sie schachmatt sind, da es als schlechte Etikette betrachtet wird, in einer völlig aussichtslosen Lage weiter zu spielen.

Der halb offizielle UNO-Bericht hatte den Präsident von Sri Lanka in Schach gesetzt. Um zu überleben, muss er sein Spiel transformieren. Obwohl derzeit eine Pattsituation besteht, ist die flammende Schrift an der Wand klar und deutlich und auch die Richtung, in die das Spiel gehen wird, ist klar. Der UNO-Bericht hat auch noch einige Mitglieder der herrschenden Familie Rajapaksa in Schach gesetzte, denn als US-Bürger unterliegen sei der US-Gerichtsbarkeit. Der Grundstein für das weitere Vorgehen gegen das Regime, einschließlich wegen der Befehls-Verantwortung, ist in Kraft und diese Tatsache kann dem Professor der Rechtswissenschaft, der als Außenminister dient, nicht entgangen sein.

Befehls-Verantwortung, in Den Haag und der Genfer Konventionen etabliert, bezieht sich auf die Rechenschaftspflicht bei Kriegsverbrechen. Die Befehls-Verantwortung legt fest, dass obwohl Soldaten der Streitkräfte als auch paramilitärische Einheiten direkt aus erster Hand verantwortlich sind für begangene Kriegsverbrechen sind, die militärischen Beamten, die diese Handlungen befahlen und überwachten sind auch schuldig zu finden, zusammen mit der Spitze des Staates, die die militärischen Einheiten steuerten.

Die Regierung von Sri Lanka ignoriert den UN-Generalsekretär und seine wiederholten Aufforderungen auf eine Antwort auf den halb-offizielle UNO-Bericht. Denn das Thema Meineid könnte später zu einem Problem werden.

Im Anschluss an den halb-offiziellen UNO-Bericht, eilte Außenminister G.L. Peries nach New Delhi wegen Unterstützung dagegen. Dort aber wurden ihm die Leviten gelesen und er wurde aufgefordert, eine Erklärung zu unterschrieben, die nach der sofortogen Aufhebung der Notstandsgesetze und der „Prevention of Terrorism Act“ genannten Anti-Terror-Gesetze verlangt.

Inzwischen versicherten die Vereinigten Staaten und die Europäische Union unisono der Regierung, dass ein „Regimewechsel“ derzeit nicht auf der Tagesordnung stehe (später aber durchaus, je nachdem wie sich das Spiel des Rajapakse Regimes entwickelt). Gerade jetzt haben die westlichen Mächte alle Hände voll zu tun mit dem Arabischen Frühling, aber die tamilische Diaspora und die internationalen Zivilgesellschaften scheinen konzentriert darauf zu sein, dass am Ende des Krieges in Sri Lanka Gerechtigkeit geschieht. Die srilankische Regierung hat auch schon angefragt, und um Zeit für die Versöhnung gebeten – die aber muss echt sein. Offizielle „Wahrheiten“ erzeugt und verbreitet durch staatliche Propaganda-Maschinen werden nun durch nicht-amtliche Wahrheiten konfrontiert, von gewöhnlichen Menschen vorgestellt und leicht durch die neuen Medientechnologien verbreitet – wie bestens und reichlich durch den Arabischen Frühling demonstriert.

Kurz gesagt, das Rad der internationalen Gerechtigkeit dreht sich, wie das Rad von Samsara, langsam – aber sicher. Die Proteste von Studenten und Universitäts-Dozenten gegen die Regierungspolitik, gegen viel zu niedrige Löhne und die Militarisierung der Hochschulbildung sowie die Proteste von Arbeiterinnen in den Freihandelszonen gegen eine private, ungerechte Rentenversicherung, zeugen vom heran nahenden Storm. Während die Regierung stumpf behauptet, sie können es sich nicht leisten, Universitäts-Dozenten angemessen zu bezahlen, gibt sie Milliarden für eitle militärische Feiern und kitschige Vesak-Festlichkeiten aus, die zu einer Verzerrung der Lehre, dem Geist und der Praxis des Buddhismus führen, der mit seinen Grundwerten für Gewaltlosigkeit, für Toleranz und Einfachheit steht. Es ist nun offensichtlich für die Bürger, dass die lang ersehnte Friedensdividende der Nachkriegszeit, das Wirtschaftswachstum, von der herrschenden politischen Elite verschlungen wurde. Während die arbeitende Bevlkerung kaum mehr weiß, wie es seine Rechnungen begleichen soll, schwelgt ein Jumbo-Ministerkabinett in den Exzessen des Rajapakse Egoismus, manifestiert in ungeheuerlichen Mitteln für ausländische Unternehmen und PR-Extravaganzen wie dem Angebot für die Commonwealth Spiele, den SAARC-Strandspielen in Hambantoa, drei (!) neuen internationalen Cricket-Stadien, sündhaft teuren Bollywood-Awards Nächten, staatlich subventionierten militärischen Unternehmen und einem geschwollenen und kostspieligen Militärapparat, der zumindest einen illusorischen Komfort bietet im Angesicht des halboffiziellen UNO-Berichts, der wie ein Schwert des Demokles über die Rajapakse Triumvirat schwebt.

