Yoshita R. weiter in Haft – neue Beweise gegen ihn

Von der LTTEwatch-Redaktion vom 2. März 2016

Colombo – Sri Lankas Marine gab bekannt, dass mit sofortiger Wirkung Lieutenant Yoshita Rajapaksa, zweiter Sohn des ehemaligen Präsidenten Mahinda Rajapaksa vom Dienst ohne weitere Bezüge suspendiert wird.

Es wurde nicht bekannt, ob die Suspendierung mit einer marine-interenen Untersuchung zu tun hat, bei der es darum ging, dass Y. Rajapaksa die Truppe mehrfach unerlaubt verlassen hat. Außerdem soll er während seiner Dienstzeit unternehmerisch sowie politisch tätig gewesen sein. Beides ist genehmigungspflichtig, bzw. illegal. Die Anweisung, Lieutenant Yoshita Rajapaksa kam angeblich direkt vom Verteidigungsministerium.

Yoshita Rajapaksa steht zusammen mit vier anderen der Führungsebene des Sport-TV-Sender Carlton Sports Network (CSN) unter dem Verdacht massiv Geldwäsche betreiben zu haben, um den Sender aufzubauen. Außerdem soll der Sender Marine- Sendeanlagen zur Verbreitung seines Signals missbraucht haben. Der Sender hat seine Hauptbüro im Präsidentenpalast und baute seine eigene Sendezentrale auf einem Grundstück, das unter Vortäuschung falscher Tatsachen von der CSN-Geschäftsführung angeeignet wurde.

Y. Rajapaksa und seine Mitbeschuldigten, die in U-Haft sitzen, weisen die Vorwürfe zurück, doch die Beweise wiegen schwer. Y. Rajapaksa behauptet gar, er habe mit dem Sender nichts zu tun – doch zehntausende E-Mails, in denen er sich und in denen er von anderen als „Managing Director“ betitelt wird, belegen das Gegenteil.

Bereits zum zweiten Mal wurden die Anträge der Verdächtigten auf Freilassung auf Kaution wegen Verdunkelungsgefahr vom Gericht zurück gewiesen.

Yoshita Rajapaksa will nun auf Einhaltung bzw. Verletzung seiner „Menschenrechte“ klagen. Derweilen stehen weitere Festnahmen von Mitgliedern des nepotistischen Rajapaksa-Clans sowie deren Mitläufer an. Der Clan-Chef gegen den eine ganze Reihe von Klagen u.a. wegen Bestechung, Korruption  und Unterschlagung in Vorbereitung sind, lamentiert darüber in der Öffentlichkeit – und ist sich offenbar keinerlei Schuld bewusst.

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