Fahrer von MR: Festnahme im Fall Thajudeen

Übersetzt aus dem Sunday Leader vom 13. Dezember 2015

Von Kasun Pussewela

Colombo – Ein Fahrer des ehemaligen Präsidenten Mahinda „Ich weiß-gar-nicht-was ihr wollt-ich-bin-Kriegsheld“) Rajapaksa ist es,  der im Zusammenhang mit der Ermordung des ehemaligen srilankischen Rugby-Kapitäns Wasim Thajudeen verhaftet werden soll.

Die CCTV-Bilder, die während der Entführung von Wasim Thajudeen entstanden, zeigen deutlich die Ereignisse kurz vor seiner Ermordung. Die Filme wurden an die Universität Colombo zur forensischen Untersuchung und Analyse übergeben. Die CID (Kripo) hatte letzte Woche dem Gericht mitgeteilt,  dass die Colombo Universität das Filmmaterial studiere und dass mehrere Fahrzeuge durch die CCTV-Bilder klar identifiziert werden konnten.

Das Gericht hat darauf die CID angewiesen, nötigenfalls ausländische Hilfe anzufordern, um das Video zu analysieren und dem Gericht darüber baldigst Bericht zu erstatten.

Das Gericht hat in diesem Zusammenhang auch entschieden, dass auch der ehemalige Polizeioffizier, DIG Anura Senanayake sowie
der damals zuständige, ehemaliger Justiz Medical Officer (JMO = Amtsarzt) Ananda Samarasekera wegen falscher Angaben im Zusammenhang mit dem Vorfall zu belangen.

Laut CID Quellen, ist es ein Militäroffizier, der einmal Fahrer des ehemaligen Präsidenten war, der in dieser Woche in Zusammenhang mit den Untersuchungen zu dem Mordfall als erster festgenommen werden soll – mehrere andere sind zum Verhör vorgeladen, darunter Söhne von Prominenten. Mittlerweile hat sich auch eine Telekommunikationsgesellschaft, die sich bislang sehr unkooperativ zeigte, dazu entschlossen, wichtige Beweismittel in Form vom Kommunikationsdaten dem Gericht zur Verfügung zu stellen.

Die Quellen besagten auch, dass der Fahrer des ehemaligen Präsidenten aus der persönlichen Garde entfernt und in ein Militärlager in Trincomalee versetzt wurde.

Eine hitzige Debatte entspann sich im Parlament, als der Mordfall Thajudeen, der als Unfall vertuscht werden sollte, zu Sprache kam.
Der Sirisena-Opposition geht das Verfahren buchstäblich an die Substanz.

Immer mehr der ehemaligen Mitläufer und Mitwisser wird klar, dass man sie und Ihresgleichen in die Enge treibt, dass man ihnen ernsthaft ans Leder will und ihnen womöglich all die schönen Sachen nimmt, die sie sich illegale unter den Nagel gerissen hatten – unter Rajapaksas korrupten wie verschwenderischen Regentschaft.

Thajudeens Leichnam wurde halb verkohlt am 17. Mai 2012 tot in einem Auto in Kirulapone aufgefunden.

Damals behauptete die Polizei, dass der beliebte Rugby-Spieler auf der Heimfahrt nach einer Party die Kontrolle über den Wagen verloren und frontal gegen eine massive Gartenwand an der Park Road gedonnert war. Das Auto sei sofort explodierte und das Opfer verbrannt.

Allerdings ergaben neuere Untersuchungen, schließlich die Exhumierung des Leichnams, dass Thajudeen ermordet wurde – und der „Unfall“ dem Kaschieren dieses Mordes diente. Wer gab dafür den Auftrag?

Mithin ist der Fall Thajudeen ein verabredeter, geplanter, heimtückischer Mord. Darauf steht in Sri Lanka die Todesstrafe.

Advertisements