Rajapaksa weist Ultimatum der JHU zurück

Von der LTTEwatch-Redaktion vom 25. Oktober 2014

Colombo – Recht unzweideutig und harsch hat der bisherige UPFA-Koalitionspartner JHU mit einem Ultimatum von Präsident Rajapaksa gefordert, Änderungen der Verfassung zu veranlassen, bevor er an Wahlen denke. Das Ultimatum führte umgehend dazu, dass sich Rajapaksa genötigt sah, sich mit den Vertretern der JHU zu treffen.

Nicht eine, oder gar anderthalb Stunden dauerte dieses Treffen an, wie einige regimetreue Blätter berichteten, sondern gerade einmal 20 Minuten.

Ein höchst angesäuerter Präsident soll gegenüber den JHU-Vertretern (u.a. die Theras Dr. Omalpe Sobitha und Athureliya Rathane sowie Minister Champika Ranawake) lediglich gesagt haben, es gebe derzeit wichtigeres, als eine Änderung des von ihm eingeführten, 18. Zusatzes der Verfassung (und die u.a. damit verbundene Aufhebung der Exekutiv-Präsidenschaft wobei die Rückkehr zu einem staatlichen Kontrollsystem, das seinen Namen verdient hätte, wie es die JHU urplötzlich fordert). Sprach’s und ließ die verdatterten JHU-Vertreter sitzen, während Rajapaksa selbst den Raum grußlos verließ.

Nun wird man sehen, ob die JHU die von Athureliya Rathane Thera ausgesprochenen Drohung wahr macht und sich bei den kommenden, spontanen  Präsidentschaftswahlen – über das Datum rätseln Rajapaksas Astrologen wohl noch, denn einen genauen Termin gibt es immer noch nicht, obwohl die präsidentiale Wahlkampf-Maschine längst auf vollen Touren läuft.

Zumindest Minister Champika Ranawake bekommt nun unvermittelt die Rachsucht des Präsidenten zu spüren, der jeden als Feind sieht, der es wagt, ihn auch nur zu zaghaft zu kritisieren, wie es der Minister seit geraumer Zeit in ungewohnt scharfer Form tut („Schäme mich für diese Regierung…“).

Wegen angeblich erst jetzt bekannt gewordenen „Irregularitäten“ beim Kauf von Kohle für Sri Lankas größtes Kohlekraftwerk unter der Ägide von Minister Ranawake soll ein Untersuchungausschuß des Präsidenten dafür sorgen, dass „ohne Ansehen der beteiligten Personen“ Konsequenzen folgten. Ranawake hatte erst kürzlich ein Buch über die „Öl- und Energie-Mafia“ Sri Lankas veröffentlicht, in dem unverhohlen auf höchste Stellen des Staates (also der Rajapaksa Clan) verwiesen wird, wenn es um die Drahtzieher und Hintermänner geht…

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