HALO Trust: Noch immer 80 qkm Land im Norden vermint

Von der LTTEwatch-Redaktion vom 15. Oktober 2015

Colombo – Das Rajapaksa Regime hat gegenüber der Weltgemeinschaft gerne und oft verbreitet, dass man die nördlich Hälfte der Insel bereits vollständig von Minen gesäubert habe – ähnlich schnell, wie man die mit Stacheldraht umzäunten Lager für Kriegsflüchtlinge aufgelöst habe.

Beides entpuppt sich als weitere Irreführung der Öffentlichkeit durch das Rajapaksa Regime. Noch immer müssen mindestens 5000 Menschen in solchen Lagern leben – unter anderem weil ihr Land von der Armee besetzt ist. Und auch das mit den Minen stimmt wohl nicht und spielt auch bei der Wiederansiedlung noch immer eine Rolle.

Der japanische Botschafter in Sri Lanka, Kenichi Suganuma verriet dies während einer Pressekonferenz. Suganuma hatte den Norden der Insel besucht.

In seiner Begleitung der Sri-Lanka-Chef von HALO Trust, Damien Francis O’Brien. HALO Trust ist eine durch Spenden finanzierte Minenräum-Gesellschaft. Japan gilt als einer der größten Spender des HALO Trust.

Der Botschafter erklärte, sein Land werde noch einmal über 800.000 Dollar zur verfügung stellen, um auch die verbleibenden knapp 80 Quadratkilometer von Minen zu befreien. O’Brien sagte dazu, man werde Anfang nächsten Jahres die 200.000.ste Mine vernichtet haben. Er sagte, dass man davon ausgehe, dass Sri Lanka bis 2020 von Minen befreit sein werde, die beide Seiten – LTTE wie srilankische Armee – während des Bürgerkrieges großzügig verlegt hatten.

Botschafter Suganuma sagte, er hoffe auf weitere Spender und bemerkte, dass die Minenräumung im noch verbleibenden Gebiet mindestens 30.000 (ehemaligen) Bewohnern zugute käme. Japan werde auch dabei helfen, die von Minen geräumten Gegenden wieder landwirtschaftlicher Nutzung zuzuführen, so der Botschafter.

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