Rajavarothiam Sampanthan


„Ich betrachte das singhalesische Volk wie meine eigenen Brüder und Schwestern“ – TNA-Parteichef R. Sampanthan

Von Rohan Abeywardena für The Island vom 7. August 2011

Der Parteichef der Tamil National Alliance (TNA) Rajavarothiam Sampanthan hat in der Folge des deutlich harten Standpunktes bei der Sitzung am vergangen Donnerstag gegenüber der Regierung, von der die TNA innerhalb der nächsten 10 möchte, dass sie endlich auf fünf Monate alte Vorschläge reagiert sich mit The Island zu einem langen Interview zusammen gesetzt. Sampanthan besteht darauf: die TNA hat damit kein Ultimatum ausgesprochen und man sei weiterhin bereit zu Gesprächen.

Frage: Obwohl sich die Dinge vielleicht nicht so sehr in Sachen Dezentralisierung bewegt haben, hat die Regierung viel getan, um die Infrastruktur im Norden und Osten zu verbessern. Selbst im Fall der Vertriebenen hat sie mehr als 270.000 der etwa 300.000 Insassen, die in Lagern angesiedelt wurden, wieder angesiedelt. Warum pocht die TNA immer auf die negativen Aspekte? Bei den kürzlich abgeschlossenen kommunalen Wahlen hat die TNA laut Minister Douglas Devananda rassistische Hass aufgepeitscht. Ist das der Weg, um zu bekommen, was man will?

R. Sampanthan: Es darf keine Annahme geben, dass das, was Douglas Devananda sagte, in der Tat passiert ist. Es darf keine Annahme geben, dass die TNA rassistische Propaganda betreibe, aber die TNA ist berechtigt, sich über die Tatsache, dass inakzeptable Dinge geschehen zu beschweren – und die Art und Weise auf die Beschwerden der TNA zu reagieren ist, den Menschen sagen, diese Dinge seien nie geschehen. Es ist extrem leicht, besonders wenn Sie keine eigene Entschuldigung haben für das, was Sie zu tun, der TNA vorzuwerfen, sie sei rassistisch; besonders wenn man versucht, die Menschen zu unterwerfen, einzuschüchtern, sie bedroht, Zwang ausübt, versucht, die Menschen zu bestechen, den Menschen verschiedene Arten von Geschenken andreht imTausch für ihre Stimmen und den gesamten Regierungsapparat verwendet, die Militärs, die Stadthalter in der Provinz sowie den Präsidenten und ganzen Heerscharen von Ministern, die ihren Wohnsitz für mehre Tage in den Norden verlegten und die alles taten, um die Wahl zu gewinnen. Und wenn man besiegt ist, wird es leicht für die Sieger zu behaupten, dass auf der anderen Seite rassistische Propaganda betrieben wird; und daher haben wir verloren.

Dies ist, was geschieht. Es ist der Versuch, die Frage zu beantworten, eine Entschuldigung für die Tatsache zu finden, warum die Menschen sie abgelehnt haben. Nur in drei Pradeshiya Sabhas, konnten Vertreter der Regierung gewinnen – und das in einem Gebiet im Norden, das unter der Herrschaft von militärischen oder paramilitärischen Gruppen steht – darüber sollte die Regierung sich schämen. Es ist unverschämt zu behaupten, Tamil National Alliance mache rassistische Propaganda. Wir haben den Menschen die Wahrheit gesagt.

