Verwaltet Lobbyfirma auch Gotas Schwarzgeld?

Von der LTTEwatch-Redaktion vom 27. Juli 2014

Colombo – Das Rajapaksa Regime verprasst Unsummen, um sein rampomniertes Image in der westlichen Welt, vor allem aber in den USA zu verbessern.

Die Regierung von Präsident Mahinda Rajapaksa bezahlt gleichzeitig bis zu vier US-Lobbying-Unternehmen, die das Land „verteidigen“ sollen. Neu hinzugekommen sind die „Madison Group“ und die „Beltway Government Strategies“.

Daneben waren es die Firmen „Thompson Advisory Group LLC“ (TAG), deren Vertrag jedoch zum 15. März 2014 beendet wurde und die bis dahin etwa Rs 100 Millionen (etwa: US $ 66.600 pro Monat) für ihre Dienste bezahlt bekamen, ingesamt etwa US $ 800.000. Auch an die Majority Group LLC wurden allein im Jahr 2013 US $ 348.000 bezahlt.

Die Madison-Gruppe hat offiziell die Aufgabe, „das Ministerium für Auswärtige Angelegenheiten zu unterstützen mittels der Erzeugung von Situationsbewusstsein des aktuellen Zeitgeschehens in Sri Lanka“. Das Salär der Firma beträgt US $ 15.000 pro Monat an Gebühren für ihre Dienste, plus Spesen und Prämien für „außergewöhnliche“ Leistungen.

Der Vertrag mit der Madison-Gruppe ist zunächst bis Juni 2015 datiert mit der Möglichkeit der Verlängerung, sagten Sprecher der Madison-Gruppe. Ähnlich sieht es mit der Vertrag mit Beltway aus. Und doch hat diese Firma eine Sonderstellung.

Eng verbunden mit der Firma Beltway ist der schwerreiche Imaad Zuberi, ein Pakistani mit angeblich sehr guten Verbindungen zu US-Präsident Barack Obama. Doch möglicherweise hat das Rajapaksa Regime bei Zubari & Co. auf das falsche Pferd gesetzt.

Zuberi soll einer der erfolgreichsten Fundraiser für die Wahlkampagnien Obamas gewesen sei. Doch das hat die US-Behörden nicht daran gehindert, Zuberis Finanzgebahren zu untersuchen.

Wie die vom Regime in Sri Lanka gesperrt Website LankaENews vermeldet, sind die Behörden bei der Untersuchung der Finanzen von Zuberi und dessen Partner auf die Schwarzgeldkonten des mutmasslichen Kriegsverbrechers Gotabahaya Rajapaksa gestoßen, die der Pakistani offenbar für den Präsidentenbruder mit US-Pass verwaltet. Die von Gotabhaya in seiner bisherigen Zeit als Verteidigunsgstaatssekretär „erwirtschaftete“ (durch Erpressung, Entführungen, Enteignungen, Kommissionen etc.) Gelder in Millionenhöhe sollen in bis zu 100 Firmenbeteiligungen stecken – die meisten davon mit Sitz in den USA.

Aus dem Außenministerium hieß es dazu lediglich, dass viele Staaten externe Lobbyfirmen beschäftigten und dass die LTTE-Frontorganisationen mehr als 2,5 Millionen US-Dollar pro Jahr für eine Firma ausgäben, in ihrem Namen zu werben und zu sprechen.

Advertisements

Kommentar verfassen

Bitte logge dich mit einer dieser Methoden ein, um deinen Kommentar zu veröffentlichen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s