Die unsauberen Deals des Rechtsgelehrten G. L. Peiris

Von der LTTEwatch-Redaktion vom 4. Dezember 2016

Colombo – Er geriert sich gerne als Saubermann und Rechtsgelehrter, doch Karriere und Leben des G. L. Peiris haben viele dunkle Seiten. Als Außenminister oblag es ihm, die kruden Rechtsvorstellungen seines Herren, des ehemaligen Präsidenten, so zu verbiegen, dass es zumindest in der Vorstellung des Diktatoren und Nepotisten Mahinda Rajapaksa irgendwie „passte“, zumindest dem Anschein nach. Als einer der wenigen Intellektuellen im Dunstkreis Rajapaksas oblag es ihm, die oft diametral widersprüchlichen und wenig geistreichen Äußerungen seines Chefs in justiziables Fachchinesisch sinnhaft zu übersetzen. Was zu wahren Gesetzesungetümen führte, deren Abschaffung und Revision sich die Sirisena-Regierung auf ihrem beschwerlichen Weg zurück zu einer funktioneirenden Demokratie vorgenommen hat.

Während der Untersuchungen in die finanziellen Gebahren des Ex-Außenministeriums in der Rajapaksa Ära tauchte ein Vorgang auf, der einmal mehr G. L. Peiris in wenig vorteilhaftes Licht rückt.

Ex-Minister Peiris, derzeit auch als Neugründer einer Partei im Gespräch, welche als politische Plattform für die abgehalfterten Rajapaksas und deren Anhänger bei den anstehenden Kommunalwahlen dienen soll, soll hinter einem Deal stecken, der die Staatskasse mit 870 Millionen Rupien belastete und – wie üblich unter den Rajapaksas – am Kabinett vorbei bewilligt wurde. Die Summe wurde fällig für die Residenz der srilankischen Botschaft in Rio de Janeiro, Brasilien.

Peiris, der den Deal über einen Bekannten einfädelte, hatte sich die Summe einfach von der Zentralbank ausbezahlen lassen. Der Vorgang wirft auch ein Licht auf das Geschäftsgebaren der Zentralbank, deren damaliger Leiter Nivard Cabraal bereits mehrfach zur Kripo zum Verhör vorgeladen war.

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