Lankas Premier droht Rajapaksas Schreiberlingen

Von der LTTEwatch-Redaktion vom 25. Juli 2016

ColomboSri Lankas Premier, Ranil Wickremasinghe, ist auf einige Medien im Lande nicht gut zu sprechen. Schon mehrfach hat er Medienvertreter gewarnt, die neu gewonnene Freiheit der Presse und der Medien nicht zu missbrauchen – beispielsweise, um unbewiesenen Behauptungen oder schlecht bis gar nicht recherchierte Stories zu veröffentlichen oder Menschen zu denunzieren.

Oder auch, den korrupten Vertretern des Rajapaksa-Unrechts-Regimes Platz zu geben, ihre hanebüchenen (und meist komplett umkommentierten) Anschuldigungen gegen die neue Regierung zu verbreiten.

Bei einem öffentlichen Auftritt in Kandy vor Vertretern seiner UNP wetterte Wickremasinghe einmal mehr gegen Medien, namentlich den Daily Mirror und das Schwesterblatt Daily Financial Times.

Letztere habe wochenlang die Wirtschaftspolitik seiner Regierung in „unfairer Weise“ angegriffen, und dabei immer wieder die angeblichen Erfolge des Rajapaksa Regimes herausgehoben, deren maßlose Verschwendungssucht und der damit innigst verbundenen Korruption allgemein für die derzeit desolate Lage der Staatshaushalts verantwortlich gemacht werden.

Die Rajapaksas nutzten den staatlichen Etat mehr zu eigenem Nutzen, wie immer öfter zu Tage tritt.

Der Daily Mirror, so Wickremesinghe, habe mehrfach den Rücktritt des Außenministers Samaraweera gefordert unter Verweis auf angebliche Streitigkeiten zwischen ihm und Präsident Sirisena in der Frage der Rechenschaftspflicht Sri Lankas.

Er habe kein Problem damit, wenn Medien kritisch berichteten würden, sagte Wickremasinghe, der selbst aus einer Verlegerfamilie stammt.

Er habe jedoch ein Problem damit, wenn Journalisten, von denen bekannt ist, dass sie korrupt seien und sich von den Rajapaksas hätten kaufen lassen, so tun, als wären sie heute rechtschaffene Demokraten. Wer versuche, „die Rückkehr von Schurken“ einzuleiten, oder rassistische Artikel abdrucke, dem werde man auf die Finger klopfen. Wenn Verleger „Diebe“ als Redakteure anheuerten, dann müssten diese Diebe damit rechnen, mit anderen Dieben eingesperrt zu werden, so der Premier. Man wisse sehr genau, wer regelmässig beim Ex-Präsidenten gespeist und sich bei ihm Liebkind gemacht habe…

Auch, wie die Regierung sich gegen die Opportunisten aus den Medien zur Wehr setzen wolle, verriet Wickremasinghe: Er werde die Namen derjenigen Schreiberlinge veröffentlichen, die unter dem Regime der Rajapaksas Geld gegen gefällige Artikel angenommen hätten.

Wir sind gespannt, Herr Premier, und haben da durchaus einige Verdächtige schon im Blick… 

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