16 Konten von Rajapaksa-Neffen eingefroren

Von der LTTEwatch-Redaktion vom 6. Januar 2017

Colombo – Udayanga Weeratunga war einst Sri Lankas Botschafter in der Ukraine und Russland. Was genau diesen Neffen des geschassten Ex-Präsidenten dafür qualifizierte, weiss niemand so genau. Der umtriebige Weeratunga nutzte seine Zeit – für allerlei windige Deals.

2006 soll er den umstrittenen MiG-Deal von Gotabhaya Rajapaksa eingefädelt haben. Die Aufdeckung des korrupten Handels durch die Zeitung The Sunday Leader ist der vermutete Grund für die Ermordung des Chefredakteurs Lasantha Wickrematunge. Der Journalist, der den Skandal aufdeckte, Iqbal Athas, musste aus Angst um sein Leben fluchtartig das Land verlassen.

Seit geraumer Zeit möchte die srilankische Kripo gerne mit dem Pseudo-Diplomaten reden – auch über den mysteriösen Mord an einem Mitarbeiter, der zunächst als „Unfall“ deklariert wurde. Doch Weeratunga verbirgt sich vor den Behörden – vermutlich in der Ukraine – und lästert auf Internetforen gegen die srilankische Regierung, macht sich lustig über deren Unfähigkeit, ihn dingfest zu machen.

Mittlerweile liegt ein internationaler Haftbefehl gegen ihn bei Interpol vor. Obwohl längst abberufen von seinem Posten, nutzt er angeblich noch immer seinen Diplomatenpass, um ungehindert umher zu reisen.

Nun geht die Antikorruptionsabteilung der Kripo (FCID) mit neuem Verve gegen Weeratunga vor. Auf Antrag der Untersuchungsbehörde hin hat ein Richter in Colombo nun verfügt, dass insgesamt 16 Konten von Udayaganga Weeratunga eingefroren werden.

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