Kriegsverbrechen: Neues Video erhöht Druck auf SL

Von der LTTEwatch-Redaktion vom 10. September 2015

London – Ende des Monats soll vor dem UN-Menschenrechtsrat in Genf der Bericht über mutmassliche Kriegsverbrechen in Sri Lanka vorgelegt werden. Aus diesem Anlaß hat der Regisseur von „No Fire Zone“, Callum Macrae eine neue Dokumentation vorgelegt, in der noch einmal die wichtigsten, bislang bekannten Fakten chronologisch aufgelistet werden.

Der Film mit dem Titel „Sri Lanka: The Search For Justice“ wird zeitgleich in Englisch, Spanisch, Tamil und Singhala veröffentlicht und ist seit heute auf der Videoplattform Vimeo zu sehen. In einer knappen halben Stunde, werden noch einmal die Vorgänge zum Ende des Krieges zwischen srilankischer Regierung und der separatistischen Terrorgruppe LTTE gezeigt, der in einem Massaker an möglicherweise zig-Tausenden von Zivilisten endete.

In dem UN-Bericht, den das Rajapaksa Regime mit allen Mitteln zu verhindern suchte, sollen auch explizit die Namen von mindestens 40 Personen benannt sein, hohe Militärs aber auch Politiker und Mitglieder des im Januar abgewählten Regimes, die verdächtigt sind, Kriegsverbrechen begangen und/oder angeordnet zu haben.

Augenzeugen, die in dem Film zu Wort kommen, sprechen sich auch deshalb ganz klar gegen eine rein inländische Untersuchung und Aburteilung der Verantwortlichen aus und befürworten stattdessen eine internationale Untersuchung und den Einsatz des Internationalen Gerichtshofes.

Der Film, soviel kann bereits jetzt gesagt werden, wird den Druck auf Sri Lanka, endlich zur Klärung der Vorfälle und Verbrechen beizutragen und endlich auch eine Lösung für die Probleme und das erlittene Leid der Tamilen anzugehen, erheblich erhöhen.

Unter dem Hashtag #LetThemBeHeard werden Stimmen zu dem neuen Film gesammelt.

Warnung: Der Film zeigt nur sehr schwer erträgliche Bilder!

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