Uva- Wahlen: UPFA verliert drastisch an Stimmen

Von der LTTEwatch-Redaktion vom 21. September 2014

Colombo – Trotz unzähliger, gewaltsamer Verstösse gegen Wahlgesetze und -Bestimmungen, trotz massivem Einsatz von staatlichen Mitteln wie Fahrzeugen und Schiebereien und eklatanter Bestechung von Wählern ist es der regierenden UPFA-Koalition nicht gelungen, ein überzeugendes Ergebnis bei den Provinzwahlen in Uva einzufahren. Die UPFA rutscht in der Wählergunst erdrutschartig ab.

In den beiden Wahlbezirken Moneragala und Badulla hat die UPFA, deren Vertreter teils gewaltsam versuchten, Wähler davon abzuhalten, an die Wahlurnen zu treten, nur eine hauchdünne Mehrheit erlangt. Im Badulla-Bezirk liegen Opposition und Regierungspartei gleichauf nach den letzten Zählungen. Demnach hat dort die UPFA 9 Sitze im Provinzparlament, die UNP 8 während die JVP einen Sitz bekommt. Im Bezirk Monaragala erreichte die UPFA 8 Sitze, die UNP 5 und die JVP einen Sitz. Die Wahlbeteiligung soll mit etwa 70 % sehr hoch gewesen sein.

Die National Freedom Front von Minister Wimal Weerawansa, die seperat auftrat, obwohl sie Teil der Regierungskoalition ist erreichte keine nennenswerten Stimmanteil, und auch die Democratic Party des ehemaligen Armee-Generals Sarath Fonseka konnte sich keinen Sitz sichern. Erstmals durften bei der Auszählung der Stimmen keine Reporter dabei sein.

Inzwischen will das Regime neue Wahlgesetze erlassen, die im Nachhinein viele Verstöße gegen geltendes Wahlrecht legalisieren soll. Der Ministerpräsidenten-Kandidat der UPFA, ein Neffe des Präsidenten (Sohn seines Bruders Chamal), hatte in einem Interview zugegeben, dass er staatliche Macht einsetze, um im Amt bleiben zu können. Die Wahl galt als Testlauf zu den anstehenden Präsidentschaftswahlen, die vermutlich Anfang nächsten Jahres stattfinden sollen.

Die Wahlergebnisse spiegelten die wachsende Opposition gegen die Machtfülle des Regimes und der Rajapaksas wider, so Beobachter. Der Stern der Rajapaksas hat zum Sinkflug angsetzt.

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