Ein „muslimischer Extremist“ fordert Gerechtigkeit

Übersetzt von der LTTEwatch-Redaktion aus Colombo Telegraph vom 3. Mai 2014

Von Muhammed Fazl

Colombo – Ich bin ein Staatsangehöriger Sri Lankas von Geburt an, ein Muslim dazu durch meinen Glauben und ein Extremist, der den ganzen Weg (bis hin zu Extremen) gehen würde, um die Menschheit zu schützen, um die Einheit zu wahren, für Gerechtigkeit und Rechtsstaatlichkeit zu kämpfen, alle Religionen zu schützen, deren Anhänger und deren Kultstätten etc…

Jetzt, mit einer LTTE, die als „verstorben“ gilt, haben rassistische Kräfte der machthungrigen, herrschenden Klasse, diesen Mythos des „islamischen Extremismus“ ins Leben gerufen, um die Aufmerksamkeit vom dreisten Diebstahl von mehreren Miliarden Dollar an öffentlichen Geldern und den Missbrauch der Justiz (unter anderem) abzulenken; dies alles nur zu dem alleinigen Zweck der Verlängerung ihre Macht und ihrer unrechtmässigen Bereicherung, die für die nächsten 10 Generationen der Familie des derzeitigen Präsidenten von Sri Lanka, Mahinda Rajapaksa Herr reichen würde.

Genau wie die Schimäre eines nicht exististenten „Feindes des Westens“ und der anschließenden Schaffung eines „Krieges gegen den Terror“ (wegen Öl und aus vielen anderen Gründen), hat auch Herr Rajapaksa eine ähnliches „Monster“ (ebenfalls nicht wirklich vorhanden) vor den Augen einer unwissenden srilankischen Bevölkerung und es  „muslimischer Extremismus“ genannt! Die Geschichte hat uns gelehrt, dass totälitäre Herrscher sich auf Mönche / Priester zur Wahrung ihrer Legitimität verlassen, während Mönche / Priester sich auf Herrscher für ihren Schutz / Unterhalt verlassen. Die Mentalität der der Mehrheit der Bevölkerung sehr gut kennend, begann Präsident Rajapaksa listig über Proxies wie BBS, Hela Urumaya und Ravana Balaya, eine Ablenkung der Aufmerksamkeit von den drängendsten Probleme, mit denen die armen Massen jeden Tag konfrontiert sind, wie Armut, Unterernährung, Missbrauch, Straflosigkeit und Ungerechtigkeit, unter anderem…

Aufgrund der aktiven Proxies von Präsident Mahinda Rajapksa und der erfolgreichen Installation von Angst und Unsicherheit unter der „nicht-so-gebildeten“ Mehrheit der singhalesisch-buddhistischen Bevölkerung über eine „bevorstehende Besetzung“ ihrer Heimat durch die „Ausländer-Gemeinschaft“ und durch Hindus, Christen und Muslime (vor allem letztere!), wurde dies es zu einem größeren Problem als beispielsweise einen Teller mit heißem Essen für ihre notleidende Familie und Kinder auf den Tisch der Hütte zu bringen.

Also: statt eines blinden Anhängers von rassistischen Ideologien der unschuldige Minderheiten zum Opfer macht wegen nicht existenter Ängste / Feinde, fordere ich, Muhammed Fazl, in Form und Beschaffenheit “ein extremistischer muslimischer Srilanker“, die rückgratlosen und zumeist korrupten Polizeibeamten, rassistische Elemente, getarnt in safranfarbenen Roben und ihre herrschende Meister auf, mich vor Gericht zu stellen, wegen „Bedrohung des des Staates durch Extremismus“  – etwas, was auch dieserm Regime noch bevorsteht, durch (natürlich und sowieso durch) „voreingenommene“, internationale Gerichte…

Während das Aufzeigen der wahren Absichten der MR-Regierung und deren Beteiligung und Mittäterschaft bei der Orchestrierung eines möglichen Rassen-Aufruhrs oder kommunaler Disharmonie wichtig ist, würde eine Priorisierung des Themas durch die Opposition nur der Regierung in die Hände spielen. Wenn es denn sein soll: lasst einige Moscheen, Kirchen und Unternehmen von Minderheiten brennen und lasst es auch einige Leben kosten! Aber die Konzentration auf den Sturz dieses despotischen Regimes mit allen Mitteln hat Vorrang, nur dies allein wird sicherlich das Land vor „den Flammen des Aussterbens“ retten!

Ein Wort noch zur Rechtfertigung von „muslimischen Extremismus“: es geht alle nur darum, alle rechtlichen Mittel bis zum Extrem auszunutzen, um die Massen zu vereinen, die grassierende Korruption und Ungerechtigkeiten zu bekämpfen, die Täter für ihre Verbrechen zu bestrafen und darum, neue Perspektiven für die Entwicklung des Landes zu eröffnen, unabhängig von Rasse oder Religion!

Machen Sie keinen Denkfehler: man braucht nicht an der Macht zu sein, um eine Veränderung zu erreichen und wenn jeder rechtschaffende und denkende Bürger dieses Landes trägt seinen Anteil dazu beiträgt, wird „die Macht des Volkes“ eine Kraft, mit der auch für Herr Rajapaksa zu rechnen ist!

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Der Autor ist ein unabhängiger sozialer / politischer Aktivist und kann über muhammedfazl@msn.com kontaktiert werden.

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