Staatssender Rupavahini startet Versöhnungs-TV

Von der LTTEwatch-Redaktion vom 13. Januar 2017

Colombo – Die staatliche Rundfunksenderanstalt Sri Lankas, Rupavahini übt sich offenbar in Reue und Demut. Jahrelang ließ sich der Staatssender von der Propagandamaschine der Rajapaksas vereinnahmen. Der Sender, der einst nach dem Vorbild der BBC aufgebaut worden war, und der vor den Rajapaksas DAS Programm für den Durchnitts-Srilanker war, verkam zu einem weiteren Sprachrohr der damals Herrschenden.

Seit dem Regierungsantritt von Maithripala Sirisena ändert sich nach und nach etwas bei dem einstigen Renomiersender. Korrupte und Rajapaksa-hörige Redakteure wurden und werden geschasst (man kann nur hoffen, sowas ist ein „Ausrutscher“) man versucht, zur alten Routine zurückzukehren, Programm zu machen, ohne dabei die berüchtigte Schere im Kopf zu haben.

In Zusammenarbeit mit dem Ministerium für Nationale Versöhnung will Rupavahini nun einen Kanal starten, der eigens zu  diesem Zweck designiert ist, die Regierung stellt dafür 180 Millionen Rupien zur Verfügung.

Die Sirisena-Regierung hat zwar bislang keine Riesenschritte, aber immerhin einiges unternommen, um die Aussöhnung zwischen separatistischen Tamilen und der Mehrheit der zumeist buddhistischen Singhalesen im Lande voranzutreiben. Diesen Massnahmen und deren hoffentlich erfolgreichen und dauerhaften Umsetzung will sich das neue Fernseh-Programm von Rupavahini widmen.

Nach den Worten von Präsident Sirisena, der Grünes Licht für die Zusammenarbeit zwischen Rupavahini und dem Aussöhnungs-Ministerium gab, sei inzwischen beispielsweise die Medienfreiheit wieder hergestellt: „Es gibt keine ‚White-Van-Entführungen‘ von Journalisten mehr, kein Medienvertreter wird wegen der Ausübung seines Berufes mehr getötet, wie das unter meinem Vorgänger geschah,“ so Sirisena anläßlich von Feierlichkeiten zu Beginn seines dritten Amtsjahres.

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