Flut, Erdrutsche, viele Opfer: Unhappy Vesak in Sri Lanka

Von der LTTEwatch-Redaktion vom 21. Mai 2016

Colombo – Millionen von Buddhisten in dieser Welt feiern jährlich den heutigen Vesak Vollmondtag im Monat Mai, der mit vielfältigen Festivitäten und religiösen Zeremonien begangen wird.

Am Vesak Tag werden die drei höchsten Ereignisse im des Lebens Tathagata Gauthama, des Buddha gedacht. Seiner Geburt als Prinz Siddhartha, seiner Erleuchtung auf dem Weg zum Buddha, und seinem Übergang im Alter von 80 Jahren.

In Sri Lanka werden die sonst üblichen Feierlichkeiten zu Vesak  in diesem Jahr mit deutlich gedämpfter Stimmung abgehalten. Die durch heftigen Regenfälle ausgelösten Erdrutsche und Überschwemmungen haben Hunderttausende aus ihren Häusern vertrieben, bislang sind mindestens 70 Todesopfer  zu beklagen und viele weitere werden befürchtet, mindestens 150 Menschen gelten als vermisst.

Die heimische Katastrophenhilfe läuft angesichts der Behinderungen der Hilfskräfte durch die Wasser- und Erdmassen effektiv an.

Auch aus dem Ausland kommt erste Hilfe an, insbesondere aus den USA  und Indien aber auch aus anderen Ländern, sowie von internationalen Hilfsorganisationen wie dem Roten Kreuz.

Der zuständige Minister Anura Priyadarshana Yapa gab bereits vorsichtige Entwarnung, die Fluten seien rückläufig. Auch die Wetterlage scheint sich zu beruhigen.

Er bestätigte, dass die Regierung 150 Millionen SLR als Soforthilfe zur Verfügungsgestellt habe. Um weitere Überschwemmungen zu vermeiden, wurden vielerorts die Schleusen von Wasser-Reservoirs geöffnet, die sonst auf tiefgelegenes Land übergelaufen wären und womöglich dabei Dämme zerstört hätten.

Eigentlich, so der Minister, sei Sri Lanka ein sicherer Ort, aber der Klimawandel habe deutliche Auswirkungen auf Sri Lanka und man müsse das den Menschen im Lande klar machen, damit sie sich entsprechend vorbereiten könnten.

Die Wasserversorgunsgbehörde sei dabei, verschmutzte Brunnen landesweit zu reinigen sowie Drainagen anzulegen, sagte der zuständige Minister und warnte gleichzeitig davor, Wasser aus verschmutzten Brunnen zu nutzen; Seuchen könnten so entstehen. Er regte außerdem an, dass im besonders betroffenen Gebiet entlang des Kelani-Flußlaufes künftig eine Bebauungssperrzone von mindestens 10 Metern (ca. 30 ft) gelten solle.

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