Nun sprachen Sie über die Menschen, die die Camps verlassen und zurückkehren durften. Haben sie eine Unterkunft? Haben sie ein Haus wie vorher? Hat die Regierung – wie versprochen – auch nur ein Haus für eine einzigen Vertriebenen Tamilen errichtet? Indien hat 50.000 Häuser zugesagt. Auch da ist der Fortschritt nur sehr langsam. Die Regierung versucht, dies für ihre politische Zwecke zu nutzen. Douglas Devananda versucht, diese Häuser, an Menschen zu vergeben, die ihn politisch unterstützen, nicht an die zu geben, die sie wirklich verdienen – und Sie haben die Frechheit, über Rassismus zu sprechen. Haben diese Leute ihre Jobs zurück? Haben diese Leute ihre Fanggerätschaften zurück bekommen? Haben diese Leute ihre landwirtschaftliche Geräte zurück bekommen? Sind diese Menschen in der Lage ihren Hof zu bewirtschaften oder dem Fischfang nachzugehen oder ihre Tierhaltung wieder aufzunehmen oder ihre Heimarbeit in der Art und Weise zugestalten, wie sie der Lage waren dies zu tun, bevor der Krieg begann?

Sie wagen zu sagen, alles sei in bester Ordnung, nur weil eine große Zahl von Menschen, die lange eingesperrt waren, endlich freigelassen wurden!

Frage: Niemand sagt das…

R. Sampanthan: Eine große Zahl von Menschen, es sind Zehntausende, leben noch in Lagern. Vor zwei Tagen wurde eine Entscheidung in Mulaitivu getroffen und die Regierung sagte, dass in einigen Bereichen von Mulaitivu zehn Dörfern nicht neu besiedelt werden könnten, weil die Minenräumung noch nicht abgeschlossen sei. Nun, was soll das jetzt bedeuten? Sie haben eine Entscheidung getroffen, dass diese Menschen nicht in ihrer ursprünglichen Ländereien und ihren ursprünglichen Dörfern angesiedelt werden. Sie werden in einem Ort namens Kombavil abgesetzt werden. Doch all‘ diese Menschen sind Fischer und die Dörfer in denen sie einst lebten waren am Meer gelegen. Jetzt werden sie acht Kilometer entfernt vom Meer im Inland angesiedelt, an einem Ort, wo sie ihrem Lebensunterhalt als Fischer nicht nachkommen können. Warum tut die Regierung das? Die Regierung behauptete in all den Monaten, dass diese Menschen wieder in den Bereichen angesiedelt werden sollen, aus denen sie vertrieben wurden. Jetzt will die Regierung sie nach Kombavil schicken.

Schon möglich, dass hier und da gewisse Dinge getan werden, aber die Umsiedlung sowie das Rehabilitationsprogramm ist aus der Sicht der Regierung ein rein politisches Programm, wo sie versucht, mit der Unterstützung von einigen Leuten eine Basis im Norden aufzubauen – was die Menschen dort nicht bereit zu akzeptieren, denn es ist nicht getan in einer koordinierten Art und Weise, um eine qualitative Verbesserung der Lebensbedingungen der Menschen zu bringen.

Frage: Man kann nicht alles über Nacht erreichen…

R. Sampanthan: Wir sprechen nicht von ‚über Nacht‘, zwei Jahre sind ins Land gegangen. Was hat in den vergangenen zwei Jahren erreicht worden ist, ist minimal.

Frage: Trotzdem wir ein Land der Dritten Welt sind, ist eine Menge Arbeit geleistet worden, besonders beim Wiederaufbau der Infrastruktur im Norden und Osten.

R. Sampanthan: Ich bin durch mein Volk gewählt worden, um sie zu vertreten. Warum bin ich nicht in diesen Dingen involviert? Wir stellen 14 Mitglieder des Parlaments. Unsere Abgeordneten sind von den Menschen des Nordens gewählt worden, warum sind wir dann nicht beteiligt? Weil Sie erst ihr Ziel und ihre Agenden erreichen wollen. Sie versuchen, die demografische Entwicklung der Region zu verändern. Sie versuchen, die kulturelle Identität dieser Gebiete zu verändern. Das ist, was Sie tun und die Leute dort haben bei der Wahl ihr Urteil dazu abgegeben.

