Rajapaksas Diplomaten als Menschenschmuggler entlarvt

Von der LTTEwatch-Redaktion vom 6. Juni 2017

Colombo – Ungeheuerliches wurde durch die Beantwortung einer parlamentarischen Anfrage bekannt, welche der JVP-Abgeordnete Bimal Ratnayake gestellt hatte.

Demnach haben sich in der Rajapaksa-Ägide einige Diplomaten ein Zubrot verdient, indem sie Menschen außer Landes schmuggelten. Das Vorgehensmuster war stets dasselbe. Viele von Rajapaksas Diplomaten waren persönliche Freunde, Verwandte und Bekannte.

Die Antwort von Regierungsseite gab der Minister für Massenmedien und Parlamentsreformen, Gayantha Karunatillake.

Sie nutzten die für sie und ihre Mission bereitgestellte Personal-Zuteilung, um mit Personen aus Sri Lanka Posten und Pöstchen in den Diplomatischen Vertretungen zu besetzen, jeweils als „persönliche Assistenten“ – und offenbar gegen vorherige Zahlungen dieser Assistenten.

War der Umzug in das neue Land erfolgt, wurden diese Assistenten prompt entlassen, um dort andere Arbeitsplätze außerhalb der Botschaft zu besetzen. Keiner von ihnen kehrte nach dem offiziellen Ende der Dienstzeit nach Sri Lanka zurück.

Auf diese Weise, so der Minister, seien über 100 Sri Lankaner über den Umweg als diplomatisches Personal zu einem neuen Wohnsitz und Arbeit im Ausland gelangt.

Der Minister legte dem Parlament die Namen, Passnummern und Adressen der Personen ein, die sich in der Zeit von 2005 bis 2015 auf diese Weise abgesetzt haben.

Der Minister sagte auch, dass das srilankische Außenministerium mittlerweile die Polizei der betroffenen Länder darüber informiert habe, dass die fraglichen Personen diplomatische Kanäle missbraucht hätten, um in den jeweiligen Ländern zu leben.

Der Abgeordnete Ratnayake sagte nach der Stellungnahme der Regierung: „Es gibt keine Notwendigkeit, Maßnahmen gegen diese ‚persönlichen Assistenten’ zu ergreifen, die von ihren diplomatischen Arbeitsplätzen verschwunden sind. Es sollten vielmehr Maßnahmen gegen die Beamten getroffen werden, die sie mit dieser Praxis zusätzliches Geld verdient haben. Diese Menschen-Schmuggler haben dem Ansehen unserer diplomatischen Vertretungen sehr geschadet.“

Auch andere Diplomaten, die auf Rajapaksas Geheiß ihr Land im Ausland vertraten fielen durch recht undiplomatische Tätigkeiten auf.

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