Aussöhnungs Gespräche zeigen Spaltung der Tamilen auf

Von der LTTEwatch-Redaktion vom 23. Juni 2015

London – Die zaghafte Annäherung von Sri Lankas Regierung mit gemässigten Teilen der tamilischen Diaspora auf der Suche nach der lange überfälligen Lösung zur Aussöhnung hat erneute die tiefe Spaltung der führenden tamilischen Diaspora-Organisationen aufgezeigt.

Während die Hardliner offenbar noch immer aktiv sind, wie der Jahresbericht über terroristische Organisation des US-Außenministeriums aufzeigt, gibt es eine wachsende Gruppe innerhalb der tamilische Diaspora, welche ernsthaft die Aussöhnung der beiden Lager anstrebt.

In einer Antwort auf die Gespräche zwischen dem srilankischen Außenminister Mangala Samaraweera und dem Sprecher des Global Tamil Forum (GTF) Suren Surendiran in London in der vergangenen Woche in Gegenwart von mehreren Moderatoren, darunter der ehemaligen norwegischen Friedensgesandte Eric Solheim, behauptete V. Rudrakumaran, ehemals „Anwalt“ der LTTE und derzeitiger „Ministerpräsident“ der Transnationalen Regierung von Tamil Eelam (TGTE), dass das GTF, die größte tamilischen Diaspora Organisation in Europa, kein „Mandat“ habe, im Namen der übrigen Diaspora zu sprechen.

„Wir können es uns nicht leisten, von unserem Ziel abzu sehen – welches ein zweifaches ist: a. Sri Lanka vor den Internationalen Strafgerichtshof zu bekommen und die Gewährleistung, dass die Täter strafrechtlich verfolgt werden; b. Die Schaffung eines UN gesponserten Referendums über einen unabhängiges und souveränes Tamil Eelam auf der Insel„, sagte Rudrakumaran, der in einigen Ländern als „unerwünschte Person“ gilt.

„Wir sind uns einig, dass die unmittelbaren Bedürfnisse der Menschen im Norden und Osten befriedigt werden müssen. Allerdings können wir nicht zulassen, dass die Regierung von Sri Lanka, diese dringend notwendige Hilfe als einen Trick verwenden, um uns zu spalten, zu schwächen uns und uns zwingen, die Krümel zu akzeptieren, die sie uns hinwerfen.“

Im Gespräch mit der Daily News, sagte der die GTF-Sprecher Suren Surendiran in eine Replik an Rudrakumaran, dass die GTF (im Gegesatz für LTTE und deren Nachfolger TGTE) nie einen Alleinvertretungsanspruch erhoben habe.

Allerdings sieht das GTF sich in engem Kontakt mit den Tamilen der Sri Lankas – sowie Schulter an Schulter mit den gewählten Mitglieder des tamilischen Volkes in Sri Lanka, der TNA. „Wir arbeiten mit der TNA und richten unsere Arbeit nach deren Bemühungen aus“, sagte Surendiran.

„Damit unterstützen wir die Bestrebungen des tamilischen Volkes in Sri Lanka nicht nur, sondern bringen auch praktische Hilfe bei der Umsetzung von konkreten Projekten für echte Menschen ein für deren echte Bedürfnisse; einschließlich ihrer Bestrebungen, ihr politisches Schicksal in eigener Art und Weise auszuleben.“

Das jüngste Treffen zwischen Samaraweera und Vertretern des GTF war das erste Gipfeltreffen zwischen einer srilankischen Regierung und Vertretern der tamilischen Diaspora. Das Treffen wurde initiiert durch eine südafrikanische Friedensstiftung.

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