Frage: Die Co-Vorsitzenden haben etwa vier Milliarden US-Dollar versprochen während der Verhandlungen um Frieden zu bringen. Jetzt dist der Frieden angebrochen. Also, warum kommen Sie nicht nach vorne und bitten sie, die zugesagte Hilfe zu leisten, wenn Sie wollen, dass Verbesserungen schneller geschehen und wissen, dass die Regierung nicht in der Lage ist, alles zu geben?

R. Sampanthan: Wenn wir Autorität in der Hand haben, werden wir das Geld bekommen und genau das tun – aber wir haben keine Autorität in unseren Händen. Obwohl wir durch unser Volk gewählt sind, um nach ihrer Angelegenheiten zu sehen, müssen unsere Leuten, mit den Herren des Landes verhandeln. Menschen, die dorthin gehen, als Minister, legen einen Grundstein, halten einen Vortrag, aber interagieren nicht mit unserem Volk, weil sie die Meister, die Vorgesetzten sind. Unsere Leute sind nicht in der Lage, mit denen, die sie politisch gewählt haben, demokratisch zu interagieren. Wenn wir in Autorität und wenn wir die Macht haben, werden wir die erforderlichen Mittel aufbringen und diese Dinge tun. Aber die Regierung gibt uns nicht die Macht, und sie werden es selber nicht tun. Das ist die Situation.

Frage: Die internationale Gemeinschaft kommt nicht zur Hilfe, um den Frieden zu festigen…

R. Sampanthan: Wie soll die internationale Gemeinschaft auch nach vorne kommen, um euch zu helfen, wenn es sehr schwere Verbrechensanschuldigungen gegen die Regierung gibt, sehr ernste Anschuldigungen?

Frage: Die sogenannte internationale Gemeinschaft macht aus einer einem Maulwurfshügel einen Berg, während sie viel unschuldiges Blut an ihren Händen haben. Weit schlimmere Gräueltaten wurden an Orten wie dem Irak und Afghanistan begangen. Jetzt gerade wird riesiger Schaden in Libyen verursacht, aber es wurde nichts getan, um noch viel schlimmer Diktatoren wie in Tunesien und Ägypten zu vertreiben, bis es denen nicht mehr möglich war, an der Macht zu bleiben. Haben die internationale Gemeinschaft etwas getan, um Gerechtigkeit nach Bahrain oder den Jemen zu bringen?

R. Sampanthan: Es ist nicht meine Aufgabe, die internationale Gemeinschaft zu verteidigen. Ich spreche nicht über Libyen, Ägypten, Irak oder Afghanistan. Ich bin besorgt über Sri Lanka.

Frage: Es gibt keinen Zweifel, es war ein schrecklicher Krieg hier ebenso wie anderswo. Es war ein Kampf bis zu Ende. Aber jetzt müssen wir ein neues Leben beginnen und neu anfangen. Also, wenn wir weiterhin über die Vergangenheit streiten wird sich nicht ändern…

R. Sampanthan: Sie können nur dann aufhören mit dem Gezänk über die Vergangenheit, wenn Sie bereit sind, das Richtige zur richtigen Zeit zu tun und das Richtig tun, soweit es die Zukunft betrifft. Worauf die internationale Gemeinschaft drängt, und was die Regierung Sri Lankas lange der internationale Gemeinschaft versprochen hat, ist, dass es eine akzeptable politische Lösung in Sri Lanka geben werde, die alle Srilankern Gleichheit im Status geben wird und allen Srilankern das Gefühl, dass sie sind in Sri Lanka freie Bürger sind und dass sie Interesse an der Zukunft der Gesamtheit Sri Lankas haben.

