Ranils Intervention: EU verbietet erneut LTTE

Von der LTTEwatch-Redaktion vom 30. März 2015

Colombo – Nach intensiven Bemühungen von Premier Ranil Wickremasinghe hat die EU das Verbot der LTTE erneut ausgesprochen (Aktenzeichen 2015/521 vom 26. März). Wegen eines Formfehlers war das Verbot kurzfristig aufgehoben worden, das Rajapaksa Regime hatte sich unfähig gezeigt, rechtzeitig Belege für die terroristischen Tätigkeiten der extremistischen Gruppe beizubringen.

Der stellvertretender Außenminister Ajith P. Perera sagte, dass das erneute Verbot der EU der LTTE als terroristische Organisation ein schwerer Schlag gegen die Versuche von Top-Führungskräften der Terrororganisation sei, die von der Organisation jahrelang angesammelten Reichtümer zu erwerben. Es gibt Gerüchte, wonach dies genau im Sinne der Rajapaksas war, denn diese hatten wohl auch großes Interesse daran gezeigt, sich dies Gelder anzueignen und zwar mittels Typen wie den ehemaligen Chef der LTTE, „K.P.“, der für die Rajapaksa-Gebrüder tätig war und der offenbar noch immer potentiell über den Zugang zu entsprechenden Konten verfügt.

Auf einer Pressekonferenz sagte der Perera, dass die Aufhebung des LTTE-Verbot im letzten Jahr zu einer ernsthaft bedrohlichen Situation geführt hätte, da die bislang eingefrorenen Vermögen der LTTE womöglich dazu benutzt worden wären, die LTTE wieder zu beleben.

„Bestimmte Gruppen in Sri Lanka haben versucht, diese Entwicklung mit der Feststellung abzutun, dass es ein automatischer Prozess sei. Doch der Onus lag in Wahrheit bei der (Rajapaksa) Regierung, die die fraglichen EU-Einreichungen davon zu überzeugen hatte, dass die LTTE sowohl eine Bedrohung für den Weltfrieden als auch für Sri Lanka ist“, sagte er.

Die erneute Ächtung der Terror-Organisation kam nun nach intensiver Intervention – und wohl der Vorlage von eindeutigen Belegen – durch den Premier.

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