Vinayagamurthi Muralitharan


„Ich bin nicht kein Verräter an der Sache der Tamilen“ – Karuna

Von Jamila Najmuddin aus The Sunday Leader im September 2011

Vinayagamoorthy Muralitharan, stellvertretender Minister für Umsiedlung, alias Karuna, spricht mit dem Sunday Leader, über Anstrengungen, die verbleibenden, vom Krieg vertriebenen Menschen, die im Menik Farm Lager Zuflucht fanden, umzusiedeln sowie über die Bedenken deswegen, die von einigen tamilischen Diaspora-Gruppen erhoben wurden.

Frage: Herr Minister, was passiert mit der Umsiedlung der Vertriebenen? Wann werden wir ein Ende des gesamten Prozesses zu sehen bekommen?

Muralitharan: Fast 98 Prozent der Umsiedlung ist nun abgeschlossen. Jetzt haben wir nur noch 7.000 Menschen in Menik Farm, die daruf warten, umgesiedelt werden. Wir haben auch noch rund 600 Familien in der Region Muttur, die an anderer Stelle verlegt werden müssen, da einige Ländereien in Sampur für ein Projekt erworben wurden. Dieses Projekt hat bereits begonnen, so dass wir diese Menschen in einem anderen Bereich verlagern können. Der Gouverneur der östlichen Provinz sieht derzeit nach dieser Angelegenheit, und die Regierung wird dafür sorgen, dass freie Ländereien gegeben werden, damit diese Familien so schnell wie möglich wieder angesiedelt werden können.

Frage: Es gibt auch Berichte, dass es zwar Pläne der Regierung gibt, Menik Farm zu schließen, die Vertriebenen aus diesem Lager sollen nicht in ihrer ursprünglichen Heimat angesiedelt werden sondern an anderer Stelle. Die Regierung pflegte ja seit jeher zu sagen, dass jeder in seine ursprünglichen Heimat zurück kommt. Ist das wahr?

Muralitharan: Das ist nicht ganz richtig, wenn ich auch zugeben muss, dass wir stehen vor einigen kleinen Problemen in diesen Bereichen. Einige Bereiche in Mullaitivu wurden ausgewählt, um dort Kasernen aufzubauen, da diese Gegenden früher von den Terroristen kontrolliert wurden. Unsere Verteidigungskräfte sind nun dabei, große Militärlager in bestimmten Bereichen aufzubauen, da diese früher unter Kontrolle der LTTE waren. Auf die gleiche Weise haben wir Stützpunkte in Trincomalee, Colombo, Katunayake, etc. Die Regierung plant nun, eine massive militärische Basis im Norden auf zu machen. Aus diesem Grund hat ein kleiner Prozentsatz der Familien ihre ursprüngliche Heimat in dem Bereich, wo wir planen, diese Basen zu errichten. Allerdings haben diese Leute nichts zu kümmern, da der Präsident uns befohlen hat, ordnungsgemäße Häuser für diese Familien zu bauen und sie nahe ihrer Heimat zu verlegen.

Frage: Warum braucht die Regierung neue Militär-Lager oder Militärbasen; nun, da der Krieg beendet wurde?

Muralitharan: Wir brauchen Militärbasen in jedem Bezirk, um die Sicherheit des Landes gewähren zu können. Wir können nicht sagen, wir brauchen diese Basen nur dann, wenn Krieg ist, weil in der ganzen Welt jedes Land Militärbasen unterhält, ob sie vor einem Krieg stehen oder nicht. Auch in Indien können wir sehen, dass es große Militärbasen in den meisten Staaten gibt. 
Wir planen, all die kleinen Militärlager zu entfernen und sie zu diesen großen Militärbasen in jedem Bezirk zu kombinieren. Wir werden in jedem Bezirk ein Armee-Camp, eine Marine Camp und ein Luftwaffe Lager haben. Zur gleichen Zeit können wir nicht sagen, dass die terroristischen Probleme in diesem Land vorbei ist. Auf unserem Boden sind wir da 100-prozentig sicher, dass es keine Bedrohung mehr gibt, aber vielleicht in der Diaspora, da von dieser Seite noch immer weiter nach einem eigenen Staat in Sri Lanka verlangt wird.

Frage: Sie sagen, dass wir einer Bedrohung aus der Diaspora gegenüber stehen. Wie groß ist diese Gefahr?