Die srilankische Regierung bekam die Unterstützung der internationalen Gemeinschaft, um den Krieg zu gewinnen – nun denkt die srilankische Regierung, sie kann an der internationale Gemeinschaft einfach den Rücken kehren und tun, was sie will. In der Tat hat die Regierung nicht nur den westlichen Ländern der internationalen Gemenschaft den Rücken zugewendet, sondern auch Länder wie Indien. Indien, das Sri Lanka geholfen hat, den Krieg zu gewinnen, muss feststellen, dass die srilankische Regierung sich nicht schert über das, was sie gesagt haben; es ist ihne egal. Die srilankische Regierung kocht jetzt sein eigenes Süppchen.

Frage: Offensichtlich muss sich die regierende Partei ihrem eigenen Klientel stellen; so hat sie sich dazu entschieden für den demokratischten Weg, eine Lösung zu finden und betraut mit dieser Aufgabe einem parlamentarischen Ausschuss (PSC), zusammen gesetzt aus Vertretern aller Parteien im Parlament. Was ist falsch daran, so vorzugehen?

R. Sampanthan: Wieviele dieser parlamentarischen Ausschüsse Cohatten wir bisher zur Klärung der ethnischen Frage? Was geschah eigentlich mit dem APRC? Was geschah mit dem Bericht des multi-ethnischen Fachausschusses? Haben diese Berichte je öffentlich? Weiss man, was an den Präsidenten berichtet wurde? Was geschah mit diesen Berichten? Ich sage damit nicht, wir sollten keinen weiteren parlamentarischen Ausschusses bilden, und ich sage auch nicht, dass wir nicht daran teilnehmen werden.

Wir haben das – bisher – nicht gesagt. Wir diskutierten diese Frage mit der Regierung, aber zur gleichen Zeit können wir und sie die Tatsache nicht leugnen, dass die Menschen rechtens skeptisch sind wegen eines neuen PSC, weil so viele ergebnislose parlamentarische Ausschüsse schon kommen und gehen sahenhaben. Chandrika hatte ein Ausschuss. Präsident Premadasa hatte ein Ausschuss. Mahinda Rajapakse hatte die APRC und den multi-ethnischen Experten Ausschuss und das Experten-Gutachten dazu. Wo sind all diese Berichte und Expertisen? Sie sind doch noch alle vorhanden, oder?

Frage: In Chandrika Kamartunges Regierungszeit wurden eine Reihe von endgültigen Vorschläge sogar ins Parlament eingebracht, etwa im August 2000, aber sie wollte ihren Aufenthalt an der Macht verlängern zusammen mit der Umsetzung dieser Reformen, aber die UNP war nicht bereit, diesen Ball zu spielen.

R. Sampanthan: Wissen Sie, das sind die politische Spiele, die Sie spielen. Heute führt die jetzige Regierung einen konstanten Wahlkampf um ihre Machterhaltung auf Kosten des tamilischen Volkes durch das Kleinhalten des tamilischen Volkes, und wenn wir darüber klagen, daß wir zermahlen und zerrieben werden und wir haben das ja in den vergangenen 60 Jahren auch erlebt, dann heißt es, wir seien rassistisch.

Frage: Diese Vorwürfe wurden von Minister Devananda gemacht.

R. Sampanthan: Devananda ist ein… Wer ist Devananda? Er ist wegen Verbrechen in Indien unter Anklage dort. Er ist ein Minister in der Regierung.

Frage: Was das betrifft viele andere auch, viel haben Blut an ihren Händen wegen ihres Einsatzes in diesen Krieg.

R. Sampanthan: Ich habe kein Blut an meine Händen. Versuchen Sie nicht, mich und diese anderen ins selben Boot zu setzen. Ich bin nicht diese Art von Person.

Frage: Wir sagen nicht, dass Sie selbst haptisch Menschen getötet haben…

R. Sampanthan: Körperlich oder nicht, ich habe niemanden getötet.

Frage: Was Devanada gesagt hatte, war, dass Sie Menschen aufgehetzt haben…

R. Sampanthan: Waren Sie dabei? Haben Sie gehört, dass Menschen aufgehetzt wurden?

Frage: Auch Basil Rajapaksa hatte ähnliche Anschuldigungen in der Öffentlichkeit gemacht…

R. Sampanthan: Basil Rajapaksa auch sein Bestes versucht, um die Menschen des Nordens durch Bestechung zu gewinnen. Er war damit nicht erfolgreich.

