Unterirdisch: Die Rajapaksas und ihre Habgier

Von der LTTEwatch-Redaktion vom 16. November 2015

ColomboImmer neue, massive Korruptionsvorwürfe werden laut gegen das raffgierige Rajapaksa Regime, gegen dessen Mitläufer, Anhänger und Familienangehörige. Und nur sehr langsam kommen die Mühlen der Justiz in die Gänge, diese Vergehen und Verbrechen zu ahnden.

Nun hat Präsident Maithripala Sirisena selbst der staunenden srilankischen Öffentlichkeit verraten, dass es einen Palast mit luxuriöser Einrichtungen zehn Meter unterhalb des President’s House im Stadtteil Fort in Colombo gibt. Er zeigte die Prämissen einer Gruppe von Schülern und Lehrern, die ins President’s House gekommen waren, um sich Ehrenmedaillen für Umweltschutzaktionen abzuholen.

Der Leiter des Medienbüros des Präsidenten, Dharmashri Ekanayake sagte, dass Präsident Maithripala Sirisena erklärt habe, er gedenke, weder wenn den unterirdischen Palast noch den Präsidentenpalast in Colombo Fort zu bewohnen, da dies allein monatlich an Wartungskosten Rs 15 Millionen verschlinge. Trotzdem koste der unterirdischen Palast etwa Rs 25-30.000.000 pro Monat an Strom, da sonst das teure italienische Mobilar (!) sowie die Wände sofort anfangen würden, zu schimmeln.

Die Medienabteilung des Präsidenten erklärte weiter, dass es keine Aufzeichnungen gebe in Bezug auf die für den Bau des unterirdischen dieses Luxus-Palastes verwendeten Gelder, der ausschließlich vom ehemaligen Präsidenten Mahinda Rajapaksa und seine Familienangehörigen verwendet wurde. „Wir sind nicht imstande, eine Aussage darüber zu machen, wie viel dieser Bau gekostet hat, noch, wer ihn von welchem Geld bezahlte“, sagte der Sprecher des Präsidenten.

Der Rajapaksa-Clan, allen voran der geschasste Ex-Präsident, zeigten sich empört, dass solche „sicherheits-relevanten Staatsgeheimnisse“ veröffentlicht würden und behaupteten, der Bau sei notwendig gewesen, um die damals noch Krieg gegen die LTTE führende Regierung zu schützen. Doch außer den Rajapaksas und ihrer Kumpane hat nie jemand den Bunker-Palast von innen gesehen, geschweige denn benutzt.

Der Bau wurde nie, wie angeblich vorgesehen, für Sitzungen der Sicherheitsbehörden Sri Lankas während des Krieges genutzt, sondern ausschließlich nach  dem Krieg, von den Söhnen des Präsidenten, die in den luxuriös ausgestatteten Räumlichkeiten ideales Terrain für ihre Parties sahen. Sogar über eine Turnhalle verfüge der unterirdische Palast, heiß es. wie es scheint, hat sich Rajapaksa von seinem Kumpel Ghadaffi inspirieren lassen…

Der ehemaligen Kommandant der Marine, sagte gegenüber Medien, dass er selbst nichts von diesem Palast wisse, fügte jedoch hinzu, dass Angehörige der Navy die Konstruktionen übernommen hätten, genauso, wie beim offiziellen Präsidentenpalast Temple Trees, wo zahlreiche Luxus-Umbauten auf Wunsch des Ex-Präsidenten durchgeführt wurden.

Der unterirdische Luxus-Palast besteht aus sechs Schlafzimmern, acht Badezimmern, drei Aufenthaltsräumen, einer Sporthalle sowie einer Halle für Yoga-Übungen sowie ein Schwimmbad. Eine automatische Klimaanlage mit eigenem Generator sorgt dafür, dass man stets frische Atemluft habe. Diese Klimaanlage müsse ständig in Betrieb bleiben zum Schutz der wertvollen Möbel, die allesamt aus Italien importiert wurden, hieß es aus dem Präsidentensekretariat. Auch die sanitären Einrichtungen der Bäder und Toiletten, außerdem die Teppiche seien von italienischen Luxusgüter-Herstellern. Die Wände dieses unterirdischen Palast sind bis zu vier Meter dick.

Offenbar war ursprünglich auch ein unterirdischer Ausgang zum Hafen geplant, der jedoch halbfertig aufgegeben wurde. Die Medienstelle des  Präsidenten sagte, Präsident Sirisena habe beschlossen, den Präsidentenpalast in Fort ab Januar nächsten Jahres zweimal pro Woche für die Öffentlichkeit zugänglich zu machen,da mit diese selbst sich ein Bild von der unglaublichen Verschwendungssucht des Rajapaksa-Regimes machen könne.

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