Die Milliarden teuren Vergnügen der Rajapaksas

Von der LTTEwatch-Redaktion vom 3. Dezember 2016

Colombo – Der aus dem Amt gewählte Ex-Präsident Mahinda Rajapaksa und dessen Familie haben allein in den Jahren 2012 bis 2014 über 2,3 Milliarden Rupien an Regierungsmitteln für Überseereisen ausgegeben. Die bestätigte Sri Lankas Außenminister Mangala Samaraweera während der Haushaltsdebatte im Parlament auf eine Anfrage hin.

Rajapaksa habe auch im Jahr 2013 ein Anwesen in Los Angeles gemietet. Die Kosten für Miete, Telefon, Wartung, TV, Wasser und Strom beliefen sich auf 27,6 Millionen Rupien. Das Haus stehe nun leer, zuletzt soll es der Sohn von Mahindas Bruder Gotabhaya Rajapaksa bewohnt haben. 10.00 Dollar mussten allein für Renovierungskosten nach der Nutzung ausgegeben werden.

Auch wurde bekannt, dass das Rajapaksa Regime mindestens eine PR-Firma damit beauftragt hatte, die Reden des srilankischen Botschafters in den USA zu schreiben. Angesichts der immensen, nirgends ordnungsgemäß verbuchten Ausgaben des Außenministeriums unter den Rajapaksas hat Premiere Wickremasnighe eine Untersuchung des Ministeriums und dessen Geschäftsführung angeordnet. Außerdem, dass Beamte der US-Botschaft das Haus in Los Angeles abwickeln und nachprüfen sollen, ob tatsächlich Gotabhayas Sohn das Haus zuletzt bewohnte. Zu dem Haus gehörte auch ein Trupp srilankischer Soldaten als Bewacher und Hausmeister.

Mittlerweile hat Mahinda Rajapaksas anderer korrupter Bruder, Basil Rajapaksa, der unter seiner Ägide als u.a. als Wirtschaftsminister agierte, eine weitere Klage am Hals, dieses Mal zunächst nur als Zeuge. Auch bei dieser Klage geht es um die Veruntreuung von staatlichen Geldern. Sie waren für die Verbesserung der öffentlichen sanitären Infrastruktur der Stadt Kandy vorgesehen.

Stattdessen wurden die öffentlichen Mittel für Fähnchen, Poster und ein Party zum Geburtstag von Basil Rajapaksa ausgegeben – wohl mit dessen Wissen. Der damals verantwortliche Vorsitzende der örtlichen Entwicklungsgesellschaft hat sich nach dem Machtwechsel nach Australien abgesetzt. Amarananda Banda Weerasinghe wurde aufgefordert, sich umgehend den srilankischen Behörden zum Verhör zu stellen.

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