The Panama Papers vs. the Rajapaksa Nepotism

Von der LTTEwatch-Redaktion vom 7. April 2016

Colombo – Während die sogenannte „Panama Papers“, geleakte Dokumente über illegale gebunckertes Geld von Berühmten und Mächtigen die Welt anderswo in Atem halten und erste Konsequenzen haben, sind es in Sri Lanka die nun fast tagtäglich auftauchenden Vorwürfe gegen die ehemals Mächtigen vor Ort. Und dabei geht es nicht nur um beauftragten Mord, Totschlag und Entführung.

Den ebenso nepotoistischen wie tumben Rajapaksas, die noch immer nicht begreifen können, wie es geschehen konnte, dass ihr brutal agierendes Familien-Regime einfach abgewählt wurde und die noch immer politischen Unsinn in die srilankische Öffentlichkeit krakelen in der ebenso unsinnigen Hoffnung, es könne von ihrer dreisten Plünderung des Staatshaushaltes ablenken, steht das Wasser langsam bis zum Halse. Die Nerven der Rajapaksa liegen, trotz allem hochherrschaftliches Gehabes, jedenfalls blank.

Die undurchsichtigen wie kriminellne Geschäftspraktiken des Schein-Anwalts Namal Rajapaksa, der beim seinem Jura-Exam schwindeln musste, um es zu bestehen, wird derzeit genauso intensiv untersucht, wie die seines Bruders Yoshita Rajapaksa, der ohne Schulabschluss sein Offizierspatent auch nur der Protektion seines übermächtigen Präsidentenpapas verdankt.

Beide sind, ganz der Papa, nicht besonders helle. So hatte Yoshita, derzeit auf  ein neues Hauptquartier für seinen Sportsender „Carlton Sports Network“ (CSN) ausgerechnet in den Räumlichkeiten der „Rajapaksa Memorial Foundation“ an der Denzil Kobbekaduwa Mawatha in Battaramulla geplant. Vor dem geplanten Umzug und vor der Wahl, hatte der Sender seinen Hauptsitz im Präsidentenpalast, gleich neben Papas Büro…

Diese Stiftung dient der Bewahrung des Ansehens des Clangründers und Großvaters, der bei der Erziehung seines Sohnes offenbar so einiges falsch gemacht hat – genau wie der wiederum bei der Erziehung seiner Söhne. 200 Millionen Rupien soll der Neubau, der nicht mehr ganz fertig wurde, auf dem Grundstück der dubiosen Stiftung gekostet haben.

Die Frage, welche die untersuchenden Behörden nun beantwortet haben möchten ist, wie diese Stiftung zu soviel Geld kam – und warum sie ausgerechnet für einen Sportsender ein solches Gebäude bauen sollte. Die Beamten der Anti-Korruptionsabteilung der srilankischen Kripo haben mittlerweile auch andere Häuser entdeckt, die offenbar Yoshita gehören, und die dieser über Strohmänner bzw. -frauen kaufen ließ. Und von denen mindestens eines eines über einen unterirdischen Bunker verfügt…

Auch Namal hat sich selbst verraten. Die von der Luftwaffe angegebene und nach der Abwahl des Rajapaksa-Clans noch immer unbeglichenen Rechnung (insgesamt 30.485 million Rupien) für den Einsatz von Militärmaschinen für den Rajapaksa Clan bei diversen Wahlkampf-Veranstaltungen und Shopping-Touren wurde etwas dezimiert. Um Namals Anteil, etwa die Hälte,  bezahlt in cash. Nun stellt sich natürlich die Frage, woher hat Namal soviel Geld.

Die Untersuchungen, so schwierig sie auch sein mögen, werden es schließlich ans Tageslicht bringen. Auch wenn Interessierte nicht aufhören wollen zu behaupten, die strafrechtliche Verfolgung der Staatskassenplünderung durch die Rajapakasa sei „politische Hexenjagd“.

Ebenso bekannt werden die Namen derer werden, die als srilankische Staatsangehörige ebenfalls in den Panama-Papers zu finden sind. Man darf gespannt sein…

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