Nationale Regierung – mit SLFP aber ohne Rajapaksa

Von der LTTEwatch-Redaktion vom 23. Juli 2015

Colombo – Die UNP hofft, die anstehenden Parlamentswahlen am 17. August zu gewinnen und eine „nationale Regierung“ bilden zu können, jedoch werden weder Mitglieder der UPFA noch der ehemalige Präsident Mahinda Rajapaksa Teil davon sein, sagte Außenminister Mangala Samaraweera gegenüber BBC Sinhala.

„Obwohl Mahinda Rajapaksa offenbar keinerlei Scham kennt, würden wir uns schämen, mit ihm im Parlament zusammen zu arbeiten“, sagte er. Rajapaksa werde bestenfalls lediglich als Hinterbänkler im Parlament landen, so Samaraweera.

Der Minister sagte, er und seine Partei hätten erwartet, dass die UPFA keine Nominierungen an korrupte Personen vergeben werde denn für die UNP sei es unmöglich, eine nationale Regierung mit solchen korrupten Personen zu bilden. „Wir können nur mit echten SLFP-Abgeordneten arbeiten, die nicht korrupt“, sagte Samaraweera.

Die Abneigung besteht auf beiden Seiten. Rajapaksas Fraktion, hat bereits gesagt, dass sie keine Verbindung  mit der UNP wolle, ebenso wenig wolle man eine nationale Regierung.

Sowohl Präsident Maithripala Sirisena als auch Premierminister Ranil Wickremesinghe haben die Bildung einer nationalen Regierung nach den Wahlen in Aussicht gestellt, um die dringenden Probleme des Landes im Konsens angehen zu können.

Befragt, ob er die UPFA im Vorteil sehe, nachdem Auftauchen des Ex-Präsidenten, verneinte Minister Samaraweera dies und sagte, dass die UNP nun auch ehemalige Rajapaksa-Hochburgen wie den Hambantota- und den Matara-Bezirk gewinnen werde.

„Die UPFA wird nach dieser Wahl regelrecht verdampfen, weil wir einen unerwarteten Vorteil durch Rajapaksas Versuch haben, wieder ins Parlament zu kommen, und seiner offenkündigen Gier nach Macht“, fügte er hinzu.

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