Auftrag für Gota’s Todesschwadron: Thujadeens Tod

Von der LTTEwatch-Redaktion vom 19. August 2015

Colombo – Wurde der beliebte Rugby-Star Wasim Thajudeen von Gotabhaya Rajapaksas Todesschwadron hingerichtet? Mit dieser Information, angeblich aus „gesicherter Quelle“, wartet der Colombo Telegraph zwei Tage nach der Wahl auf. Und feuert damit Vermutungen an, dass die Rajapaksa-Sage auf ein unrühmliches Finale zusteuert.

Der Colombo Telegraph hat demnach Informationen von Rugbyspielern erhalten, die einmal zur Entourage des „Rajapaksa-Prinzen“ Yoshita Rajapaksa gehörten, dem zweitältesten Sohn des nun schon zum zweiten Mal geschassten Präsidenten Mahinda Rajapaksa. Laut den Aussagen dieser Spieler-Clique, die sich um den stets mit Geld um sich werfenden Rajapaksa-Sohnes scharten, war Yoshita wütend auf Wasim, weil dieser sich weigerte, sich von dem Präsidentensohn einlullen und einvernehmen zu lassen.

Das nicht nur auf persönlicher Ebene. Yoshita Rajapaksa wollte den Top-Spieler Thajudeen für „sein“ Navy-Team“ – doch der lehnte rundweg ab; nicht nur das, er wolle überhaupt nichts mit Rajapaksa Junior und dessen Anhang zu tun haben. Das soll Wasim dem „Prinzen“ am Abend seines Todes auch ins Gesicht gesagt haben. Das eine Wort soll das andere ergeben haben. Was, dem Anhang Yoshitas nach, am Ende diesen zur Weißglut getrieben haben soll.

Noch am selben Abend soll Roshita zu seinem mächtigen Onkel Gotabhaya Rajapaksa gefahren und vom dem verlangt haben, dass „Thajudeen verschwinden muss“. Das Ergebnis ist bekannt. Die Geschichte würde sich auch mit der Aussage des Kabinett-Sprechers Rajitha Senaratne decken, der kurz vor der Wahl enthüllt hatte, dass (mindestens) drei Angehörige der Präsidentialen Sicherheitstruppe (Presidential Security Division = PSD) an dem Mord an Thajudeen involviert seien.

Die Ermittler gehen davon aus, dass Thajudeen vor seiner Folterung und schließlichen Ermordung zunächst in einem Defender Jeep mit der Zulassungsnummer WP – KA 0642 entführt wurde. Das Fahrzeug befand sich zum fraglichen Zeitpunkt im Fuhrpark der Siriliya Stiftung, deren Vorstand damals die Mutter des Yoshita Rajpaksas war.

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