Hat Rajapaksas Neffe Waffen an Rebellen verkauft?

Von der LTTEwatch-Redaktion vom 26. März 2015

Colombo – Der Vorwurf ist ungeheuerlich: Sri Lankas Botschafter in Russland, Udayanga Weeratunga, soll Waffen an ukrainische Rebellen verkauft haben. Die ukrainische Regierung hatte sich mit entsprechenden Unterlagen und Belegen bereits vor einiger Zeit bei Sri Lanka beschwert, doch die Rajapaksas kehrten den peinlichen Vorwürf unter den Teppich – schließlich ist Weeratunga ein Neffe von Mahinda Rajapaksa.

Mittlerweile ist Weeratunga seines Postens enthoben – und auf der Flucht. Er hat sich mit unbekanntem Ziel aus Moskau abgesetzt.

Der stellvertretende Außenminister Sri Lankas, Ajith P. Perera, sagte dazu gegenüber den Medien: „Wir haben von dem Vorfall erst erfahren, als wir die Regierungsmacht übernahmen. Udayanga Weeratunga ist seines Postens enthoben und seither verschwunden. Das ursprüngliche Kommunique der ukrainischen Regierung wurde vom Rajapaksa Regime einfach ignoriert.“

Weeratunga hatte ganze acht Jahre Sri Lanka als Botschafter in Moskau vertreten; er galt damit als einer der dienstältester Botschafter überhaupt.

Perera erklärte, dass Außenminister Managal Samaraweera bereits eine Untersuchungskommission gebildet hat, die den Fall durchleuchten soll.

Am Dienstag erklärte Regierungssprecher und Gesundheitsminister Rajitha Seneratne während der Kabinettssitzung, dass nun auch untersucht werde, woher Weeratunga die Waffen haben konnte und ob ein Zusammenhang bestehe zu der „Floating Armoury“ (dem schwimmenden, illegalen Waffenlager im Hafen von Galle) von Gotabhaya Rajapaksa.

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