Staatliche Plünderungen: StAR sucht Schwarzgeld

Von der LTTEwatch-Redaktion vom 7. März 2015

Colombo – Bei dieser Nachricht dürfte so mancher ehemalige Mitläufer des Rajapaksa Regimes nervös werden: Ein Team der Stolen Asset Recovery Initiative (StAR) der Weltbank traf am Mittwoch in Sri Lanka ein, um erste Recherchen und Ermittlungen aufzunehmen bezüglich Gelder, die von Mitläufern und Anhänger des Rajapaksa Regimes geplündert und ins Ausland verschafft wurden. Empfangen wurde das Team vom stellvertretenden Minister für Wirtschaft, Jugend- und Kultur-Affären, Dr. Harsha de Silva, der selbst als ausgewiesener Wirtschaftsspezialist gilt, sowie von anderen, hochrangigen Regierunsgmitgliedern.

Das StAR-Programm ist eine Partnerschaft zwischen der Weltbank und dem Büro der Vereinten Nationen für Drogen- und Verbrechensbekämpfung (UNODC), die internationalen Bemühungen unterstützt, „sichere Häfen“ für Schwarzgeld aufzuspüren und trocken zu legen.

StAR arbeitet mit Entwicklungsländern und Finanzzentren zusammen, um Geldwäsche von Erträgen aus Korruption zu verhindern und sie systematischer und zeitnahe gestohlene Vermögenswerte zurückzuführen. StAR bietet Hilfesuchenden politische Analysen und Wissensaufbau.

StAR hat dazu Grundsatzpapiere entwickelt, man bietet Unterstützung in Form von erfahrenen Spezialisten sowie eine Datenbank von Asset Recovery Fällen aus den unterschiedlichsten Hintergründen, Regionen und Rechtstraditionen.

Sri Lanka hat zusätzlich die Hilfe des Financial Intelligence Unit der Reserve Bank of India (RBI) angefordert, eine Einheit, die sich ebenfalls mit der Wiederbeschaffung unterschlagener und illegal ins Ausland verschaffter Gelder beschäftigt.

Nach jüngsten Schätzungen wurden allein im Jahr 2013 mehr als 5.31 Milliarden Dollar illegal von Sri Lankas Wirtschaft abgezweigt und auf private Konten ins Ausland verschafft.

Gegenüber der Zeitung Daily News sagte de Silva, dass es möglicherweise zwar Jahre dauern werde, um die unterschlagenen und illegal ins Ausland verschafften Gelder wieder zu bekommen, trotzdem werde man alles daran setzen, dieses Ziel zu erreichen.

Im Rahmen der nun anstehenden Ermittlungen soll auch untersucht werden, ob das Rajapaksa Regime US-amerikanische Abgeordnete und Senatoren geschmiert hat. Entsprechende Gerüchte machen schon länger die Runde.

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