Mordfall Thajudeen: VIP-Sohn beteiligt, sagt Minister

Von der LTTEwatch-Redaktion vom 7. Dezember 2015

Colombo – Steht der Mord an der Rugyby-Spieler-Legende Wasim Thajudeen kurz vor der Aufklärung? Ein bislang unbekanntes Video einer Überwachungskamera zeigt, wie das Rugbyspieler-Idol einen Club verlässt und von bislang Unbekannten umzingelt, geschlagen und schließlich offenbar ermordet liegen bleibt.

Unter dem korrupten Rajapaksa Regime hat die örtliche Polizei zunächst versucht den Mord als angeblichen Verkehrsunfall durchgehen zu lassen; der Leichnam des beliebten Rugbyspielers war verkohlt in einem Autowrack an einer Mauer aufgefunden worden.

Doch schon bald mehrten sich Indizien und Hinweise, dass Thajudeen den Unfall selbst vermutlich nicht erlebt hatte und schon vorher tot war.

Von Anfang an gab es Gerüchte, wonach der zweitälteste Sohn des damaligen Präsidenten, Yoshita Rajapaksa seine Hand im Spiel gehabt haben soll; der als cholerisch und großkotzig geltende VIP-Sohnemann soll scharf auf die Freundin Thajudeens gewesen sein, hatte ihr nach dem Tode des Rugbyspielers eine hochdotierte Stelle in der diplomatischen Vertretung Sri Lankas in Australien besorgt.

Pikant: Zum Transport der Leiche zum angeblichen Unfallwagen wurde laut Aussagen der Polizei ein Wagen benutzt, der auf die Stiftung der ehemaligen „First Lady“ Shiranti Rajapaksa eingetragen ist.

Gesundheitsminister und Kabinettssprecher Rajitha Senaratne sagte gegenüber der Presse, dass neues Videomaterial aufgetaucht sei, das zeige, wie Thajudeen einen angesagten Club in Colombo verlasse und sofort von „einigen Angehörigen hochrangiger Familien“ tätlich angegriffen werde und schließlich leblos liegen bleibe.

Diese „Angehörigen angesehener Familie“ sollen nun video-forensisich identifiziert werden. Die Kripo hat das Videomaterial dem zuständigen Gericht zur Verfügung gestellt, angeblich erwartet man schon bald Haftbefehle gegen die Verdächtigen.

Cartoon-of-the-day-07_12_2015

Cartoons by Awantha Artigala

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