Wahrsager sicher: Mahinda verliert und kommt in den Knast

Von der LTTEwatch-Redaktion vom 13. Juli 2015

Colombo – Heute, am 13. Juli mittags war Deadline zur Abgabe der Nominierungslisten der Parteien für die anstehenden Parlamentswahlen. Trotz mehrfacher Mahnung von Klerus und Zivil-Organisationen haben es einige bekannt korrupte Politicos wieder in die Listen, gerade in die der UPFA geschafft.

Einige der ganz üblen Finger blieben tatsächlich außen vor. Es wird jedoch erwartet, dass diese Polit-Gangster auf unabhängigen Listen antreten werden. Geld genug konnten sie unter ihrem vorherigen Dienstherren Rajapaksa ja dafür kassieren können…

Andere hoffen darauf, dass die UPFA genügend Stimmen erhält, um über Überhangmandate weitere verbündete Strolche und Verbrecher ins Parlament zu bekommen.

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Die Kampagne für Freie und Faire Wahlen (CaFFE) hat bislang etwa 120 Fälle von gewältätigen Ausschreitungen in Hinblick auf die anstehenden Wahlen verzeichnet. Der Polizeichef Sri Lankas hat mittlerweile angekündigt, eine Sondereinsatztruppe zur Verhinderung von Gewalt während des Wahlkampfes einzusetzen.

In Colombo gab es eine erste Demonstration gegen die Wiedereintritt Mahinda Rajapaksas in die aktive Politik. Die Menschen trugen Masken mit rot durchkreuzten Mahinda-Masken aus Papier und schwenkten schwarze Fahnen. Eine dieser Demonstrationen in Polonaruwa hat dort bereits wirksam eine Wahlversammlung der Pro-Mahinda-Fraktion verhindert.

Wenn eine Wahl ausgerufen ist, dürfen auch keine Regierungsjobs mehr vergeben werden – trotzdem wurde und wird dies offenbar getan. CaFFE hat diesbezüglich bis zum heutigen Tage 67 Beschwerden verzeichnet.

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Transparency International will sich zu den anstehenden Wahlen hauptsächlich auf Missbräuche staatlicher Einrichtung konzentrieren. Dies war unter dem Rajapaksa Regime üblich, die Kosten dafür gingen in die Millionen und sind bis heute noch offen.

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Indika Thotawatta, Wahrsager, der als einziger es wagte, die Niederlage Mahinda Rajapaksas bei den Präsidentschaftswahlen im Januar vorherzusagen, ist auch bei seinen Vorhersagen zur anstehenden Wahl am 17. August  „absolut sicher“ mit seiner Aussage. Danach werde Mahinda Rajapaksa und seine Gang von korrupten Volksvertretern verlieren. Die Sterne sagten voraus, dass es Rajapaksa zwar nicht so schlimm ergehen werde wie den Ex-Diktator der Philippinen, Ferdinand Marcos, er werde jedoch vom Volk mit großer Mehrheit abgelehnt und wandere in den Knast. Angeblich soll Präsidentenbruder Gotabhaya Rajapaksa Thotawatta angerufen und ihm Geld geboten haben, seine Vorhersage zurückzunehmen. Der Wahrsager habe aber abgelehnt – er sei, im Gegensatz zu vielen des Rajapaksa Regimes nicht käuflich.

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Zehn ehemalige Kader der LTTE haben beschlossen, sich bei den srilankischen Parlamentswahlen im August als eigenständige Gruppe anzumelden, nachdem die TNA sich weigerte, sie in ihren Reihen aufzunehmen, obwohl die Ex-LTTE-Kandidaten der Gewalt und dem eigenen tamilischen Staat abgeschworen haben.

„Wir werden als Unabhängige die Wahlen in der Nord- und der Ost-Provinzen bestreiten„, sagte Nadesapillai Vithyatharan, der ehemalige Herausgeber der tamilischen Zeitung „Uthayan“, gegenüber der Agentur Press Trust of India. „Wir werden in Jaffna und in den Wanni Bezirken auftreten“, sagte Vithyatharan. Die Gruppe werde unter dem Namen Crusaders for Democracy (CFD = Kreuzritter für Demokartie) antreten.

Die TNA hatte Anfang dieser Woche verlauten lassen, man sehe sich nicht in der Lage, die Kandidatur der rehabilitierten Kader der LTTE mit der Partei zu unterstützen, für künftige Wahlen jedoch werde man dies in Betracht ziehen, sagte TNA-Partei-Führer R. Sampanthan.

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Die Delegation der Europäischen Union für Sri Lanka und Transparency International haben ein gemeinsames Projekt mit einem Finanzrahmen von 1,2 Mio. Euro beschlossen. Die Initiative soll 18 Monate andauern und zielt auf Wählerbildung ab. Auch sollen mit dem Geld weitere Wahlbeobachter ausgebildet werden.

Weitere Aktivitäten sind die Verbreitung und Bekanntmachung demokratischer Konzepte wie die Meinungsfreiheit, Vereinigungsfreiheit, der Privatsphäre, der freien Presse und vor allem die politische Freiheit des Individuums. David Daly, der Botschafter der Europäischen Union für Sri Lanka und die Malediven sagte: „Die Unterstützung, die wir zur Verfügung stellen, fällt in den Rahmen des umfassenden, fortlaufenden Dialogs und der Zusammenarbeit zwischen der EU und Sri Lanka auf dem Gebiet der Stärkung demokratischer Prozesse und der gute Regierungsführung. Die EU ist entschlossen, Sri Lanka bei der Abhaltung von glaubwürdigen, transparenten und freien Wahlen zu helfen.“ Nomination_Banned

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