SF: 90% der Ermittlungen gegen GR abgeschlossen

Von der LTTEwatch-Redaktion vom 16. August 2016

Colombo – Kommt als nächster Rajapaksa der einst unter seinem Bruder, dem Präsidenten so mächtige Gotabhaya in den Knast? Geht es nach den Worten des Feldmarschalls und Ministers für regionale Entwicklung, Sarath Fonseka scheint die Inhaftierung Gotabhaya Rajapaksas unmittelbar bevor zu stehen. „90 Prozent der Untersuchungen bezüglich zweier konkreter Vorwürfe gegen den ehemaligen Verteidigungsminister seien mittlerweile abgeschlossen war – und dass Gotabhaya Rajapaksa bald die Konsequenzen dafür zu tragen habe, sagte Fonseka während einer Buchvorstellung in der Nationalen Bibliothek Sri Lankas.

„Zwei konkrete Beschwerden gegen Herrn Rajapaksa sind bisher eingegangen: eine in Bezug auf die Beschaffung von MiG-Flugzeugen für die Luftwaffe für US $ 7.000.000 in missbräuchlicher Weise; die andere in Bezug auf die Veruntreuung von LKRs. 90 Millionen um ein Denkmal/Museum für D.A. Rajapaksa (seinem Vater) zu renovieren. 90 Prozent der Untersuchungen in diesen Fällen wurden inzwischen abgeschlossen. Er wird schon bald unangenehme Fragen diesbezüglich zu beantworten haben“, sagte Fonseka.

Fonseka betonte auch, dass es sich, wie auch bei den Fällen des Abgeordneten Namal Rajapaksa um eine hieb- und stichfeste Untersuchung handle, die auf schriftliche Belegen und Dokumenten beruhe.

„Wir haben den Menschen im Lande versprochen, dass wir die Betrügereien und korrupten Handlungen des früheren Regimes untersuchen würden und genau das tun wir. Obwohl der ehemalige Präsident Mahinda Rajapaksa sowie dessen Familie ständig versuchen, ihre Untaten zu beschönigen, ist es dafür jetzt zu spät“, sagte der Feldmarschall und Minister.

Gefragt über die von den Rajapaksa-Anhängern so vehement abgelehnten Einrichtung eines Büros für Vermisste Personen (OMP), sagte er, dass kein Soldat dieser Einrichtung widersprechen sollte, da keiner von ihnen das Gesetz verstoßen hatte. Implizierend, dass nur jene etwa zu befürchten hätten, die sich etwa zu Schulden haben kommen lassen.

Er sagte, dass das OMP nicht auf Drängen einer fremden Macht eingerichtet werde, dies aber der internationalen Gemeinschaft deutliche mache, dass alles, was in Sri Lanka passiere, transparent und legal sei.

„Wir sehen das OMP und das dazugehörige Gesetz als einen Akt der Achtung des Völkerrechts und der Menschenrechtesgesetze“, sagte Fonseka.

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