19. Mai – Siegesfeier wird zum Tag der Erinnerung

Von der LTTEwatch vom 17. Mai 2015

Colombo  – Die srilankische Regierung unter Präsident Maithripala Sirisena und Premier Ranil Wickremasinghe, die sich in ihren Wahlversprechen verpflichtet hat, die Versöhnung zwischen den ethnischen Gemeinschaften zu erreichen, hat angekündigt, dass der 19. Mai, der seit den letzten fünf Jahren als „Tag des Sieges“ sehr martialisch geprägt war und ausschließlich den Siegern galt, künftig als „Remembrance Day“, also als „Tag der Erinnerung“ zu begehen, an dem aller Srilanker, aller Ethnien gedacht werden soll, die im Krieg gefallen sind.

Diese Umwidmung war eine der zentralen Forderung der sogenannten „LLRC-Kommission„.

Allerdings wird es auch in diesem Jahr nicht erlaubt sein, spezielle Feiern in Gedenken an die Toten der LTTE abzuhalten, ganz besonders nicht in der Nördlichen Provinz.

Die Regierung bewirkte, um dieses Verbot zu unterstreichen, eine gerichtliche Verfügung gegen alle Feierlichkeiten, die lediglich die toten LTTE-Kämpfer ehren.

Regierungssprecher und Minister Rajitha Seneratne teilte aber auf Anfrage mit, dass im Gegensatz zu der Ära Rajapaksa, es Angehörigen verstorbener LTTE-Kader erlaubt sei, im privaten Rahmen ihrer toten Angehörigen zu gedenken. Bislang riskierten Angehörige, die bei solchen Feierlichkeiten angetroffen wurden, Gefängnis und Folter.

Der Krieg gegen die Tamil Tiger Terroristen der LTTE endete nach fast 30 Jahren am 18. Mai 2009 mit dem Tod des Führers und Gründers der LTTE, Velupillai Prabhakaran und den meisten seiner Gruppenführern.

Allerdings wird es eine Militärparade in Matara im Süden der Insel geben unter der Schirmherrschaft des Präsidenten Maithripala Sirisena als amtierender Oberbefehlshaber der Streitkräfte.

Die TNA hat bereits angekündigt, dieser Veranstaltung fern zu bleiben.

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