Nazi-Buddhist Gnanasara lehnt Dalai Lama ab

Von der LTTEwatch-Redaktion vom 22. Juli 2014

Colombo – Wer  es wagt, gegen Sri Lankas angeblich buddhistische, mit Sicherheit aber rabaukenhafte Bodu Bala Sena (BBS) Gruppe oder gar deren orangegewandeten Schickelgruber, einen gewissen Galagoda Aththe Gnanasara, Unbequemes zu sagen, der bekommt prompt ungebetene Antwort von den „buddhistischen Nazis“, die unter der Fuchtel der Rajapaksas stehen.

Vorgenannter sagte in Replik auf den Dalai Lama, der Angriffe auf Muslime durch Buddhisten scharf verurteilt hatte, er und seine Organisation akzeptierten den Dalai Lama nicht als einen geistigen Führer der Buddhisten.

Ein Affront – wüsste man nicht längst, wer da wen zu beleidigen sucht.

Gnanasara beschuldigte den Dalai Lama, die nach dem Agenda einigen westlichen Ländern und schlug ihn über die Kommentare, die er auf die jüngsten Zusammenstöße mit Moslems und Singhalesen in Sri Lanka gemacht hatte.

Der Dalai Lama hatte vor knapp zwei Wochen, bei seine Rede zu seinem 79. Geburstag die Angriffe von Buddhisten auf Muslime in Myanmar aber auch in Sri Lanka scharf verurteilt. Er forderte die Angreifer auf, sich vor dem nächsten Angriff einfach nur ein Bild des Buddha vorzustellen.

Im nordindischen Leh, vor einer gewaltigen Menge von Gratulanten, darunter Hollywood-Star Richard Gere, sagte der Dalai Lama, die Gewalt in beiden buddhistischen Ländern sei gezielt auf die religiöse Minderheit der Muslime gerichtet und in keinem Fall akzeptabel.

Gnanasara warf dem geistigen Oberhaupt der tibetischen Buddhisten und Friedensnobelpreisträger vor, ein Opfer der „islamisch-extremistischer Propaganda“ zu sein.

„Dalai Lama ist ein Opfer des muslimischen Extremismus geworden“, sagte der BBS-Häuptling. Gnanasara sagte, die BBS habe den Plan gehabt, den Dalai Lama in dessen Exil in Dharmasala zu treffen; diesen Plan aber mittlerweile aufgegeben.

„Wir fühlen, es macht keinen Sinn“, sagte Gnanasara. „Wir denken, dass er bereits ein Opfer des islamischen Extremismus ist.“

„Wir akzeptieren den Dalai Lama deshalb nicht als geistigen Führer der Buddhisten“, sagte Gnanasara gegenüber Reportern.

„Er ist eine Schöpfung des Westens. Für sie ist er für Buddhisten das, was der Papst für Katholiken ist – aber nicht für uns.“

Marodierende „Buddhisten“ der BBS haben in Sri Lanka Dutzende von Geschäften, Wohnungen von Muslimen angegriffen und Moscheen in Brand gesteckt. BBS beschuldigen die Minderheit im Lande, zu  versuchen, die buddhistische Mehrheit im Land zu spalten.

Der jüngste Ausbruch von religiöser Gewalt, die schlimmste seit Jahren, hat mindestens vier Menschenleben gekostet und großen Sachschaden abgerichtet. Als Auslöser der Gewalt gegen Muslime gilt eine Hassrede des BBS-Wortführers Gnanasara.

Menschenrechtsgruppen vergleichen Sri Lankas Gnanasara mit seinem Kollegen-Hardliner aus Myanmar, Mönch Wirathu, ebenfalls ein ganz Großer beim Schüren religiöser Spannungen.

Rund 250 Menschen haben in Myanmar ihr Leben gelassen seit Ausbruch der Gewalt gegen Muslime im  im Jahr 2012.

Sri Lankas Justizminister Rauf Hakeem warnte in der vergangenen Woche davor, dass die Weigerung seiner eigenen Regierung, den militanten buddhistischen Mönche Einhalt zu gebieten,  tatsächlich islamischen Extremismus im Lande schüren und damit die nationale Sicherheit bedrohen werde.

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