Frage: Wir könnten wohl ewig weiter argumentieren auf dieser Eben, der Knackpunkte ist in erster Linie eine endgültige Regelung zu Ihren Forderungen an Polizei- und Landesmacht. Also lassen Sie doch das ganze Parlament darüber entscheiden.

R. Sampanthan: Es gibt keinen Knackpunkt. Diese sind alles imaginären Ängste. Alles Ängste, die von der Regierung geschürt werden.

Frage: So wie Sie Ängste haben, hat die Mehrheit hat auch ihre eigenen Ängste.

R. Sampanthan: All diese Befürchtungen werden von der Regierung geschaffen und geschürt. Um zu rechtfertigen, den tamilisch sprechenden Menschen nicht die Kräfte zu gewähren, die normalerweise in jedem System der Machtteilung in irgendeinem Teil der Welt, ob es in den afrikanischen Ländern oder asiatischen Ländern oder Ländern Europas üblich sind. In jedem Teil der Welt werden diese Rechte und Kräfte an Einheiten der Dezentralisierung vergeben.

Frage: C.A. Chandraprema hatte gesagt, dass dies der denkbar schlechteste Zeitpunkt für die Regierung sei, Wahlen im Norden abzuhalten – wegen der vielen negativen Dinge, die passiert sind, sei es mit dem Ban Ki Moon Panel-Bericht, den Channel 4 Videos bis hin zur Wahl der engagierten und feindliche gesonnen Jayalalitha in Tamil Nadu und natürlich vor dem Hintergund, dass die Armee der Zerschlagung einer Wahlversammlung der TNA beschuldigt wurde.

R. Sampanthan: Es war das erste Treffen, dass die TNA hatte, eine nicht-öffentliche Veranstaltung, die von der Armee gestört wurde, und Sie reden darüber, dass unser Verhalten schlecht sei…

Frage: Es bleibt die Tatsache, dass die Regeirung im denkbar ungünstigsten Zeitpunkt in die Wahlen ging…

R. Sampanthan: Wir haben das ja nicht von ihnen verlangen. Sie haben aus eigenem Bestreben getan.

Frage: Dennoch gelang es der Regierung, etwa 37 Prozent der Stimmen zu sichern…

R. Sampanthan: Bestechung, Korruption, Zwang, Einschüchterung. So, nur so, haben sie die Stimmen bekommen. Was auch immer für Stimmen sie bekamen, die Stimmen, die sie bekamen, waren zu einem großen Prozentsatz die, die sie durch korrupte und illegale Praktiken erhalten haben. Das ist keine Frage. Die Menschen wurden bedrängt. Die Menschen sind schwach. Die Menschen sind völlig mittellos.

Die Menschen leben in einem Zustand der Armut, und die Regierung nutzte jede mögliche Einflussnahme: Bedrohung, Einschüchterung, Bestechung, die gesamte Regierungs- Maschinerie samt seinem Militärs – und damit habe sie einige Stimmen bekommen.

Frage: Abgesehen davon, die wie in den vorangegangenen Kommunalwahlen hat ein großer Prozentsatz der Menschen ihr Wahlrecht nicht genutzt; vielleicht weil sie der Politiker satt sind…

R. Sampanthan: Politiker krakelen im Norden und im Süden, aber es ist der normale Bürger von der Straße, der leidet und die Menschen sind einfach krank von der allgegenwärtigen Gewalt gegen sie. Die Menschen in Jaffna wollten ihre Stimmen nicht vergeben, und es gab einen geringen Prozentsatz der Wahlbeteiligung in der Vergangenheit; aber jetzt fangen die Menschen an, zu verstehen, dass die Demokratie da ist. Es ist ihr wichtigstes Werkzeug, und sie müssen ihr demokratisches Recht ausüben und sie kommen heraus und stimmungen ab und sagen damit der Regierung, was sie vonihr halten.

