CHEC soll Rajapaksa persönlich bestochen haben

Von der LTTEwatch-Redaktion vom 26. Juli 2015

Colombo – Sri Lankas Polizei und Justiz untersuchen eine chinesische Firma wegen des Verdachts der Bestechung von Mahinda Rajapaksa  kurz vor dessen gescheiterte Präsidentenwiederwahlkampagne.

Vom einstigen Verbündeten Maithripala Sirisena im Januar aus dem Amt getrieben, versucht Rajapaksa derzeit, den damaligen Wahlausgang am 17. August bei den Parlamentswahlen umzudrehen, doch seine Wahlkampagne wird immer wieder von neuen Betrugs- und Korruptionsvorwürfen torpediert.

Im Zentrum der Untersuchung durch die Polizei und Zentralbank steht die China Harbour Engineering Company (CHEC), die unter Rajapaksa einen im Wert von 1.400.000.000 Dollar landen konnte, der ohne öffentliche Ausschreibung vergeben wurde, wie das eigentlich zwingend vorgesehen ist. Die CHEC soll eine künstliche Hafenstadt in Colombo bauen, von der Umweltschützer befürchten, dass sie die gesamte westliche Küste negativ beeinflussen werde. Der Bau ist unter anderem deshalb von der Sirisensa Regierung derzeit gestoppt worden.

Die CHEC, eine Tochtergesellschaft der staatseigenen China Communications Construction Company (CCCC), bestritt die schwerwiegenden Vorwürfe als „grundlos und falsch“.

Von offizieller Seite heißt es: „CHEC fordert alle relevanten srilankischen Beamten und Vertragsparteien ihre verantwortungsvollen und kooperativen Partner nicht misszuverstehen, und damit womöglich ein falsches Signal an die Investoren aus China und jene von anderen Ländern zu senden.“

Rajapaksa, 69, sagte bereits, er werde sofort alle chinesischen Projekte fortsetzen, die derzeit von der Sirisena Regierung überprüft werden. Auch bei anderen, bei chinesischen Firmen in Auftrag gegebenen Projekten wie Autobahnen, Flughafen und Haffen gibt es den Verdacht der Bestechung und Vorteilsannahme von Mitgliedern des ehemaligen Rajapaksa Regimes.

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