Muralitharan: Die tamilische Diaspora, das sind unsere Leute. Sie sind alle Srilanker und wir können sie nicht wegwerfen. Allerdings müssen sie die Realität verstehen, womit sie sich immer schwer getan haben haben. Ein Beispiel: der Bezirk Mullaitivu wurden schwer vom Krieg betroffen. Die Diaspora verfügt über eine Menge Geld und auch Technologie, doch haben sie noch nie etwas getan, um diese Bereiche zu entwickeln.

Sie plärren und randalieren laut aus ihren Luxus-Umgebung heraus, aber sie haben bisher nicht einmal ein einziges Haus für die Vertriebenen gebauten. Einige europäische Länder unterstützen diese Diaspora, da diese Länder nicht sehen wollen, wie Sri Lanka sich entwickelt, da wir viele Freunde in der Region gemacht haben.

Zum Beispiel, Indien das sind unsere Verwandten und zur gleichen Zeit sind China, Japan und Pakistan alle unsere Freunde. Wir haben nie Indien vernachlässigt, und wir müssen auch zugeben, dass wir China brauchen, weil es uns bei der Entwicklung dieses Landes sehr hilft. Auch Japan hat uns schon viele Gelder gegeben und erst vor kurzem sogar einen Zuschuss von Rs.1, 600 Millionen für den Bau einer Brücke in Batticaloa. 
Während wir enge Beziehungen mit diesen Ländern unterhalten, sind die USA jetzt über eine chinesische Invasion Sri Lankas besorgt. Auch Europa ist über eine chinesische Invasion oder eine indische Invasion besorgt. Dies sind lauter falsche Einstellung des Westens und Europas und aus diesem Grund sind sie sehr daran interessiert, was in Sri Lanka passiert.

Frage: Was sind Ihre Ansichten über die Transnationale Regierung von Tamil Eelam (TGTE)?

Muralitharan: Die transnationale Regierung wurde illegaler Weise gebildet und es gibt kein Land, das diese Organisation unterstützt.

Frage: Wie würden Sie reagieren auf Vorwürfe von Seiten einigen Diaspora-Gruppen, die Sie als „Verräter“, der Tamilen sehen?

Muralitharan: Ich bin nicht der Verräter. Der Verräter war Prabhakaran. Als ich in der LTTE war, war der Grund, warum wir kämpften, weil wir dachten, wir würden von der Regierung vernachlässigt. Vor allem während der 1983 Unruhen wurden viele Tamilen getötet. In jenen Tagen dachten wir, wir hätten nicht das Recht, in diesem Land zu leben und so begannen wir den Krieg. Doch nach einiger Zeit wandelte sich der Krieg um in reines Überleben. Aber wir erkannten nicht, dass wir nicht die Rettung unserer Leute sind und stattdessen viele unserer Leute starben. Was ist der Sinn von Freiheit, wenn alle sterben? Ich erkannte dies als falsch war und fing mit den Friedensgesprächen an während der UNP-Regierung, als ich Frieden in diesem Land sehen wollte. 
Ich habe versucht, Prabhakaran zu ändern und ich sagte ihm, dass dies eine gute Chance sei, und ich würde versuchen, eine politische Lösung für die tamilischen Menschen zu erreichen. Ich sagte ihm, dass, wenn wir nicht aufhören mit dem Krieg, wir unnötigerweise alles verlieren würde. Allerdings hat er nie zugestimmt. Nun, was ist passiert? Prabhakaran ist tot und mit ihm starben auch viele unschuldige Tamilen, als er Zivilisten als menschliche Schutzschilde benutzte, um zu versuchen, sein eigenes Leben zu retten.

Frage: Es gibt Berichte, dass es Versuche gibt, Gebieten „singhalesisch“ zu machen, die historisch tamilischen Gebieten sind. Haben Sie Kenntnis von solchen Bestrebungen der Regierung?


Muralitharan: Das ist völlig falsch. Die Kultur der singhalesischen und tamilischen Menschen ist die gleiche. Wir kamen alle aus Indien, das ist unsere gemeinsame Geschichte. Nur die Sprache der singhalesischen und tamilischen Menschen ist anders. In Indien und Sri Lanka schätzen die Menschen schätzen und verehren die Menschen Hindu-Götter, während viele Hindus auch Buddha verehren. Wenn das tamilische Volk es wünschte, können sie in die Buddhistischen Tempel gehen und umgekehrt. Wir können sie nicht aufhalten. In Batticaloa haben wir mindestens drei Bhuddistisch Tempel, die gebaut wurden, bevor der Krieg begann und viele Tamilen sind immer noch da, um Gottesdienste abzuhalten. 
Einige Leute missbrauchen, das was passiert und versuchen, Chaos zwischen den Tamilen und den Singhalesen zu schaffen. Alle diese Berichte sind falsch.