Frage: Auch auf die Reduzierung der Zahl der Abgeordneten aus Jaffna durch das Wahlgremium wegen der geringeren Anzahl der Wähler machen Sie ein großes Thema, obwohl es eine Tatsache ist, dass viele Menschen von der Halbinsel gibt, die migriert sind…

R. Sampanthan: Es ist keine Frage, dass viele Tamilen verlassen haben…

Frage: Sie lassen es so aussehen, als ob es eine rassistische Handlung sei…

R. Sampanthan: Das hat einen rassistischen Oberton. Es gibt daran keinen Zweifel. Eine große Zahl von Menschen haben Jaffna wegen der Gewalt oder wegen des Krieges verlassen: die Militarisierung Jaffnas, die militärischen Aktivitäten der LTTE in Jaffna, die High Security Zones treiben die Menschen aus ihren Häusern. Sie ziehen in andere Teile des Landes. Sie sind nicht nur ins Ausland gegangen. Sie sind in die westlichen Provinz gezogen sowie in verschiedenen anderen Provinzen des Landes. Einige von ihnen sind nach Indien. Obwohl es zwei Jahre seit dem Ende des Krieges her ist wurden noch immer nicht die notwendigen Voraussetzungen geschaffen, damit diese Menschen wieder kerhen können. SDie Regierung will immer noch High Security Zones haben. Sie sind immer noch dabei, die Gegend zu militarisieren. Sie verhindern aktiv, dass Menschen wieder angesiedelt werden, in dem Land, aus dem sie vertrieben wurden. Und in dieser turbulenten Situation, wo die Menschen noch nicht einmal nach Jaffna zurück kehren können, versuchen sie, die Anzahl der Sitze zu minimieren. Das ist eine Aberkennung des Wahlproporzes. Warum haben sie es damit so eilig – warum machen sie das nciht woanders auch? Warum können sie das nicht über 10 Jahre hinweg verteilen?

Warum kann die Regierung nicht ein entsprechendes Gesetze erlassen, im Parlament, aufgrund der Tatsache, dass es einen 30jährigen Krieg gab, in denen die Menschen gezwungen waren, Jaffna zu verlassen, um in anderen Teilen des Landes leben, oder nach Indien oder in andere Teile der Welt auswanderten ? Wir glauben nicht, dass der Status quo ante in solcher Eile geändert werden sollte. Wir denken, dass der 30-jährigen Krieg es notwendig macht, dass eine Entscheidung in dieser Angelegenheit für die nächsten 15 Jahre verschoben wird, damit die Menschen wieder zurück kehren können. Warum kann man nicht einmal so herum denken? Ich sage es Ihnen: weil die Regierung will, dass den Tamilen die Vertretung im Parlament entzogen wird.

Frage: Warum haben Sie das nicht der Regierung vorgeschlagen?

R. Sampanthan: Wir haben darüber gesprochen und wir möchten von der Regierung, dass sie diesen Schritt geht.

Frage: Das Bild, das kontinuierlich im Ausland gemalt wird ist, dass der Singhalese als Kannibale auf der Jagd ist nach unschuldigen Tamilen. Das Ergebnis ist, dass heftige Angriffe sogar gegen Singhalesen Pilger an Orten wie Tamil Nadu durchgeführt werden…

R. Sampanthan: Ich behaupte soetwas nicht. Ich habe viel Respekt übrig für den einfachen Singhalesen. Denken Sie nicht, dass alle Tamilen Vorurteile haben! Ich habe mit dem singhalesischen Volk gelebt. Ich betrachte das singhalesische Volk als meine eigene Brüder und Schwestern. Ich habe viel Zuneigung für sie. Ich habe viel Zuneigung und Respekt für die singhalesische Bauern, den ich denke, es sind anständige Menschen; das ist leider nciht so bei vielen Politikern.

