US-Tamilen an Obama: G. Rajapaksa verhaften!

Von der LTTEwatch-Redaktion vom 20. April 2016

New York – In einem dringlichen Appell an US-Präsident Barack Obama haben zwei große tamilische Interessen-Gruppen, die „Tamilen für Obama“ sowie das „American Tamil Forum“ die Vereinigten Staaten aufgefordert, den ehemaligen srilankischen Staatssekretär des Verteidigungsminister und Bruder des ehemaligen Präsidenten Gotabhaya Rajapaksa zu verhaften, der sich derzeit zu einem privaten Besuch im Lande aufhält.

Gotabhaya Rajapaksa wird vorgeworfen, zusammen mit seinem Bruder als Oberbefehlshaber der Truppen für die Tötung von tamilischen Zivilisten sowie der georderten Vergewaltigung von tamilischen Frauen verantwortlich zu sein. Nach Angaben der Vereinten Nationen starben rund 70.000 Tamilen allein in den ersten sechs Monaten des Jahres 2009. Kämpfern der terroristischen LTTE, aber auch den srilankischen Streitkräften wird vorgeworfen, Kriegsverbrechen und Verbrechen gegen die Menschlichkeit begangen zu haben.

Einige internationale Rechtsexperten glauben, dass es Elemente dieser Missbräuche sind, die sogar als „Völkermord“ dargestellt werden könnten, so die beiden Organisationen.

Die tamilischen Gruppen bekräftigten, dass die USA die „Gelegenheit“ nicht verpassen solle, einen der mutmasslichen Drahtzieher dieser Kriegsverbrechen während dessen US-Besuches zu verhaften und vor Gericht zu stellen. Diese Chance zu verpassen, hiess es in einer gemeinsamen Erklärung, würde andere Despoten ermutigen, da sie glauben können, ungestraft davon zu kommen, wenn sie im großen Stil Menschenrechtsvergehen begingen.

Der UN-Menschenrechtsrat hat nach Vorlagen der USA, in den vergangenen Jahren drei  Resolution erfolgreich gegen Sri Lanka eingereicht, welche die Regierung auffordern, endlich eine glaubwürdige Untersuchung der Vorkommnisse abzuhalten, und die Verantwortlichen dafür zu bestrafen.

„Die Vereinigte Staaten sollten in diesem Fall genauso die Führung übernehmen, wie sie es beim Menschenrechtsrat tat, um Ermittlungen in Sri Lanka bezüglich der Kriegsverbrecher zu initiieren“, sagten die beiden Organisationen.

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