UNHRC-Bericht zu Sri Lanka nennt erstmals Namen

Von der LTTEwatch-Redaktion vom 3. Mai 2015

Genf – Der Bericht des noch von Navi Pillay ernannten Untersuchungsteams, das Menschenrechtsverletzungen in Sri Lanka in den letzten Phasen des Krieges gegen die terroristische LTTE untersuchen soll, wurde aus Rücksicht auf den derzeitigen politischen Wechsel im verschoben. Außenminister Mangala Samaraweera hatte darum gebeten.

Unterstützung bekam er dabei vom US-Außenminister John Kerry, der eben seinen Besuch Sri Lankas erfolgreich beendet hat. Verschoben ist nicht aufgehoben. Im September nun soll der Bericht vorgelegt werden.

Nach Andeutungen von Erik Solheim, dem ehemaligen, norwegischen Friedensvermittler zwischen LTTE und srilankischer Regierung, der mit Pillays Nachfolger im Amt, Prinz Zaid Al Hussein in der Sache kommuniziert haben will, sollen in dem Bericht erstmals auch die Namen derer genannt werden, die für mutmassliche Verbrechen gegen Menschenrecht verantwortlich gemacht werden. Unter den 40 Namen sollen auch die von hochrangigen Vertretern des damaligen Rajapaksa Regimes sein.

Das Untersuchungsteam hat bei seinen Ermittlungen Zeugen zugesagt, dass ihre Identität frühestens 2031 veröffentlicht würde. Damit sollte genug Zeit vorgegeben sein, um die Übeltäter dingfest zu machen.

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