Kein Visum: Dumm gelaufen für Yoshitha Rajapaksa

Von der LTTEwatch-Redaktion vom 5. Oktober 2016

Colombo – Der Visumantrag von Yoshitha Rajapaksa, der für mehrere Monate nach Australien wollte, wurde vom australischen Hochkommissar abgelehnt.

Yoshitha Rajapaksa, den eine Anklage wegen Geldwäsche im Zusammenhang mit dem Sportsender CSN erwartet und der derzeit nur auf Kaution auf freiem Fuß ist, hatte das Visum beantragt mit der Begründung, er wolle sich in Australien einer Operation am Knie nach einer Sportverletzung unterziehen.

Dumm nur, dass der zweitälteste Sohn des geschassten Ex-Präsidenten Mahinda Rajapaksa kurz nach der Antragstellung dabei beobachtet worden war, wie er an einem Marathonlauf teilnahm.

Diplomatischen Quellen zufolge habe der australische Hochkommissar „kein Vertrauen“ gehabt in Yoshida Rajapaksa – und dessen wahren Absichten für seinen geplanten Australienaufenthalt.

Die Sendelizenz für den Sportsender CSN, der unter der Ägide der Rajapaksas aus dem Nichts aufgetaucht war und sich auf Anhieb internationale Übertragungsechte sichern konnte, wurde in der vergangenen Woche kassiert. Zum einen, weil die Betreiber des Senders, u.a die Söhne des Ex-Präsidenten, plötzlich nicht mehr die Eigentümer sein wollten, zum anderen, weil die Finanzierung des Senders offenbar mehr als dubios ist. Auch habe der Sender weder ein Steuererklärungen abgegeben, noch hohe Steuerschulden bezahlt.

Ab davon hat man beim Sender nicht erklären können, wie die Finanzierung des Grundstücks sowie für den bereits begonnenen Senderneubau zustande gekommen war – was zum Eindruck beträgt, dass der Sender lediglich zur Geldwäsche diente.

Yoshida Rajapaksa, der durch Protektion seines Vaters zum Lieutenant zur See avancierte, erwartet überdies wohl noch ein Verfahren der Marine wegen unbefugten Entfernendes von der Truppe.

Auch im Mordfall Wasim Thajudeen scheint Yoshitha Rajapaksa zusammen mit seinem sauberen Bruder, dem Pseudoanwalt und Abgeordneten Namal Rajapaksa verwickelt zu sein.

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