Hilfe vom Erz-Feind: Wie LTTE-Kader fliehen konnten

Von der LTTEwatch-Redaktion vom 31. August 2016

Colombo – Mit einer verblüffenden Nachricht ist Sri Lankas Außenminister Mangala Samaraweera an die Öffentlichkeit gegangen.

Samaraweera sagt in einem Interview mit der BBC, dass mehr als 200 führende LTTE-Kader kurz vor dem Ende des Krieges im Mai 2009 das Land verlassen konnten – nachdem sie für ihre sichere Passage viel Geld an einen „hohen Beamten des Verteidigungs-Ministeriums“ bezahlt hatten.

Die Namen dieser LTTE-Kader seien inzwischen auf der Liste der als im Krieg vermisst geltenden Personen aufgetaucht. Das neu gegründete Office For Missing Persons (OMP) werde auch diese Fälle untersuchen.  Samaraweera wies die Behauptungen der Opposition um Ex-Präsident Rajapaksa zurück, dass die Untersuchungen des OMP sich ausschließlich gegen die Armee richte.

„Sie (die Opposition) sind es, die mit ihrer Ablehnung des OMP der Welt sagen, dass die gesamte Armee hinter dem Verschwinden von Menschen steckt. Aber wir wissen nicht, wer genau dahinter steckt… und deshalb müssen diese Fälle untersucht werden.“

Wenn bei den anstehenden Untersuchungen des Schicksals von vermissten Personen Schuldige gefunden werden, würden diese vor srilankische Gerichte gestellt.

Samaraweera rief in diesem Zusammenhang auch die srilankischen Medien auf, die von den Gegner des OMP gemachten Äußerungen mit Vorsicht zu veröffentlichen, da es sich dabei oft um extremistische, rassistische und ehrenrührige Äußerungen handle.

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