Um ein endgültiges „Schachmatt“zu vermeiden, muss das Regime Lösung für die Ursachen des ethnischen Konflikts schaffen und lernen, die Macht zu teilen mit den Minderheiten in seiner Mitte und in den Regionen. Das Aktivieren oder das Deaktivieren echte Versöhnung, Demokratie und Machtteilung in Sri Lanka – das wird der Lackmustest der internationalen Gemeinschaft sein. Die Erklärung, die in Neu Delhi unterzeichnet wurde, forderte „echte Versöhnung“ – was signalisiert, dass Delhi sich nicht von der „Senat“- Idee blenden lässt in lieu der echten Dezentralisierung der Macht im Norden und Osten als die sie verkauft werden soll. Minimalst müssen die bereits bestehenden Artikel für die Übertragung der Macht an die Provinzen im Norden und Osten umgesetzt werden und zwar innerhalb der nächsten sechs Monate. Derzeit ist die Militärherrschaft ungebrochen und die lokalen Verwaltung ist tatsächlich und ausschließlich in den Händen des Militärs.

Singapur, Sri Lanka und die Minderheitenfrage

Herr Tharman Shanmugratnam, mit ceylonesisch tamilischem Migrationshintergrund, wurde stellvertretender Ministerpräsident von Singapur im Mai 2011, ernannten durch Premierminister Lee Hsien Loong, obwohl 78% der Bevölkerung ethnische Chinesen und der tamilische Anteil der Bevölkerung des Südasiatichen Riesen bei weniger als 9% sind. Der erst Außenminister des unabhängigen Singapurs war auch ein Ceylon- Tamile. Singapurs erster Premier, Lee Kuan Yew, der großen Respekt vor Rajaratnam hatte (nach dem auch die Rajaratnam Schule für Internationale Studien benannt ist) verurteilte vor kurzem die Regierung Rajapaksa in Sri Lanka als „rassistisch“.

Sri Lanka hatte noch nie einen Präsidenten oder einen Premierminister, der einer Minderheit entstammte. Gegenwärtig haben die Vereinigten Staaten einen Präsidenten aus der afroamerikanischen Gemeinschaft, und Indien einen Premierminister aus der Sikh-Minderheit, die ebenfalls bewaffneten Kampf gegen den indischen Staat geführt hatten.

Sollten es Präsident Rajapaksa und Professor G.L. Peiris wirklich ernst meinen mit der Machtteilung dann sollten sie den derzeitige Ministerpräsident D.M. Jayaratne zurücktreten lassen und ihn ersetzen ihn mit einem Bürger aus einer der Minderheit, vorzugsweise einen Tamilen, weil es diese Gemeinschaft ist, die am meisten gelitten hat auf Grund der staatliche Diskriminierung – eine der Ursachen des Krieges. Das neue Ministerpräsident müsste eine integre Person sein, intellektuell und von moralische Größe sein.

Unnötig zu sagen, würde dies auszuschließen, irgendeinen der tamilischen Warlords zu ernenne, die sich derzeit als willige Strohmänner der Regierung verdient machen. Der derzeitige Premierminister, D.M. Jayaratne, hat mehrfach bewiesen, dass er nicht das erforderlichen Kaliber für dieses Amt hat in einem Land, das sich von politischen und kulturellen Konflikten erholt und tief in Not ist nach Versöhnung. So wurden am 26. Dezember 2010 Schüler in Jaffna gezwungen, die Nationalhymne in der singhalesischen Fassung in seiner Gegenwart zu singen, trotz massiver Proteste; das zeigt eine einzigartige Unempfindlichkeit gegenüber der Notwendigkeit zur Versöhnung und totale Missachtung der kulturellen Vielfalt. Jayaratne behauptete im Parlament vor ein paar Monaten auch, dass es LTTE-Camps in Indien gebe, in einem billigen Versuch zu rechtfertigen, dass die Not-Verordnungen um einen weitern Monat verlängert werden. Das aber wurde von der indischen Regierung umgehend als völlig aus der Lufg gegriffen korrigiert. Während bei einer Veranstaltung des International Women’s Day (Internationalen Tag der Frau) im März dieses Jahres behauptete Jayaratne, dass es eine Diskriminierung von Frauen in keiner Branche in Sri Lanka gebe – obwohl Frauen beispielsweise mit weniger als 5 Prozent in Regierung oder Parlamenr vertreten sind.

