Dalai Lama: Keine buddhistische Gewalt gegen Muslime

Von der LTTEwatch-Redaktion vom 11. Juli 2014

Leh – Das geistige Oberhaupt Tibets, der im Exil lebende Dalai Lama, hat in einem erneuten Aufruf die Buddhisten in Myanmar und Sri Lanka aufgefordert, sofort die Gewalt gegen die muslimische Minderheiten der jeweiligen Länder einzustellen. Der Dalai Lama sagte dies anläßlich einer Rede zu seinem 79. Geburtstag.

In seiner Rede in Leh, Nordindien, vor Zehntausenden von Buddhisten, darunter Hollywood-Schauspieler Richard Gere, bat der im Exil lebende buddhistische Führer die Gläubigen in den mehrheitlich buddhistischen Ländern, solche Attacken zu unterlassen.

„Ich fordere die Buddhisten in diesen Ländern auf, sich ein Bild von Buddha vorstellen, bevor sie ein solches Verbrechen zu begehen“, sagte er.

„Buddha predigt Liebe und Mitgefühl. Wenn der Buddha da ist, wird er die Muslime schützen, die von Buddhisten angegriffen werden.“

Der wachsende buddhistische Nationalismus in beiden Ländern, die durch organisierte Bewegungen von extremistischen Mönche angeführt werden, haben vermehrt zu kommunaler Gewalt gegen Muslime in den letzten Jahren geführt.

Menschenrechtsgruppen sagen, dass extremistische Mönche in den vergangenen Wochen Gewalt schürten, die zu Ausschreitungen gegen Muslime durch radikalisierte buddhistische Mobs führten.

In Sri Lanka wurden in den vergangenen Monat mindestens vier Menschen durch religiöser Gewalt der buddhistischen Mobs getötet als diese wahllos Menschen in muslimischen Vierteln rund um die Stadt Aluthgama angriffen. Das Regime sieht dem tatenlos zu und versucht lediglich verbal die Menschen zu beruhigen.

Zeugen sagen, dass die Ausschreitungen nach einer Kundgebung der rechtsgerichteten GruppeBodu Bala Sena“ (buddhistische Kraft) begannen, deren Führer, ein angeblicher Mönch, vorher eine Brandrede gegen Muslime gehalten hatte.

Der Dalai Lama, der seit 1959 im Exil lebt, hat sich seit jeher gegen Gewalt ausgesprochen, inbesondere jene, die von buddhistischen Nationalisten verübt wird.

Während die Regierung von Myanmar nichts zu den Vorwürfen sagte, hieß es vom Rajapaksa Regime, der Dalai Lama sei „falsch informiert“ über die Situation in Sri Lanka. Das übliche eben…

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