Frage: Es gibt so viel Schüren von Emotionen, dass in den letzten Tagen eine Reihe von srilankischen Pilger in Chennai ohne Grund angegriffen wurde.

R. Sampanthan: Das ist falsch. Das sollte nicht toleriert werden.

Frage: Solche Dinge passieren, weil es falsche Propaganda gibt, nach der die Tamilen, die hier leben, missbraucht werden.

R. Sampanthan: Das geschieht. Sie können das nicht leugnen.

Frage: Tamilen können sich im ganzen Land frei bewegen. Weit mehr Tamilen leben im Süden als im Norden und Osten…

R. Sampanthan: Ich sage nicht, dass das singhalesische Volk schlechte Menschen sind, aber man kann auch nicht leugnen, dass einige dieser schreckliche Dinge tatsächlich in diesem Land geschehen, und für eine sehr lange Zeit geschehen sind.

Frage: Was ist die Informationen, die Sie zu dem jüngsten Angriff auf den Nachrichten Redakteur der Uthayan Zeitung haben?

R. Sampanthan: Mir wurde gesagt, dass er in Jaffna von einer paramilitärischen Gruppe angegriffen und schwer verletzt wurde. Diese Gruppe hat das Gesetz in die eigenen Hände genommen und sind mehrerer Morde in der Vergangenheit schuldig im Zuge von Angriffen auf Zivilisten.

Mir wurde gesagt, dass diese para-militärische Gruppe jetzt Personen bedroht, die an den Wahlen im Norden teilgenommen genommen. Schließlich aber wissen Sie genauso wie ich, dass nichts dabei heraus kommt, auch wenn der Präsident Anweisung gegeben hat, dass eine ordnungsgemäße Untersuchung durchgeführt werden soll. Nichts wird dabei herauskommen. Es ist wiederum ein klares Indiz dafür, dass auch nach der Wahl, Typen, die Sie zitieren mit deren Ansichten über Walhausgänge, mit ihren Missetaten ungestraft fortfahren. Ihre Kollegin wurde übrigens von denselben Burschen angegriffen.

Frage: Warum sind Sie wütend auf The Insel?

R. Sampanthan: Ich habe keine Wut in mir. In der Tat lese ich The Island jeden Tag.

Frage: Was ist der nächste Schritt der TNA?

R. Sampanthan: Wir werden sehen, was die Regierung tut. Wir werden mit Sinn für Verantwortung handeln.

Frage: Ein Sprecher der Regierung erklärte heute morgen, das, was die TNA fordere, habe schon die LTTE gefordert.

R. Sampanthan: Ich glaube, ich weiß, wer dieser Sprecher ist. Wir haben unsere Position der Regierung sehr deutlich gemacht; was wir wollen ist eine gerechte und faire Lösung, eine, die dauerhaft ist, die umsetzbar ist und welche akzeptabel sein wird, für alle Menschen in diesem Land. Nur weil ein Sprecher angeblich im Namen der Regierung labert, wir wollen, was die LTTE wollte, will ich mich nicht aufregen. Er weiß selbst, da er am Tisch mit den Ministern durfte, dass die TNA stets eine sehr moderate und einen sehr nüchternen Standpunkt vorgetragen hat. Dieser Mann, der diese Aussage gemacht hat, weiß das serh genau.

