„K.P.“: Beendet Diskussion über Prabhakarans Tod!

Von der LTTEwatch-Redaktion vom 4. September 2015

Colombo – Der ehemalige UNP-Minister John Amarathunga behauptete gegenüber der Zeitung „Lankadeepa“, dass das Rajapaksa Regime alle Beweise gegen Kumarana Pathmanathan systematisch gesammelt und vernichtet habe. Dies sei der wahre Grund, warum die Staatsanwaltschaft bislang noch keine Klage gegen „K.P.“ erheben konnte.

Es drängt sich bei dieser Aussage die Frage auf, was sich „K.P.“ dieses „Verschwindenlassen“ von Beweisen und Unterlagen hat kosten lassen…

Die Regierung Sirisena könnte sich nun gezwungen sehen, den ehemalige Chef internationalen Waffenbeschaffer sowie kurzzeitigen Anführer der LTTE, Kumaran Pathmanathan alias „K.P.“ an Indien auszuliefern, sollten die dortigen Behörden dies noch immer wünschen.

Die indischen Ermittlungsbehörden wollen seit langer Zeit mit „K.P.“ sprechen wegen der Ermordung des ehemaligen indischen Premierministers Rajiv Gandhi. „K.P.“ ist mittlerweile der einzige bekannte Überlebende aus dem inneren Führungskreis der ehemaligen LTTE, der mit ziemlicher Sicherheit von den Plänen zur Ermordung Rajiv Ghandis zumindest Kenntnis hatte.

Alle anderen wichtigen Verdächtigen im Mordfall Rajiv Gandhi wie der LTTE-Führer Velupillai Prabhakaran selbst, der „politische Führer“ Thamilselvan sowie der berüchtigte Geheimdienstchef Pottu Amman wurden für tot erklärt.

In der Daily Financial Times Sri Lankas meldete sich „K.P.“ in anderer Sache zu Wort. Er bat darum, die Diskussion darüber, wie der ehemalige LTTE-Führer Velupillai Prabhakaran starb, einzustellen.

Der ehemalige „militärische Leiter“ der LTTE im Osten der Insel und spätere stellvertretende Minister für Umsiedlung, Vinayagamoorthy Muralitharan alias Karuna Amman, hatte im Gespräch mit einem Sender aus Tamil Nadu behauptet, Prabhakaran habe sich selbst mit einer Kugel aus seiner Pistole gerichtet. Dies scheinabr in einem Versuch, den in Indien anssässigen Tamilen nach dem Mund zu reden. Denn der heutige Feldmarschall und damalige Herresführer General Sarath Fonseka hat dieser Behauptung vehement widersprochen.

Fonseka sagte, ein Teil des Schädels von Prabhakaran habe bei der Entdeckung der Leiche gefehlt. Diese schwere Verletzung habe er sich unmöglich selbst beibringen können, vielmehr sei wahrscheinlich, dass sie durch ein Scrapnel oder einen Granatsplitter entstanden sei.

Kumaran Padmanathan alias „K.P.“ sagte nun in der Daily FT, dass die Diskussion sinnlos und schädlich für die weitere, friedliche Entwicklung im Lande sei. Niemand, der dabei war, als es passierte, lebte noch.

“Ich hatte bis zuletzt einige telefonische Kontakte sowie Grundinformationen, aber alle, die während der letzten Kämpfe an der Nanthikadal Lagune dabei waren, starben. Deshalb es ist nun unmöglich, eine Aussage über die Art zu machen, wie er starb“, sagte der „K.P.“ der Daily FT.

Er sagte weiter, dass alle Menschen in Sri Lanka während der dreißigjährigen Krieges immens gelitten haben und es für niemanden einen Vorteil brächten, in der Vergangenheit zu graben, wenn es noch noch immer so viel zu tun gebe, um den Lebensstandard der Menschen im Norden und Osten anzuheben.PrabhakaranDead

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