Fonseka: Anschlag auf Gotabhaya war nur Fake

Von der LTTEwatch-Redaktion vom 3. Mai 2016

Colombo – Die militärischen Sicherheitsleute des Ex-Präsidenten Mahinda Rajapaksa wurden entfernt und gegen eine speziell geschulte Sicherheits-Truppe der Polizei ausgetauscht. Die Regierung sieht diesen Zug als Schritt, die unter Rajapaksa fortgeschrittene Militarisierung der Gesellschaft zu verringern.

Der Ex-Präsident indes ist beleidigt und ließ das im Parlament über seine Schergen wissen. Die daraus entstehende Diskussion artete zu einem handfesten Tumult mit mindestens einem Verletzten aus, als Sarath Fonseka, der einzige Feldmarschall Asiens und nebenbei auch Abgeordneter in der Regierungskoalition ein provokante Bombe platzen ließ.

Fonseka behauptete im Plenum, dass der Anschlag auf Gotabhaya Rajapaksa im Dezember 2006, der in der Folge dazu führte, dass die Gespräche mit der LTTE über ein friedliche Lösung des Konflikts mit Norwegen als Mediator abrupt abgebrochen wurden, ein „Insider Job“ gewesen sei, um politisch Sympathie und Rückhalt zu gewinnen.

Das Foto zeigt den Ex-Präsidenten und seinen Bruder, den Staatssekretär der Verteidigung, Gotabhaya Rajapaksa kurz nach dem Anschlag, den Gotabhaya unverletzt überlebte, nicht jedoch zwei seiner Sicherheitsleute. Den Grund dafür nannte Fonseka, nicht jedoch, woher er die Information vom „Insider Job“ her hat.

„Kein Terrorist zündet seine Bombe 25 Meter vom Ziel entfernt,“sagte Fonseka. Als General führte Fonseka die srilankischen Truppen zum finalen Sieg über die Terror-Organsiation LTTE im Mai 2009. Mindestens zweimal wurde Fonseka während des Krieges gegen die LTTE verletzt, einmal bei einem Attentat gegen ihn im April 2006.

Die Rajapaksas lobten zunächst ihren siegreichen General über den grünen Klee – und ließen ihn unter dubiosen Vorwürfen ins Gefängnis werfen, als er selbst zur Präsidentschaftswahl 2010 als Kandidat gegen Mahinda Rajapaksa antrat.

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