Frage: Der Präsident hat angekündigt, das Umsiedlungs-Ministerium im nächsten Jahr aufzulösen; was wird Ihre Rolle dann in der Regierung sein?


Muralitharan: Nun, der Präsident wird kein Umsiedlungs-Ministerium mehr brauchen, wenn die Umsiedelung der Vertriebenen abgeschlossen ist. Danach wird der Präsident entscheiden, was er mir gibt oder was er mit mir vor hat und ich werde genau das tun, weil ich den Menschen dienen will.

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In der Vergangenheit zu graben bringt nur Hass hervor

Übersetzt aus The Nation vom 5. Mai 2011

Von Arthur Wamanan

Colombo – Der ehemalige starke Mann der LTTE und jetzige SLFP Vice-Präsident und stellvertretender Minister für Umsiedlung, Vinayagamurthi Muralitharan (alias Karuna) sagt, dass das Graben in der Vergangenheit nur neuen Hass unter die Menschen bringe. In einem Interview mit „The Nation“, wies der stellvertretende Minister darauf hin, dass diejenigen, die sich für internationale Untersuchungen über mutmaßliche Kriegsverbrechen einen Krieg im Land heraufbeschwören.

Er sagte auch, dass Sri Lanka mit der aktuellen Ministerpräsidentin von Tamil Nadu Chief, Jayalalithaa Jayaram, sprechen solle und die herzliche Beziehung mit dem indischen Bundesstaat pflegen solle.

Es folgen Auszüge aus dem Interview:

Frage: Wie sehen Sie die aktuelle politische Lage im Land?

Muralitharan: Das Land ist in die richtige Richtung gegangen seit dem Ende des Krieges. Die Regierung ist sich der Bedürfnisse der Menschen bewusst und sie geht voran mit ihren Plänen mit Zustimmung des Volkes. Die Regierung wird nichts gegen den Willen des Volkes tun.

Mehrere Entwicklungsaktivitäten gehen voran, vor allem im Norden und Osten. Wir können diese Bereiche nicht entwickeln innerhalb einer kurzen Zeitspanne. Die Agrar-und Fischereisektoren haben eine deutliche Verbesserung erfahren.

Wir wollen auch den Tourismussektor in diesen Gegenden entwickeln. Wir haben z.B. ein Touristenhotel in Pasikuda geöffnet und hoffen, dass wir damit auch Beschäftigungsmöglichkeiten für die örtliche Bevölkerung geschaffen haben.

Frage: Der UNO-Panel-Bericht hat gemischte Reaktionen aus der ganzen Welt ausgelöst, wobei einige Länder eine internationale Untersuchung der darin enthaltenen Vorwürfe fordern. Sie hatten selbst teilgenommen an den militärischen Kämpfen, bevor sie in die aktive Politik gingen. Wie sehen Sie diese Situation?

Muralitharan: Ich sehe es aus einer anderen Sicht. Dieses Land ist durch eine Vielzahl von Problemen durch den Krieg gegangen. Es ergibt keinen Sinn jetzt darüber zu reden. Diese Dinge werden von den Parteien verschärft, die dieses Land in Aufruhr sehen wollen. Das Graben in der Vergangenheit bringt nur noch einmal Hass unter die Menschen. Wollen diese Leute wirklich einen neuen Krieg in Sri Lanka haben? Auch ich habe ein Familienmitglied durch den Krieg verloren. Es gibt keine Punkte zu gewinnen beim Graben in der Vergangenheit. Es wird nur Bitterkeit und Hass bringen.

Es gab gewisse Beispiele, in Ägypten und Libyen etwa, wo sich das Volk gegen die Machthaber erhob. Doch die waren nicht demokratisch gewählte Führer. Dies ist nicht der Fall in Sri Lanka. Unser Präsident ist ein demokratisch gewählter Präsident. Er hat die Macht mit der Unterstützung der Menschen kommen. Deshalb hat er die Pflicht, jeder von ihnen zu schützen. Deshalb hat er die humanitären Operation im Norden eingeleitet, um die Menschen dort aus den Fängen der LTTE zu befreien.

Es gibt keinen Sinn, Untersuchungen einzuleiten, denn wenn sie eine hätten, müssten sie Leute wie Rudrakumaran, den Kopf der Transnationalen Regierung von Tamil Eelam (TNGTE) verhaften. Es gibt keine verbleibenden LTTE-Führer oder -Kader mehr im Lande.

