Avant Garde: Gotabhaya Rajapaksas Pass eingezogen

Von der LTTEwatch-Redaktion vom 9. März 2015

Galle – Das Amtsgericht in Galle hat am Montag eine Direktive an die Abteilung für Ein- und Auswanderung ausgegeben, wonach die Pässe von vier Personen, darunter Ex-Verteidigungsstaatssekretär Gotabhaya Rajapaksa sowie dem ehemaligen Marine-Kommandant Vizeadmiral Somathilake Dissanayake eingezogen werden sollen. Ohne Pass sind ab sofort auch der Avant-Garde-Vorstand Generalmajor i.R. K.B. Egodawala sowie der Managing Direktor Manjula Yapa.

In diesem Zusammenhang hatte die Kriminalpolizei (CID) am 18. Januar ein Schiff in Gewahrsam genommen, das  12 Containerladungen mit Waffen aller Art geladen hat.

Diese „schwimmende Waffenkammer“ gehört der Firma „Avant Garde Security“, ein weiteres Waffenarsenal, das später mitten in Colombo entdeckt wurde, gehört der Firma „Rakna Arakshaka Lanka Limited“. Pikant dabei: beide Sicherheits-Firmen wurden von Präsidentenbruder und ehemaligen Staatssekretär für Verteidigung, Gotabhaya Rajapaksa während seiner Amtszeit gegründet – mit Mitteln und Geldern des Staates, so der Verdacht. Unter dem Rajapaksa Regime galt es obligatorisch für große Firmen und öffentliche Einrichtungen, sich der Dienste von Rakna Lanka zu bedienen, wenn es etwas zu bewachen galt. Dadurch machte die Firma innerhalb kürzester Zeit enorme Gewinne.

Auch der Pass des offiziellen Geschäftsführers der „Avant Garde Security“, Ex-Major Nissanka Senadhipathi wurde eingezogen.

Offenbar gab es in diesem Fall auch eine Intervention der Regierung, die zunächst verhindert hat, dass die Verdächtigten in U-Haft genommen werden. Dies berichtete der Colombo Telegraph. Gerade weil es sich um den Bruder des Ex-Präsidenten (und dessen Machenschaften) handelt, will man wohl auf „Nummer sicher“ gehen und handfeste Beweise in Händen halten, bevor der Zugriff erfolgt.

Einer leitenden Angestellten von „Avant Garde“, Damayanthi Jayaratne,  gelang es, sich vor der richterlichen Aktion ins Ausland abzusetzen.

In diesem Zusammenhang wurde auch bekannt, dass die Regierung von Nigeria derzeit den Verdacht prüft, ob diese Sicherheitsfirmen Waffen an die berüchtigte Terrorgruppe Boko Haram geliefert hat.

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