Gotas Pläne sorgen für große Unruhe in der SLFP

Von der LTTEwatch-Redaktion vom 3. Juni 2014

Colombo – Bisher kokettierte der allmächtige Präsidentenbruder, Verteidigungsstaatssekretär, Chef der Städteplanung sowie mutmassliche Kriegsverbrecher Gotabhaya Rajapaksa gerne damit, dass er nur „ein einfacher Beamter“ sei. Das könnte sich schon bei der nächsten Wahl ändern. In einem Interview mit der Zeitung „Deshaya“ sagte der Mann, den viele in Sri Lanka wegen seines Einflusses und seiner Machtfülle als den „echten Präsidenten“ bezeichnen, dass er darüber nachdenke, sich zur Wahl zu stellen. Er werde allerdings nicht im vom Rajapaksa-Clan beherrschten Hambantota-Distrikt kandidieren, sondern in Colombo.

Die Aussicht, dass Gotabhaya Rajapaksa nun wohl auch bald politische Ämter bekleiden wird,  hat Schockwellen durch die Rajapaksa-Partei SLFP und die Partei-Granden geschickt, die sich ohnehin von der Übermacht der Rajapaksas überrollt und vernachlässigt sehen und insgeheim den Aufstand planen.

So zumindest wollen es Insider-Gerüchte wissen, die davon berichten, dass eine Gruppe von SLFP-Senioren planen, denn ihnen ist klar, dass der starke Mann der srilankischen Regierung ein anderes Regiment im Kabinett oder im Parlament führen würde, als bisher. In dieser Gruppe sollen neben altgedienten Abgeordneten auch einige Minister sein, die dieser Tage ihre (noch) Chef in höchsten Tönen preisen.

Gerüchte besagen, dass diese Gruppe sich entweder von der SLFP, der führenden Partei in den regierenden UPFA-Koalition, trennen und als unabhängige Gruppe bei Wahlen antreten, oder sich der größten Oppositionspartei, der UNP, anschließen werden.

Weitere Gerüchte besagen, dass sich endlich auch JVP und UNP annähern in der Erkenntnis, dass nur eine gemeinsame, große und geeinte Opposition Rajapaksa stürzen kann.

Apropos nächste Wahl. Möglicherweise steht schon im November die nächste Präsidentschaftswahl an, kurz nach den regulär anstehenden Wahlen in der Uva-Provinz. Dies will Ceylon Today erfahren haben – und bleibt bislang unwidersprochen. Das Kalkül hinter der vorgezogenen Präsidentschaftswahl: Rajapaksa will mit einer baldigen Wahl zum einen verhindern, dass die Opposition sich einigt und zum anderen, dass seine Machtbasis ebenso bröckelt, wie sein Einbruch auf der Beliebtheitsskala, der sich bei den Provinzwahlen im Westen und im Süden mit rund 10 Prozent weniger Stimmen manifestierte.65160_a

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