Intern. Flughafen Mattale verdient soviel wie Quarkverkäufer

25. Juli 2014 Von der LTTEwatch-Redaktion 

ColomboDer Oppositions-Abgeordnete Dr. Harsha de Silva (UNP) stellte am 23. Juli während einer Debatte im Parlament fest, dass sowohl die staatliche Airline Mihin Lanka wie auch der umstrittene Mattala Mahinda Rajapakse International Airport (MRIA) nichts als Verluste eingefahren (und wie alle anderen staatlichen Unternehmen und insbesondere die Rajapaksa-Projecte auch). Seit der Inbetriebnahme von Mihin im Jahr 2012 hat das völlig unprofessionell geführte Staatsunternehmen etwa 13 Billiarden Rupees Verlust gemacht.
 
De Silva sagte, dass die Regierung mehr als 300 Millionen Dollar für die Errichtung von MRIA über Kredite ausgegeben habe –  doch die Einnahmen während der letzten sechs Monate belaufen sich lediglich auf Rs. 150.779  (861,17 Euro) und die nur von Mihin.  

Triumphierend erwiderte der zuständige Minister für Zivilluftfahrt, Piyankara Jayaratne, MRIA habe im Mai 2014 von der in den Vereinigten Arabischen Emiraten stationierten Billig-Airline Rotana Rs. 16.185 (92,44 Euro) erhalten.

Dr. Harsha de Silva stellte darafhin fest, dass dieser Betrag nur knapp unter dem liege, was ein durchschnittlicher Quark-Verkäufer („buffalo curd“)  in Hambantota im Monat verdient.
 
„Sie gaben beim Bau des Flughafens das Ziel an, MRIA auf eine Stufe mit dem Flughafen London Gatwick zu sehen. Aber bei diesem Tempo wird es buchstäblich ewig dauern, um das Ziel zu erreichen“, meinte Dr. de Silva.

Jayaratne antwortete trotzig, dass die Regierung auch weiterhin MIRA betreiben werden, anstatt zuzulassen, dass die Opposition ihn in ein Museum umwandle (wie diese einst im Scherz gesagt hatte).
 
Zumindest Jayaratne träumt weiter: „MRIA hat Ziel, Sri Lanka auf den Weg zum Luftfahrt-Drehkreuz Asiens zu bringen unter dem politischen Manifest (von Rajapaksa) ‚Mahinda Chinthana‘. Der Flughafen hat jetzt eine Kapazität von einer Million Fluggästen (per annum). Bis Juni 2015 soll der Flughafen von einer Million Fluggastabfertigung die Erhöhung auf neun Millionen erleben, mit dem ultimativen Ziel, 500 Millionen Passagiere in den kommenden Jahren zu erreichen,“ sagte der Minister im Parlament.

Niemand lachte; noch wurde der Minister angehalten, seinen Geisteszustand untersuchen zu lassen.

Was der Minister vermutlich noch nicht wusste, ist, dass die Rajapaksas überlegen, den hochdefizitären Flughafen, der ungenutzt in der südlichen Sonne Sri Lankas vor sich hin döst, in eine Luftverkehrsschule umzuwandeln, um zumindest die Zinsen des Baukredits bezahlen zu können. Entsprechende Verhandlungen mit Singapore sind anscheinend im Gange. cartoon_9_274_200

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