N. Rajapaksa: Anklage erhoben wegen Geldwäsche

Von der LTTEwatch-Redaktion vom 8. Juni 2017

Colombo – Der Colombo High Court hat heute das Verfahren gegen den ältesten Sohn des Ex-Präsidenten, den UPFA-Abgeordneten Namal Rajapaksa sowie zwei weiteren Geschäftsführern der Gowers Corporate Services (Pvt) Limited eröffnet. Der Vorwürfe gegen Namal Rajapaksa, Sujani Bogollagama (Tochter des ehemaligen Außenministers) und Senani Samaranayake lauten u.a. auf 11 Fälle von Geldwäsche in Höhe von 30 Millionen US-Dollar.

Das Gericht entließ die Angeklagten nach der ersten Anhörung vorerst wegen einer jeweils hinterlegten, hohen Kaution.

Zwei andere Direktoren der von Namal Rajapaksa gegründeten Firma, Indika Karunajeewa und Iresha Silva, die ebenfalls angeklagt wurden, haben sich allerdings mittlerweile ins Ausland abgesetzt.

Der Anwalt, der im Namen dieser beiden Verdächtigen zur ersten Anhörung erschein, informierte den Gerichtshof darüber, dass sich seine Mandanten außer Landes befinden; er wollte indes nicht verraten, wo genau.

Indika Karunajeewa und Iresha Silva werden mittlerweile per internationalem Haftbefehl gesucht. Es ist bislang nicht klar, ob gegen die beiden in absentia oder in einem gesonderten Verfahren verhandelt wird.

Die Staatsanwaltschaft hatte nach einer entsprechenden Beschwerde der srilankischen Organisation Voice Against Corruption Convener und dessen Vorsitzenden Wasantha Samarasinghe Anklage erhoben.

Das Verfahren soll am Fall 28. Juni weitergeführt werden.

Auch im Fall des ermordeten Rugbyspielers WaseemThajudeen soll Namal Rajapaksa eine zentrale Rolle spielen. Die Staatsanwaltschaft soll derzeit in diesem Fall die Klage gegen Namal Rajapaksa formulieren.

 

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