Sirisena sagt der Korruption den Kampf an

Von der LTTEwatch-Redaktion vom 7. September 2015

ColomboPaukenschlag 1: Vor dem speziellen Untersuchungsausschuß des Präsidenten (PCoI) über Korruption (im Amt) hat der ehemalige General-Major Gamini Jayasuriya, der zuletzt als Geschäftsführer der von dem Ex-Staatssekretär der Verteidigung gegründeten Sicherheitsfirma „Rakna Lanka“ nach mehrfachem Verhör zugegeben, für seinen Arbeitgeber gelogen zu haben die Unwahrheit gesagt zu haben.

Er habe damit Gotabhaya Rajapaksa, den er „unendlich liebe“ schützen wollen, wird der Ex-General-Major zitiert, der vorher mehrfach darauf hingewiesen worden war, dass Falschaussagen und Fehlinformationen bei einem Mann seines Ranges nicht geduldet werden könnten.

Gotabhaya Rajapaksa und acht anderen wird in diesem Fall vorgeworfen, „Rakna Lanka“-Personal bei Bedarf für diverse Wahlkämpfe seines Bruders eingesetzt zu haben. Außerdem soll „Rakna Lanka“ für Gotabhayas andere Sicherheitsfirma, „Avant Garde“ Waffen geliefert zu haben – ohne je eine Rechnung zu stellen.

Es erscheint wie ein Hohn, dass Gotabahaya Rajapaksa, der mit allen nur erdenklichen Schwerverbrechen während und auch vor seiner Dienstzeit in Zusammenhang gebracht wird, eventuell wegen einer vergleichsweise Lappalie hinter Gitter muss.

Es wird auch immer deutlicher, dass Gotabhaya Rajapaksa bei der Justiz noch einige Freunde haben muss, die ihm einen Gefallen schulden.

Paukenschlag 2: Die Kommission zur Ermittlung in Korruptions- und Bestechlichkeitsfällen (Commission to Investigate Allegations of Bribery and Corruption = CIABOC) wird wegen offenkundiger Unfähigkeit mit sofortiger Wirkung aufgelöst.

Unter den von Rajapaksa ernannten Ober-Kommissaren waren zig-Hundert Fälle von mehr oder minder offenkundiger Bestechlichkeit im Dienst und Korruption im Amt liegen gelassen.

Die von drei Kommissaren geführte Kommission, eine wurde bereits von Sirisena nach seiner Wahl im Januar neu ernannt, soll umgehend neu aufgelegt werden. Bis auf besagte Dame werden wohl auch einige aus dem „mittleren“ missManagement ihren Hut nehmen. Die Behörde soll personell deutlich aufgestockt werden. Bei der Ausbildung des neuen Personals waren die USA und Großbritannien behilflich mit Intensiv-Kursen.

Die beiden fehlenden Kommissare sollen umgehend mit echten Spezialisten besetzt werden. Beiden so unrühmlich Geschassten wird vermutlich der Prozess gemacht, mögliche Anklagen lauten auf Bestechung und Bestechlichkeit sowie Vorteilsannahme bei dem einen. „Untätigkeit im Amt“ ist zwar nicht strafbar, der MIssbrauch von staatlichen Ressorcen, wie bei dem anderen, jedoch schon.

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