Es ist wirklich an der Zeit, dass Frauen und Minderheiten im Land aktiviert werden an der Macht teilzuhaben sowie sich selbst zu regieren in den Provinzen, wo sie die Mehrheit Sprachgemeinschaft stellen.

Von Kanonen und Roben: Sicherung und Rettung eines Gewissens?

Am zweiten Jahrestag der Niederlage der LTTE, im Mai 2011, anstatt eine Monat der nationalen Aussöhnung zu erklären wurde eine Kriegshelden- oder Ranaviru-Monat von der Regierung ausgerufen. Der zweite Jahrestag wurde auch in der Feier von Vesak und der Sambuddhathva Jayanthi kanalisiert, mit Milliarden für den Bau eines buddhistischen Informations-Centers verbraucht. Der Präsident engagiert sich in einer Karusselfahrt der öffentlichen religiösen Aktivitäten. Er eröffnete verschiedenen religiösen Projekte wie das Buddhistischen Museum in Kandy, er besuchte die Mahanayakes der Asgiriya und Malwatte Klöster und gab Almosen an 500 Mönche des Gangaramaya Tempel in Colombo. Die Vesak-Feiern und buddhistischen Schmuck-Dekorationen der Straßen durch Armee, Marine und Luftwaffe organisiert, sind ein Zeichen für die Militarisierung der öffentlichen Religion Sri Lankas. Buddhismus scheint zunehmend Rettung zu benötigen vor seinem selbst ernannten Wächter – dem Rajapakse Regime.

Professor Gananth Obeysekere, einer der führenden Gelehrten Sri Lankas für Buddhismus und Vergleichende Religionswissenschaft, hat etwa über das „Gewissen Duttugamunus“ geschrieben, der (wie Kaiser Asoka), nach der Ermordung des tamilischen König Elara beunruhigt war, und sich gezwungen fühlte, sich zu ändern und für Gewalt und Leid zu büßen. Aber die öffentliche religiöse Rituale, denen Präsident Rajapakse frönt, scheinen eher eine beunruhigtes Bewusstsein zu widerspigeln, ähnlich dem von Macbeth. Denn während LTTE-Terrorismus ausgelöscht wurde, bildet der Staatsterrorismus sich in vielen Formen aus, geschützt durch die Immunität von Notstandsgesetzt und Anti-Terrorgesetze. Den extravaganten, glamorösen und kitschüberladenen Feierlichkeiten im Mai dieses Jahres fehlte jeglicher Sinn für Perspektive aber auch der wahre Geist und die Praxis des Buddhismus – ahimsa oder Gewaltlosigkeit, annicha oder Vergänglichkeit – einschließlich die der Macht und und Einfachheit. Die offizielle Vesak-Feiern, mitsamt okroyiertem Stempel der Streitkräfte erscheinen plötzlich als eine „politische Religion“, mobilisiert zum persönlichen politischen Gewinn von einem Herrscher, der sich selbst als Gott-König zu projezieren wünscht, weil er „den Terrorismus in dem Land besiegt“ hat.

Religion wurde schon immer benutzt und missbraucht von Nationalisten und Selbst-Befreier der „Verdammten dieser Erde“, und zwar in einer Weise, die oft im diametralen Widerspruch zu Geist und Praxis der Lehren stand. Nirgendwo ist diese Tatsache deutlicher als in Sri Lanka, wo die buddhistischen Prinzipien der Gewaltlosigkeit, Metta und Karuna verdrillt wurden, kommerzialisiert und vermarktet und vulgarisiert bis zur Unkenntlichkeit durch politisch-religiöse Autoritäten und Nationalisten – auch manifestiert im Bau von immer neuen, immer grandioseren Stupas und Statuen, extravaganten Bodhi- und pahan-Pujas um den Kriegs-Sieg zu feiern, anstatt der Opfer von Gewalt zu gedenken und über Samsara zu meditieren. Genau wie Osama bin Laden den Islam benutzte, um Gewalt zu fördern, verwendet Mahinda Rajapakse den Buddhismus um die fortgesetzte Militarisierung, die Bevormundung der Minderheiten und die Unterdrückung der Armen zu legitimieren.

Osama Bin Laden wollte einen religiösen Staat schaffen, aber die Aufstände in der Region haben sowohl seine als auch die westlich-orientalistische Version des Islam in Frage gestellt. Buddhisten in Lanka müssen das aktuelle Konstrukt, den Gebrauch und den Missbrauch des Buddhismus durch Politiker herausfordern und hinterfragen.

