NYT: Sri Lanka in einer Reihe mit Nord Korea und Syrien

Von der LTTEwatch-Redaktion, übersetzt aus der New York Times – vom 27. August 2014

New York – Die rennommierte New York Times setzt in einem Leitartikel Sri Lanka gleich mit den Schurkenstaaten Nord Korea und Syrien und warnt Präsident Rajapaksa indirekt vor den Konsequenzen der Verweigerung der Einreise der UN-Berichterstatter.

„Sri Lankas Präsident Mahinda Rajapaksa sagte  Dienstag letzter Woche, dass seine Regierung nicht mit der Untersuchung der Vereinten Nationen kooperieren werde, die im vergangenen Monat begonnen wurde wegen des dringenden Verdachts von Menschenrechtsverletzungen, einschließlich möglicher Kriegsverbrechen während Sri Lanka Bürgerkrieg. Rajapaksas Unnachgiebigkeit stellt Sri Lanka in eine Reihe mit Nordkorea und Syrien, zwei Länder, die auch den Zugang für die Menschenrechts-Ermittler der Vereinten Nationen verwehrt haben.
 
Rajapakse behauptet, Sri Lanka könne eine solche Unterusuchung selbst leisten. Das ist mehr als zweifelhaft. Es war das Versagen der Regierung Sri Lankas über mehrere Jahre hinweg Täter zu verfolgen udn auch zu betrafen für die Verletzungen der Mesnchenrecht während, aber auch nach dem Bürgerkrieg, das den Menschenrechtsrat der Vereinten Nationen schließlich im letzten März veranlasste, eine umfassende Untersuchung zu beantragen – un dauch durchzuführen.

Sowohl die Rebellen der Liberation Tigers of Tamil Eelam (LTTE) aber auch das srilankische Militär werden beschuldigt, Kriegsverbrechen begangen zu haben. Die Vereinten Nationen schätzen, dass 40.000 Tamilen allein in den letzten Wochen des Konflikts starben. Hunderttausende von Menschen wurden nach Kriegsende im Jahr 2009 in Lagern unter militärischer Bewachung interniert; Menschen, bei denen eine Angehörigkeit zur LTTE vermutet wurde, wurden gefoltert. Tausende von Tamilen und Kritiker des Regimes verschwanden einfach.

Die Sicherheit der Zeugen ist Anlass zur Sorge. Menschen, die Rechenschaftspflicht für diejenigen verlangen, die am Verschwinden von unliebamen Kritikern beteiligt sind, werden mit staatlicher Bedrohungen konfrontiert und auf verschwinden hinter Gittern. Sri Lankas Antiterrorismusgesetz wird verwendet, um Menschen ohne Gerichtsverfahren auf unbestimmte Zeit festzuhalten.

Nachdem die (derzeit noch amtierende) UN-Hochkommissarin für Menschenrechte, Navi Pillay, Sri Lanka im vergangenen Jahr besuchte hatte, berichtete sie, dass sie noch nie so ein „Niveau der unkontrollierbaren Trauer“ zu sehen bekommen habe, wie bei den Familien der Verschwundenen in Sri Lanka, und dass die Menschen, mit denen sie sich traf, anschließend unliebsamen Besuch von den Sicherheitskräften bekamen…

Mrs. Pillay hat auch gesagt, dass die Untersuchung der Vereinten Nationen trotzdem weitergehen werde – trotz Mr. Rajapaksas Verweigerung des Zugangs für die Rapporteure der UNO. Wenn Herr Rajapaksas Ziel tatsächlich, wie er behauptet, die Wahrheit, Gerechtigkeit und Versöhnung ist, dann sollte er mit der Untersuchung zusammenarbeiten.

Geschieht dies nicht, wird der internationale langehegte Verdacht weiter genährt, dass seine Regierung viel zu verbergen hat.“

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