Frage: Ich habe keine Namen genannt…

R. Sampanthan: Ich weiß, wen Sie meinen. Er saß dabei am Tisch. Er weiß selbst, dass er es nicht leugnen kann, dass die TNA eine sehr nüchterne und gemäßigte Position in den Gespräche angenommen hat. Ich bitte Sie, holen Sie sich eine Bestätigung dessen, was ich Ihnen sage, von Nimal Siripala de Silva und Prof. GL Peiris, die beiden ranghöchsten Minister, die dort zugegen waren. Fragen Sie Nimal Siripala de Silva und er wird Ihnen sagen, dass die TNA immer sehr vernünftig, sehr nüchtern und eine sehr moderate Position am Verhandlungstisch angenommen und vorgetragen hat. Fragen Sie auch G. L. Peiris, der wird Ihnen die gleiche Antwort geben. Ich schere mich keinen Deut um die Meinung, die von diesem politischen Welpen zum Ausdruck gebracht wird.

Frage: Sie alle haben bisher keine Linie auf dem Boden gezogen und gesagt: bis dahin und nicht weiter…

R. Sampanthan: Stimmt. Wir haben keine Linie gezogen. Wir haben vor merh als vier Monaten umfangreiche Diskussionspapiere eingereicht, die Regierung stimmte zu, zu reagieren. Wir haben für die Reaktion der Regierung gewartet. Und geartet. Wir haben die Regierung versucht zu überzeugen, endlich zu reagieren. Keine sinnvoller Dialog kann stattfinden, ohne die Reaktion der Regierung. Und wir haben der Regierung gesagt, dass Sie reagieren müssen, damit wir in Gesprächen sinnvoll und bewusst uns auseinander setzen können. Wenn wir keine Antwort bekommen, können wir nichts weiter besprechen und sie, die Regierung benutzt diesen Dialog, um der ganze Welt zeigen, seht her, wir sind im Dialog mit der Tamil National Alliance, ein integraler Bestandteil des Versöhnungs-Prozesses, wenn in der Tat nichts herum noch heraus kommt bei diesen Dialogen.

Durch unser Erscheinen bei den Sitzungen dulden wir deren Präsentation einer Facade vor der Welt. Also bitte: kommt endlich mit einer Antwort und werden uns wieder engagieren.

Frage: Die regierung ist jetzt mit einer sofortigen Antwort gekommen und hat gesagt, dass sie den parlamentarischen Ausschusses einberuft, der zu entscheiden haben wird.

R. Sampanthan: Es gibt viel mehr zu tun als eine reine und einfache Aussage wie dieser. Lassen Sie sie weiter darüber nachdenken und wir werden sehen, was passiert. da steckt viel mehr dahinter, als Sie jetzt wissen.

Frage: Der vorgeschlagenen parlamentarische Ausschuss soll als Basis der Arbeit die Ergebnisse der vorangegangenen PSCs haben…

R. Sampanthan: Ich bin nicht gegen einen neuen parlamentarischen Ausschuss. Ich habe bisher keine Aussage gegen den PSC gemacht. Gleichzeitig wollen wir sicherstellen, dass der parlamentarische Ausschusses, wenn es ihn denngibt, eine glaubwürdige Option wird, um das Ziel, das die Regierung behauptet zu erreichen, auch erreichen werden. Wir haben starke Vorbehalte dagegen. Aber wir haben nicht die Tür hinter uns zugemacht. Wir haben lediglich der Regierung gesagt, sie redet mit uns seit sieben Monaten. Wir hatten zehn Sitzungen zusammen. Wir haben unsere Diskussionspapiere vorgelegt. Sie hatten beschlossen, auf unsere Diskussionsbeiträge zu reagieren. Vier Monate sind vergangen, da Sie diese Selbstverpflichtung gemacht haben. Sie haben bisher nicht geantwortet. Bitte, beantwortet die Fragen, die den Dialog erleichtern.

Es liegt nun an der Regierung, ob sie die Verpflichtungen, die sie bei diesen bilateralen Treffen zwischen der Regierung und der TNA machten, zu berücksichtigen und entscheiden, was sie tun wollen. Lassen wir sie mit ihrer Position heraus kommen und dann werden wir sehen, was getan werden muss.

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