Frage: Wie sehen Sie die Rolle von Indien, besonders nach dem UNO-Panel-Bericht und den Wechsel der Regierenung in Tamil Nadu?

Muralitharan: Die Rolle Indiens in Sri Lankas Politik ist sehr wichtig. Sie half uns, den Terrorismus zu besiegen. Allerdings glaube ich nicht, dass Indiens Außenpolitik sich im aktuellen Kontext ändern wird. Es wird auch weiterhin eine gesunde Beziehung zu unserem Land aufrecht erhalten. Indien ist auch eines der Länder, die teilnahmen an der Verteidigungs-Konferenz in Colombo, die abgehalten wurde in der letzten Woche. Daher ist klar, dass Indien an der Aufrechterhaltung einer guten Beziehung mit dem Land etwas liegt. Aber ich glaube auch nicht, dass Indien eine direkte Beteiligung an der politischen Situation überhaupt will. Denn das könnte den Druck auf die Zentralregierung aus Tamil Nadu erhöhen. Selbst dabei glaube ich nicht, dass es eine Auswirkung auf die Beziehung der beiden Länder haben würde.

Darüber hinaus sei noch erwähnt, dass die derzeitige Ministerpräsidentin von Tamil Nadu, Frau Jayalalithaa Jayaram die LTTE nie gebilligt oder gar unterstützt hat oder deren Ansichten teilte. Die Regierung ist bereit, mit ihr zu reden und die unterschiedlichen Ansichten auszubügeln, wenn es denn welche gibt. Tamilisch Nadu hat die Verantwortung, unserem Volk zu helfen, wie es das in der Vergangenheit ja auch getan hat.

Frage: Was ist mit dem Prozess der Wiederansiedlung?

Muralitharan: Es läuft reibungslos. Es gibt noch rund 16.000 Menschen in der Sozialstationen und wir hoffen, dass der Umsiedlungs-Prozess sehr bald abgeschlossen ist. Gleichzeitig geben wir auch weiterhin Hilfe für diejenigen, die bereits umgesiedelt sind.

Frage: Es gab ein paar Vorfälle im Distrikt Batticaloa, wo einer der Organisatoren der SLFP vor ein paar Wochen erschossen wurde. Was genau ist passiert und wie ist die Situation jetzt gerade dort?

Muralitharan: Ja. Er war der SLFP-Vertreter für Batticaloa und war auch ein Treuhänder des örtlichen Tempels. Ich verurteilte die Tötung. Ich bin sehr unglücklich darüber. Er war unterhalb der Taille gelähmt und an den Rollstuhl gefesselt. Dieser Mord wurde von den Menschen in der Ostprovinz Chief Minister Sivenesathurai Chandrakanthan (alias Pillayan)begangen. Einer seiner Anhänger, Pradeep Master, ist im Zusammenhang mit dem Vorfall festgenommen worden. Dies deutet darauf hin, dass die Tamil Makkal Viduthalai Pulikal (TMVP) eine Hand hat in diesem Mord hat. Wir müssen abwarten und sehen, ob der Ministerpräsident direkt hinter solchen Vorfällen steht, die Untersuchungen sind im Gange. Diese Leute werden von der Macht entfernt werden bei den nächsten Wahlen.

Frage: Es gab Spannungen und strengen Sicherheitsvorkehrungen in der Gegend nach dem Vorfall. Wie ist die aktuelle Situation dort? Besteht die Möglichkeit, dass die Situation dort noch einmal außer Kontrolle gerät?

Muralitharan: Nein, wir werden niemals zulassen, dass die Situation außer Kontrolle gerät. Ich war nach den beiden Vorfällen dort in der Gegend und traf mich mit dem Personal der Sicherheitskräfte und der Polizei. Wir diskutierten über die Schritte, die ergriffen werden müssen, um sicherzustellen, dass diese Situation nicht entgleisen kann.

Frage: Aber der östlichen Provinz besteht aus Angehörigen aller Gemeinschaften. Die Region ist empfindlicher als der Norden. Wie reagieren die dort lebenden Menschen auf solche Situationen?

Muralitharan: Die Menschen haben selbst dafür gesorgt, dass die Situation nicht außer Kontrolle gerät. Sie haben in einer friedlichen Umgebung nach Osten gelebt, seit sie von der LTTE befreit wurden. Die Menschen leben in Einigkeit und haben keinerlei Probleme. Schon jetzt gibt es perfektes Verständnis zwischen den Gemeinschaften.

