LTTE-Nachfolger: Schwere Schlappe für TGTE

Von der LTTEwatch-Redaktion vom 12. Februar 2017

Colombo – Das „Transnational Government of Tamil Eelam“ (TGTE) ist eine Kopfgeburt des LTTE-Anwalts Visuvanthan Rudrakumar, die nach der vernichtenden Niederlage der LTTE und dem einhergehenden Tod des größten Teils seiner Führungskräfte entstand.

Diese „transnationale“ Schattenregierung, deren Minister Vertreter in einem pseudo-demokratischen Prozess von LTTE-getreuen Teilen der tamilischen Diaspora, die in aller Welt verstreut lebt, bestimmt wurden, hat selbstredend Rudrakumar zum „Oberhaupt“ bestimmt.

Rudrakumar, der nach wie vor in mehreren Ländern als „unerwünschte Person“ gilt – beispielsweise in Deutschland – sieht sich und seine Organisation als Rechtsnachfolger der separatistischen Terrorgruppe LTTE, deren militärische Bemühungen im Mai 2009 ein blutiges Ende fanden.

Seither versucht der zwielichtige Anwalt mit Sitz in New York, die Regierungen der Welt dazu zu überreden, seiner TGTE als Provisorium eines künftigen „Tamil Eelam“ diplomatische Anerkennung zu gewähren. Vergebens, bis auf zwei unrühmliche Ausnahmen.

Sowohl Dänemark als auch Australien hatten einen Prozess eingeleitet, der darauf abzielt, Übergangsregierungen, beispielsweise von Ländern, in denen despotische Herrscher von einer außerparlamentarischen Opposition gekippt werden, vorläufig anzuerkennen.

Diesen Prozess hat das srilankische Außenministerium unter Mangala Samaraweera nun stoppen können. Einhergehend mit offiziellen Entschuldigungen der beiden Länder. Während die einen von einem „versehentlichen Fehler“ sprachen, sagten Vertreter des anderen, dass man sich „täuschen hat lassen“. Überdies hat Australien gleichzeitig die LTTE als ausländische Terrororganisation weitere drei Jahre auf ihren Index gesetzt.

Nicht ohne Stolz verkündete Samaraweera seine diplomatischen Sieg:“Kein Land, keine Regierung, kein Mitgliedstaat der Vereinten Nationen, keine internationale Organisation noch eine juristische Person erkennt diese selbstgestaltete Gruppe von Personen, die sich TGTE nennt, als Regierung oder gar als Exilregierung an.“

Dass einige der Kernforderungen der TGTE, zum Beispiel die nach einer Untersuchung der Vorwürfe wegen schwerer Kriegsverbrechen (nicht nur derer gegen die srilankischen Armee, sondern auch die der LTTE!) zum Ende des Krieges, durchaus Berechtigung haben, ändert nichts an der Tatsache, dass die TGTE von Anfang an zum Scheitrn verurteilt war.

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