Unglaubliche Korruption: Der Tiefe Fall der SriLankan

Von der LTTEwatch-Redaktion vom 8. April 2015 Colombo – Was viele ahnten und einige wussten ist nun offiziell. In einem 136-seitigen Bericht hat eine Untersuchungskommission der Sirisena Regierung die schier unvorstellbare Korruption bei Sri Lankas staatlicher Fluglinie SriLankan Airlines aufgedeckt.

Der ehemalige Aufsichtsratsvorsitzende Nishantha Wickremasinghe, ein Schwager von Ex-Präsident Mahinda Rajapaksa – laut dem Bericht von keinerlei Vorkenntnissen über die Führung eines Unternehmens oder gar einer Airline beleckt – führte das Unternehmen in die heutige Situation, die nur als katastrophal bezeichnet werden kann. Nicht nur hat das Unternehmen Schulden in Milliardenhöhe angehäuft, es wurde von Wickremasinghe und dem geschäftsführenden Kapila Chandrasena sowie dem damals zuständigen Minister zur persönlichen Bereicherung benutzt.

Auch eine Sohn des Ex-Präsidenten hatte sein privates Geschäftsmodell auf die staatliche Airline aufgebaut. Yoshita Rajapaksa, eigentlich Marineoffizier und somit eigentlich gebannt, irgendwelche Privatgeschfte zu betreiben, nutzte die Frachtabteilung der Linie, um sich teure Ersatzteile für Luxusautos liefern zu lassen, mit denen er – an der Steuer und am Zoll vorbei – einen schwunghaften Handel betreib. Wer dagegen protestierte, den ließ der Präsidenten-Papa strafversetzen.

Sohn Nr.1, Namal Rajapaksa, der artifizielle Anwalt, entdeckte indes ungeahnte Qualitäten in einer Flugbegleiterin; fortan durfte sie ihn in den Wahlkampf und sonstwohin begleiten – dafür gab es für die Dame ein fürstliches Gehalt, selbstverständlich bezahlt von der ohnehin hochdefizitären Airline.

In dem Bericht wird auch auf die merkwürdige Zuneigung des Aufsichtsratsvorsitzenden Wickremasinghe für junge Flugbegleiterinnen verwiesen. Unter dem Vorwand, dass er auch nachts das Büro besuche und deshalb drei (!) stattliche Wohnsitze in der Umgebung des Airports benötige, hielt er sich wohl einen ganzen Harem. Gespielinnen des greisen Schürzenjägers sollen ihm auch an anderen, internationalen Standorten der Airline zu Diensten gewesen sein.

Das „Board of Inquiry“ (BoI) unter Leitung des Anwalts J. C. Weliamuna empfiehlt in dem Bericht den Strafverfolgungsbehörden umgehend Anklage gegen die gesamte (ehemalige) Führungsebene der Airline sowie ihrer Kumpane zu erheben.

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