SL will Verhaftung von Norwegens Tiger-Chef

Von der LTTEwatch-Redaktion vom 24. April 2014 


Oslo – Laut der Nachrichten-Website Local.no hat Sri Lankas Regime die norwegische Regierung aufgefordert, den in Norwegen lebenden Perinpanayagam Sivaparan alias Nediyavan festzunehmen und auszuliefern. Sri Lankas Regierung behauptet, dass Nediyavan der neue Führer der militanten Befreiungstiger von Tamil Eelam ( LTTE) sei. Beweise und Belege für diese Behauptung/Forderung wurden jedoch anscheinend nicht vorgelegt.

Laut einem Artikel, der in der srilankischen Regierungs-Zeitung „Sunday Observer“ veröffentlichte wurde, hat die srilankischen Polizei in diesem Monat „dringende internationale Haftbefehle“, an Interpol geschickt, um 40 angebliche Mitglieder der LTTE festzusetzen, darunter auch für Sivaparan. Bisher jedoch sind weder diese 40, unter denen auch der Name Sivaparans auftaucht, nicht auf der Liste der dringlichen Fälle („Red Alert“) in der Interpol-Datenbank angezeigt. Perinpanayagam Sivaparan ist mittlerweile auf der Interpol-Site gelistet.

Morten Høglund, Staatssekretär im norwegischen Außenministerium, sagte gegenüber den staatlichen Sender NRK, dass das Außenministerium noch keine Beurteilung darüber habe, wie man auf die Forderung zu reagieren habe.

Norwegen hatte Sivaparan in Oslo kurzfristig im Jahr 2011 verhaftet, um ihn über seine Rolle bei der Finanzierung von Operationen der LTTE und der tamilischen Diaspora in den Niederlanden zu befragen. Sivapan wurde anschließend gegen eine bedingte Kaution wieder laufen gelassen. Er arbeitet wieder in Oslo in einem Kinderbetreuungsheim.

Während die fünf niederländischen Tamilen im Oktober 2011 von einem Gericht in Den Haag zu sechs Monaten Gefängnis sowie Geldstrafen verurteilt wurden für das (erpresserische) Sammeln von Geldern für eine Organisation, die auf der Verbotsliste der Europäischen Union steht, wurde Sivaparan nicht von der norwegischen Justiz belangt.

Sri Lanka hat nach der dritten Resolution des UNHRC gegen das Regime des Landes den Druck auf die  tamilischen Minderheiten im Lande erhöht und versucht dies auch mit der tamilischen Diaspora, indem sie kurzerhand sämtliche tamilische Organisationen unter den Generalverdacht setzte, den Terrorismus zu fördern.

Sri Lankas Rajapaksa Regime möchte glauben lassen, dass tamilische Aktivisten versuchten, die LTTE wieder zu beleben, die einen 26-jährigen Kampf um einen eigenen tamilischen Staat im Norden Sri Lankas zu schaffen kämpfte, bis sie im Jahr 2009 besiegt wurde.

Untermauert wird dies auch durch die Tötung von drei tamilischen Männern, die angeblich dabei waren, die LTTE in Sri Lanka wiederzubeleben. Diese Geschichte wirkt jedoch stark unglaubwürdig, zumal keinerlei Beweise für diese Behauptungen des Regimes vorgelegt wurden.

Inzwischen hat der Minister für Auswärtige Angelegenheiten, G.L. Peiris die diplomatische Gemeinde in Colombo darüber „informiert“, dass es „überzeugende Belege für die Überweisung von erheblichen Geldsummen aus dem Ausland für geplante terroristische Aktivitäten in Sri Lanka“ gebe.

Beobachter sehen dies als unverhohlenen Seitenhieb auf diverse NGOs, die im Lande tätig sind, und an deren Gelder das klamme Regime derzeit noch nicht heran kommt.

Die anwesenden Diplomaten verließen mit leeren Händen die Veranstaltung, da auch dieses Mal das Regime bzw. G.L. Peiris außer Behauptungen, die ad nauseam wiederholt wurden, keinerlei „überzeugende Belege“ für seine Behauptungen von der Wiederaufstehung der LTTE im Lande vorlegen konnte.

Die in New York ansässige Organisation „Human Rights Watch“ (HRW) sagte unterdessen, die Regierung von Sri Lanka solle seine Sorgen über ausländische Terrorfinanzierung vor allem durch rechtliche Zusammenarbeit mit ausländischen Regierungen adressieren.

„Die Regierung von Sri Lanka nutzt schamlos die vagen Bestimmungen zur Bekämpfung des Terrorismus, um die großen tamilischen Gruppen in der Diaspora mit der rücksichtslosen, aber nicht mehr existierenden LTTE zu verknüpfen und damit zu kriminalisieren“, sagte Brad Adams, der Asien-Direktor von Human Rights Watch.

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