Frage: Was haben Sie über die Recht und Ordnung im Osten zu sagen nach diesen Vorfällen?

Muralitharan: Wie gesagt, traf ich mich mit den Sicherheitskräften und der Polizei. Sie haben alle möglichen Maßnahmen, um Recht und Ordnung aufrecht zu erhalten zu gewährleisten. Die Menschen glauben an das Gesetz, ganz besonders jetzt nach den von der Polizei getroffen Schritten, um Pradeep Master zu verhaften. Dies ist es, was wir jetzt brauchen.

Die Pistolen-Kultur ist tot und verschwunden. Es gibt bestimmte Gruppen, die die Pistolen-Kultur wiederbeleben und Spannung erzeugen wollen. Wir sollten nicht zulassen, dass das passiert. Gleichzeitig möchte ich feststellen, dass ich keine Probleme mit dem Ministerpräsidenten dort habe. Wir haben unterschiedliche Meinungen, ja. Was ich aber sage ist, dass wir nicht zu Gewalt und Waffen greifen werden und das Land wieder ein Blutvergießen über sich ergehen lassen muss. Die Sicherheitskräfte Personal werden drastische Maßnahmen ergreifen gegen diejenigen, die die Pistolen-Kultur wollen und Gewalt zu fördern versuchen.

Frage: Die Tamil National Alliance (TNA) hält Gesprächen mit der Regierung wegen der Bewältigung der unmittelbaren Bedürfnisse der Menschen durch den Krieg und ist auch auf der Suche nach einer dauerhaften Lösung des ethnischen Problems. Wie sehen Sie diese Entwicklung? Glauben Sie, dass dies erfolgreich sein kann bei der Suche nach einer Lösung des langjährigen ethnischen Problems?

Muralitharan: Es ist wirklich ein sehr guter Schachzug von beiden Parteien Gesprächen zu beginnen. Probleme müssen durch Gespräche und Dialoge angegangen werden. Es spielt keine Rolle, ob eine dauerhafte Lösung durch diese Dialoge erreicht wird. Die Hauptsache ist, dass die TNA und die Regierung zum Sprechen kommen. Als tamilisch sprechenden Politiker, begrüße ich dies sehr! Die Regierung erfährt, was die TNA eigentlich will. Gleichzeitig könnte dies als eine Plattform für die TNA verwendet werden, um ihre Anliegen vorzubringen.

Frage: Sie treten für die Einheit unter tamilischen Politiker an zur Lösung der Probleme, mit denen sich das tamilische Volk konfrontiert sieht. Die tamilische Parteien gehen nun zusammen und bildeten ein Forum, um sich mit den Fragen von den Tamilen befasst. Wie sehen Sie die Fortschritte der Parteien an dieser Front.

Muralitharan: Ja. Einigkeit unter den politischen Parteien der Tamilen ist ein sehr wichtiger Faktor bei der Lösung der Probleme. Es macht keinen Sinn, wenn für diese Parteien, unabhängig zu arbeiten. Die Gründung des Tamil Political Parties Forum (TPPF) war und ist eine sehr gute und sinnvolle Bewegung. Allerdings hat der Fortschritt ein wenig gelitten durch die Nicht-Beteiligung der TNA sowie anderer offener Fragen. Ich hoffe, dass diese Probleme bald behoben werden und sie ihre Sitzungen reibungslos fortführen.

Ich, als verantwortlicher Politiker der tamilischen Sri Lanka Freedom Party (SLFP), stellt meine Unterstützung für diesen Schritt zur Verfügung, um weitere Fortschritte einzuleiten.

Frage: Es hat viel Diskussion über die Umsetzung der 13. Änderung der Verfassung gegeben. Es gibt bestimmte Parteien, die fordern, die Befugnisse der Polizei den Provinzräten abzugeben. Wie sehen Sie das?

Muralitharan: Nun, das ist Indien ein sehr großes Land. Deshalb hat jeder Staat seine eigene Regierung, die ihre eigenen Kräfte besitzt. Das gleiche System kann nicht in Sri Lanka funktionieren, einfach weil wir ein sehr kleines Land sind.

Wenn Sie speziell reden über polizeilichen Befugnisse, gibt es bestimmte praktische Schwierigkeiten bei der Umsetzung dieser Vorstellungen. Zum Beispiel, wenn der östlichen Provinzrats polizeilichen Befugnisse hätte, würde es nicht möglich sein, unparteiische Untersuchungen im vorliegenden Kontext zu führen. Alles würde manipuliert werden. Daher ist es schlicht nicht praktikabel, das zu tun.

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