Jenseits des öffentlichen religiösen Nationalismus des Rajapaksa-Regimes und seine Feier des Sambuddhathva Jayanthi gibt es eine weiteren, sanfteren und die wahrer Geschichte der Religion in Lanka, wo Hindus, Buddhisten, Muslime und Christen, Singhalesen und Tamilen koexistierten haben und gemeinsame Götter hatten, und man könnte hinzufügen, Göttinnen – lange zuvor und Jahrhunderte vor der Geburt des modernen Staates und der Erfindung der „Religion“ als eine Form des Nationalismus in Südasien. Ironischerweise haben singhalesische Nationalisten, die selbsternannten „Beschützer“ und „Wächter“ mit Gewehren in den Händen, um die Version von Sri Lankas Regimes der öffentlichen Religion zu verteidigen, tatsächlich kolonialen Bauten unter dem Label des „protestantischen Buddhismus“ konstruiert.

Die Vergangenheit, das ist ein anderes Land

Der Gelehrte Dr. Roshan de Silva Wijeyeratne, hat vorgeschlagen, dass „das Erbe des singhalesischen Buddhismus von den Kräften des singhalesischen buddhistischen Nationalismus gerettet werden kann“. In den aktuellen nationale, öffentlichen religiösen Diskursen in Sri Lanka gibt es die Vermutung, dass der (Theravada) Buddhismus in erster Linie und fast ausschließlich auf das singhalesische Volk beschränkt ist, die als Hüter des Glaubens sind (hauptsächlich seit der Hinduismus die heute dominierende Religion in Indien und Nepal ist, die Geburtsstätten des Buddhismus). Die Mahawamsa, eine uralte Chronik, die verschiedenen Lesungen und Misinterpretationen von singhalesischen Patrioten unterliegt, wurde als das Fahrzeug der Projektion Rajpaksas ausgelegt, seine größe als Beschützer und Förderer der Religion darzustellen. Die drei neuen Kapiteln zur Mahawamsa müssten nun den UNO-Bericht und dessen Aussagen wegen „glaubwürdiger Anschuldigungen wegen Kriegsverbrechen ‚ hinzugefügt werden; dagegen verwahrt sich die Firma Rajapaksa Bros. Inc. indem sie versucht, sich mittels der Hyper-Militarisierung des Landes und erfundenen Traditionen der öffentlichen Religion zu schützen.

Buddhismus, ist eine der „großen Weltreligion“, und kann nicht so leicht eingemeindet werden um die Interessen der jeweiligen politischen Ambitionen zu dienen. Buddhismus ist transnationale und von pan-ethnischem Charakter, bedeutet Geist und Praxis. der Buddhismus gehört nicht den singhalesischen Nationalisten noch dem Rajapaksa-Regime. In der Tat ist es an der Zeit, dass der wahre Buddhisten den Geist und die Praxis des Buddhismus vom nationalistischen politischen Diskurs zurückfordert.

Bis zur Veröffentlichung des UN-Bericht hatte die Rajapaksa-Herrscherfamilie angestrebt, auf ewig Lankas Herrscher zu sein, mit der sich selbst vergebenen „carte blanche“ Belohnung für die Niederlage der LTTE und unterstützt durch spätere Siege bei Präsidentschaftswahlen, nationalen und kommunalen Wahlen. Daher die rasche , durch Schleichwerbung unterstütze Entfernung der bedingten Amtszeit des Präsidenten über die Grenzen der Vernunft hinuas bei der 18. Änderung der Verfassung im Jahr 2010, kurz nach dem Sieg. Doch diese innenpolitischen Siege wurden dadurch erleichtert, dass der Krieg endlich vorbei war und sie wurden unterstützt durch die Tatsache, dass die Oppositionspartei, die United National Party(UNP) in Fetzen liegt durch den Mangel an interner Demokratie unter Parteichef Ranil Wickramasinghe, der viel zu viele Wahlen verloren hat, sich aber trotzdem und standhaft weigert sich zurückziehen und endlich den Weg für Jüngere freizumachen. Die JVP ist derzeiz als einzige Oppositionspartei in der Lage, die Rajapaksa-Kriegsmaschine, die heute zunehmend auf die südlichen Gemeinwesen gerichtet ist, herauszufordern.

In Ermangelung einer echten Teilung der Macht oder der Versöhnung mit den Minderheiten sowie der Zivilgesellschaft liegt unruhig der Kopf, der eine zunehmend hohle Krone von Sri Lanka trägt – daher der aktuelle Exzess von Militarismus und öffentlicher Religion. Denn…

Innerhalb der hohlen Krone 


Die rundet die sterblichen Schläfen des Königs


Hält der Tod Hof,

und dort, wo die Antiken sitzen, 


Spottet er des Staates und spottet auch dem Pomp.

Kommentar verfassen

Bitte logge dich mit einer dieser Methoden ein, um deinen Kommentar zu veröffentlichen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s